Donnerstag, Februar 12, 2026
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Gelnhausen: Hochwasserschutz hat hohe Priorität

Sachstandsbericht für Stadtverordnete in Arbeit – Bürgermeister weist Vorwurf der Untätigkeit zurück

In einer Pressemitteilung hat die SPD Gelnhausen dem Magistrat im Bereich Hochwasserschutz Untätigkeit vorgeworfen: Ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 1. Oktober 2025 werde bislang nicht umgesetzt. Die Stadtverordneten hatten beschlossen, das Hochwasserschutzkonzept aus dem Jahr 2006 erneut vorzulegen und um einen aktuellen Sachstandsbericht zu ergänzen. Bürgermeister Christian Litzinger widerspricht der Kritik: „Die Aufarbeitung der Unterlagen läuft bereits. Das Hochwasserschutzkonzept kommt.“ Die Präsentation soll in einer der kommenden Sitzungen des Bau- und Umweltausschusses erfolgen.

Wie der Bürgermeister mitteilt, wird das mittlerweile rund 20 Jahre alte Hochwasserschutzkonzept derzeit aufgearbeitet, um einen aktuellen und detaillierten Sachstandsbericht vorlegen zu können. „Wir kommen damit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vollumfänglich nach“, unterstreicht Litzinger.

Den Vorwurf der Untätigkeit will der Bürgermeister nicht unwidersprochen stehen lassen. „Die Stadtverwaltung arbeitet intensiv an der Präsentation und wird die geforderten Informationen schnellstmöglich liefern.“ Mit Blick auf die gewünschte Vorstellung der Informationen im vierten Quartal 2025 weist Litzinger darauf hin, dass nach den kommunalrechtlichen Vorgaben die organisatorische Terminplanung in der Verantwortung der Verwaltung liegt: „Entsprechend der geltenden und allen Stadtverordneten bekannten Zuständigkeiten.“ Eben jenes habe jüngst auch erst SPD-Fraktionsvorsitzender Rudi Michl selbst in einer Sitzung des Kulturausschusses öffentlich erklärt.

„Der Hochwasserschutz hat für Gelnhausen hohe Priorität“, unterstreicht der Bürgermeister. Als jüngstes Beispiel für getroffene Schutzmaßnahmen nennt er die Errichtung der neuen Flutmulde im Zuge des viergleisigen Bahnausbaus zwischen Hanau und Fulda – eine der größten Hochwasserschutzmaßnahmen in Gelnhausen der letzten Jahre, wie Litzinger betont. Die Flutmulde sorgt für zusätzliche Abflussflächen und entlastet die Kinzigaue bei Hochwasserlagen. „Als Stadt am Fluss tragen wir eine besondere Verantwortung. Unser Ziel ist es, die Risiken für die Bevölkerung bestmöglich zu minimieren. Daran arbeiten Verwaltung und politische Gremien gemeinsam“, so der Bürgermeister.

Kritik an der Umsetzung von Maßnahmen hatten nach der SPD auch die Bürger für Gelnhausen (BG) geäußert. Aus der Stadtverwaltung heißt es dazu, dass vorhandene Versickerungsmulden aktuell sukzessive instandgesetzt würden. Anschließend beginne die Neuerrichtung von weiteren Mulden. Die Prüfung der städtischen Hallen und Gebäude auf zusätzliche Versickerungsmöglichkeiten sowie die Errichtung von Zisternen laufe parallel dazu. All das dauere jedoch seine Zeit und könne nicht kurzfristig abgeschlossen werden, bittet die Verwaltung um Verständnis.

Im Zusammenhang mit der derzeit andauernden Haushaltsdebatte wird der Bürgermeister zum Abschluss deutlich: „Die Stadtverwaltung will im Bereich Hochwasserschutz schnellstmöglich weitere Optimierungen vornehmen. Dafür braucht es aber Geld, wofür wiederum ein genehmigter Haushalt vorliegen muss. Bislang weigern sich jedoch alle Fraktionen außer der CDU – auch die BG –, den erarbeiteten Haushalt mitzutragen. Je länger die Haushaltsverabschiedung dauert, desto später können wir erst neue Projekte anfangen und realisieren. Das muss allen bewusst sein.“

Quelle: Redaktion MKK Echo

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