Schutz vor Gewalt und Null Toleranz gegen Rassismus gehen in die nächste Phase
In der letzten Kreistagssitzung wurden zwei zentrale Anträge der GRÜNEN Kreistagsfraktion mit Mehrheit in die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Damit bringt der Kreistag wichtige Schutz- und Präventionsthemen für den Main-Kinzig-Kreis in die vertiefte Beratung.
Für die Grünen ist das ein klarer politischer Erfolg – und ein Auftrag.
Mit dem Antrag zum Ausbau von Frauenhäusern und Schutzstrukturen reagieren die Grünen auf eine konkrete Realität im Main-Kinzig-Kreis: steigende Beratungszahlen, begrenzte Kapazitäten und Frauen, die in akuten Gewaltsituationen nicht immer sofort einen Schutzplatz finden.
Der Antrag sieht neben der nachhaltigen Sicherung bestehender Einrichtungen ausdrücklich auch die Prüfung und Nutzung von Bundesmitteln für den möglichen Neubau eines zusätzlichen Frauenhauses im Kreisgebiet vor. Ziel ist es, die vorhandenen Strukturen in enger Abstimmung mit bestehenden Einrichtungen – etwa in Hanau und Wächtersbach – sinnvoll zu erweitern und dauerhaft zukunftssicher aufzustellen.
Für Betroffene bedeutet das konkret: mehr Schutzplätze, kürzere Wartezeiten, verlässliche Hilfe – und die Sicherheit, im Ernstfall nicht abgewiesen zu werden.
Auch der Antrag zur Rassismus- und Diskriminierungsprävention ist klar regional verankert. Diskriminierung findet nicht abstrakt statt – sie passiert hier im Main-Kinzig-Kreis: auf Schulhöfen, im öffentlichen Raum, im Vereinsleben oder online.
Gerade nach den gesellschaftlichen Erfahrungen der letzten Jahre ist deutlich geworden, wie wichtig klare Präventionsstrukturen vor Ort sind. Die Grünen wollen deshalb Ansprechpersonen an Schulen stärken, bestehende Programme besser vernetzen und zivilgesellschaftliche Initiativen im Kreis sichtbarer unterstützen.
Fraktionsvorsitzende Mahwish Iftikhar erklärt:
„Gewalt gegen Frauen und Rassismus sind keine Randthemen. Sie betreffen Menschen hier im Main-Kinzig-Kreis – Nachbarinnen, Mitschüler, Kolleginnen. Dass der Kreistag unsere Anträge nicht ablehnt, sondern in die vertiefte Beratung gibt, zeigt: Wir haben die richtigen Themen gesetzt.“
Die Grünen werden die Ausschussberatungen aktiv begleiten und konkrete Umsetzungsschritte einfordern.
Abschließend betont Iftikhar:
„Politik heißt Verantwortung übernehmen. Wir haben diese Debatte angestoßen, weil Schutz und Prävention nicht abstrakt sind – sie entscheiden im Ernstfall über Sicherheit, Würde und Perspektive. Wir wurden gewählt, um genau diese Themen auf die Agenda zu setzen. Dieses Mandat nehmen wir ernst. Und wenn uns die Bürgerinnen und Bürger bei der kommenden Wahl erneut ihr Vertrauen schenken, werden wir diesen Weg in der nächsten Wahlperiode konsequent fortsetzen.“
Quelle: Die Grünen MKK

