StartRegion 2„Gutes Energie-Spar-Zeugnis für Hanau“

„Gutes Energie-Spar-Zeugnis für Hanau“

Energiesparmaßnahmen der Bundesregierung enden am Samstag / 20 Prozent in Hanau gespart / Stadt hatte frühzeitig Schritte umgesetzt / Denkmäler werden wieder angestrahlt – aber kürzer

 

„Für den achtsamen und verantwortungsvollen Umgang danke ich den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Wirtschaftstreibenden. Für Hanau können wir ein gutes Energie-Spar-Zeugnis ausstellen“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Er hatte am Tag, als das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz die zweite von drei Stufen des „Notfallplans Gas“ ausgerufen hat, dem 23. Juni des vergangenen Jahres, die „Hanauer Energierunde“ einberufen.

Als Folge des Kriegs in der Ukraine und des daher drohenden Gasmangels, war es geboten, Energie zu sparen. „Um uns auf den Winter 2022/23 vorzubereiten sowie öffentliche Kassen und private Portemonnaies zu schonen, sind wir als Stadt Hanau mit Sparmaßnahmen vorangegangen. Und wir haben den Bürgerinnen und Bürgern mit einer Informationskampagne Spartipps gegeben“, so Kaminsky. Etwa 20 Prozent Energie wurde in den vergangenen Monaten in Hanau gespart. Der Füllstand der Gasspeicher liegt aktuell laut Bundesnetzagentur mit knapp über 60 Prozent um gut 20 Prozent über dem Stand der Jahre 2017 bis 2021. „Klares Ziel der Stadt Hanau bleibt weiterhin das Einsparen von Energie – und weiterhin mit Augenmaß“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Martina Butz, Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau GmbH, die die Stadt in der Energie-Arbeitsgruppe des Hessischen Städtetages vertreten hatte.

Die „Hanauer Energierunde“, städtische Verantwortliche aus Verwaltung, Eigenbetrieben und Gesellschaften, hatte bereits im Sommer eine Reihe von Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht, um den Energieverbrauch zu senken, weiterhin wurden gemeinsam mit dem Hessischen Städtetag erarbeitete Vorschläge sowie die Maßnahmen der Bundesregierung umgesetzt.

Ab Samstag (15. April) gelten die Energiemaßnahmen des Bundes nicht mehr. „Wir sparen in Hanau weiter, denn der nächste Winter kommt“, so Kaminsky. Denkmäler und historische Gebäude werden nach und nach wieder angestrahlt – allerdings nicht wie bisher bis 23 Uhr, sondern nur bis 22 Uhr. Ausnahmen bilden das Schloss Philippsruhe samt Eingangstor. Das Schloss, Wahrzeichen und beliebter Ausflugs- und Veranstaltungsort, wird bis 24 Uhr beleuchtet. Vorher war es die ganze Nacht hindurch angestrahlt, auch hier spart die Stadt Energie. Ebenso wird das Deutsche Goldschmiedehaus am Altstädter Markt bis Mitternacht beleuchtet. Gerade in den Sommermonaten ist der Platz in der Innenstadt beliebter und belebter Ort für kulturelle Veranstaltungen und Außengastronomie. Demnächst werden hier auf der Achse ab der Neustadt bis zum Schlossplatz große, bunte Lampenschirme über die Straßen aufgehängt. Seit Jahren stellt die Stadt bei der Effektbeleuchtung auf energiesparende LED-Strahler um. Die meisten öffentlichen Gebäude, wie etwa Schulen und Kindertagesstätten, werden nicht angestrahlt.

In Absprache zwischen Polizei, Straßenverkehrsbehörde, Hanau Energiedienstleistungen und Managementgesellschaft mbH (HEMG), Hanau Netz und dem städtischen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) hatte die Energierunde die Nachtabsenkung der Straßenbeleuchtung um zwei Stunden verlängert. Bereits ab 21 Uhr wurde das Licht gedimmt. Dies hat sich bewährt und wird beibehalten, auch hier wurde und wird auf LED-Beleuchtung umgestellt, zudem werden immer mehr dimmbare Leuchten eingesetzt. Für Büros, weiterführende Schulen und öffentliche Gebäude galt die Höchsttemperatur von 19 Grad. Im Zuge der Regulierung wurden an Heizkörpern die Wassermengen so eingestellt, dass sie auch zukünftig zur Minimierung von Energieverbräuchen beitragen. Die Begrenzungsarretierung an den Heizungsreglern kann wieder entfernt werden. Warmwasser an Handwaschbecken wird wieder zur Verfügung gestellt.

Die Stadt Hanau hatte entschieden, sowohl Sport- und Turnhallen sowie die beiden Schwimmbäder geöffnet zu lassen. Nur zwei der fünf Saunaangebote standen zur Verfügung, die Wassertemperatur in den Bädern wurde um zwei Grad abgesenkt. Bereits im Februar wurden die Wassertemperaturen dann wieder erhöht, dafür schloss das Lindenau-Bad in den ersten eineinhalb Wochen der Osterferien (bis 11. April). Um weiterhin Energie zu sparen, wird die Sommerrevision des Saunabereichs des Heinrich-Fischer-Bads von drei auf sechs Wochen erhöht. Überdies ist das Hallenbad im Heinrich-Fischer-Bad vom 15. Mai bis 15. September und das Lindenau-Bad vom 1. Juni bis 15. September nur für Schulen und Vereine geöffnet, andere Schwimmerinnen und Schwimmer können in diesem Zeitraum die Freibäder nutzen. In den Herbstferien wird das Heinrich-Fischer-Bad eine Woche geschlossen bleiben.

„Wir sind gemeinsam gut durch Herbst und Winter gekommen, nun gilt es weiterhin sorgsam zu bleiben. Unsere Rolle als Vorbild nehmen wir als Stadt ernst“, so Oberbürgermeister Kaminsky.

Quelle: Dominik Kuhn

 

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