Tüte raus, Häufchen rein: Für die meisten Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer ist das selbstverständlich. Und genau so soll es sein. Trotzdem sind Hundehaufen noch viel zu oft eine unappetitliche und gesundheitsgefährdende Hinterlassenschaft auf Gehwegen, Wiesen und Spielplätzen. Der Zorn richtet sich gerne gegen die Vierbeiner. Aber das Problem ist nicht der Hund, sondern die Person am anderen Ende der Leine.
Nicht nur bei Eltern ist der Unmut groß. Ein Kind mit Kacke an der Jacke und Kot am Schuh: Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch unhygienisch. Der Unmut richtet sich gegen Hunde, Herrchen, Frauchen und gerne auch gegen die Stadt Nidderau. Mangelnde Kontrolle einer schlechten Stadtverwaltung? Wenn der erste Ärger verraucht ist und die Schuhe wieder sauber sind, sollte jedem klar sein: Eine lückenlose Überwachung und durchgängige Kontrolle des Stadtgebiets durch die Stadtpolizei ist nicht möglich. Und das tägliche Wegräumen von Hundekot im gesamten Stadtgebiet ist durch den Bauhof nicht zu leisten. Zudem Stadtpolizei und Bauhof noch viele weitere Aufgaben zu erledigen haben.
Dabei macht es die Stadt Nidderau Herrchen und Frauchen leicht: 80 Hundekotbeutel-Stationen stehen bereit. Der Bauhof bestückt sie mit etwa 500.000 Beuteln im Jahr. Für die Entsorgung stehen 310 öffentliche Mülleimer parat. Und gut verschlossen darf der Beutel selbstverständlich auch in der Restmülltonne entsorgt werden.
Ein Blick in die Abfallsatzung lässt keinen Spielraum für Interpretationen: Hundekot ist Abfall und muss ordnungsgemäß entsorgt werden. Öffentliche Mülleimer oder die Restmülltonne sind erlaubt, das Ablegen von Plastiktüten in der Natur ausdrücklich nicht. Wer sich darüber hinwegsetzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen. Besser wäre: ein kurzer Griff zur Tüte – für saubere Wege, eine gesunde Natur und ein gutes Miteinander in Nidderau.
Magistrat der Stadt Nidderau
Quelle: Redaktion MKK Echo

