Niederdorfelden.
So hatten sich die Verantwortlichen des Fördervereins Ölmühle Niederdorfelden e.V. die Feier ihres 25-jährigen Jubiläums vorgestellt: Eine laue Maiennacht zum Aperol-Abend und Sonne satt zum Mühlentag, als wolle das Wetter ebenfalls gratulieren. Doch eins nach dem anderen.
Bereits am Anfang der Planung wollte der Verein keine konventionelle Akademische Feier mit Schlips und Kragen, sondern ein buntes fröhliches Fest rund um die Ölmühle. Das bedeutete natürlich ein erhebliches Risko, weil dabei das Wetter mitspielen musste. Und das tat es.
Nach einer längeren Schlechtwetterperiode strömten die Menschen Samstagabends zur Ölmühle, um sich von einer wunderschön illuminierten Atmosphäre bei kühlen Getränken und kleinen Snacks verzaubern zu lassen. Bis Mitternacht saß man zusammen und schlürfte einen Aperol-Spritz, einen Äppler oder anderes und quatschte über Gott und die Welt. Dabei tat man gleich noch Gutes: Der Reinerlös des Abends fließt in ein Hilfsprojekt in Tansania.
So richtig heiß im doppelten Sinne wurde es dann am Jubiläumstag selbst: Hunderte von Würsten, hunderte von Brötchen, unzählige hausgemachte Salate, mindestens ein halbes Hundert Kuchen und Torten mit dem dazugehörigen Kaffee und hunderte Liter Äppler „gespritzt“ warteten auf hunderte Besucher – und diese kamen. Sie stillten nicht nur Hunger und Durst, sondern erfreuten sich auch an mehreren Ständchen des Gesangvereins Volkschor Niederdorfelden, darunter „Es klappert die Mühle“, an den Signalen der Jagdhornbläser sowie an den immer wieder schwungvollen Klängen der Band „Dorfellas“ im Schatten der großen Eiche. Zudem wurden „Mühlionen“ bei einer lustigen Fragerei ausgespielt und ein Mühlen-Memory für Jung und Alt angeboten. Eine besondere Attraktion war wie immer das vor Ort gebackene Holzofenbrot, diesmal mit der Prägung der Jubiläumszahl 25.
Freudig begrüßt wurden Ehrengäste, die nicht mit leeren Händen kamen: An der Spitze Kulturstaatssekretär Christoph Degen, Kreisbeigeordnete Conny Rück als Vertreterin des Landrats, Bürgermeister Klaus Büttner, Gemeindevertretervorsitzende Kristina Schneider und der frühere Bundestagsabgeordnete Lennard Oehl.
Als am späten Nachmittag Tische und Bänke weggeräumt wurden, waren fast alle Speisen und Getränke über die Tresen gegangen, die Helferinnen und Helfer schwankten zwischen Freude, dass sie so viele Gäste betreuen konnten, und Erschöpfung und der Kassierer konnte sich über eine gut gefüllte Kasse freuen.
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Vereins http://www.oelmuehle-niederdorfelden.de, die speziell zum Jubiläum aufgelegte Festschrift kann beim Verein angefordert werden.
Quelle: Förderverein Ölmühle / Jürgen W. Niehoff

