Fairtrade-Steuerungsgruppe und Gemeindemitglieder thematisieren Rolle von Frauen in der weltweiten Landwirtschaft
Mit einem engagiert gestalteten Wortgottesdienst beteiligte sich die katholische Kirchengemeinde St. Theresia um Gabi Preuß an den diesjährigen bundesweiten Fairen Wochen vom 11. bis 25. September unter dem Motto „Fair handeln – Vielfalt erleben”. Die Feier wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der lokalen Fairtrade-Steuerungsgruppe organisiert.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Rolle von Frauen in der weltweiten Landwirtschaft – passend zum Jahresthema der Vereinten Nationen für das Jahr 2026. Obwohl Frauen den Großteil der landwirtschaftlichen Arbeit leisten, stehen sie weiterhin vor enormen Hürden: Der erschwerte Zugang zu Bildung, moderner Technik, Landrechten und Krediten bremst ihre Potenziale oft aus. Durch gezielte Förderprogramme, Schulungen und faire Mindestpreise schafft die „Fairtrade“-Initiative gerechte Rahmenbedingungen, um Frauen gezielt zu stärken.
Bürgermeisterin Monika Böttcher würdigte die Initiative in einem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung. Sie erinnerte an das langjährige Engagement der Kommune als seit 2020 zertifizierte Fairtrade-Stadt und betonte den Wunsch, diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam mit der Bürgerschaft aktiv weitergehen zu wollen. „Damit übernehmen wir soziale Verantwortung, setzen uns für faire Produktionsbedingungen, gerechte Entlohnung sowie gegen Kinderarbeit ein. Ich finde es großartig, dass sich in Maintal auch Kinder und Jugendliche mit dem fairen Handel beschäftigen, wie beispielsweis die Faire Kita Ahornweg und die Erich Kästner-Schule, die auf dem Weg ist, Fairtrade-School zu werden“, betont Böttcher.
Das gemeinsam erarbeitete Gottesdienstkonzept setzte auf interaktive Stationen im Kirchenraum: An verschiedenen Thementischen lernten die Besucher*innen die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Produzentinnen aus unterschiedlichen Ländern kennen. Anschauliche Beispiele aus dem Anbau von Kaffee, Tee, Gewürzen und der Herstellung von Stoff verdeutlichten, wie gerechter Handel Existenzgrundlagen nachhaltig sichert.
Auch die evangelische Kirchengemeinde Dörnigheimer brachte sich aktiv ein: Ute Haldan war mit dem Eine-Welt-Laden vertreten und bot fair gehandelte Produkte zum Verkauf an. Das Angebot stieß auf Resonanz und wurde gerne genutzt.
Der Wortgottesdienst klang bei persönlichen Gesprächen und einem regen Austausch über die vorgestellten Initiativen im Café Kanne im Haus der Begegnung aus.
Auch am folgenden Tag klang das Thema noch nach: Im Kindergottesdienst spürten die jüngsten Gemeindemitglieder der Frage nach, wo Schokolade eigentlich herkommt und wie der Kakaoanbau fair gestaltet werden kann.
Neue Mitgestalter*innen und Ideen für den fairen Handel vor Ort sind herzlich willkommen. Nähere Informationen und Kontakt per E-Mail an fairtrade@maintal.de oder unter Telefon 06181 400-709.
Diese Meldung im Browser anzeigen
Quelle: Stadt Maintal

