Nicht nur im Silicon Valley gibt es die Firmen-Erfolgsgeschichten, die in einer Garage ihren Anfang genommen haben. Auch in Bruchköbel finden sich solche Geschichten: hier wagten der Elektromeister Ernst Pemsel und seine Frau Karin 1969 den Schritt in die Selbstständigkeit und nutzen am Anfang ihre verlängerte Doppelgarage in der Taunusstraße in Niederissigheim.
Heute blickt die Firma EPS Ernst Pemsel Steuerungsbau GmbH auf eine 56-jährige Geschichte zurück und wird schon in zweiter Generation betrieben. Und das mit so großem Erfolg, dass die Familie Pemsel in der Fliederstraße, wo sie seit 1982 ihren Hauptsitz hat, die Räumlichkeiten stetig erweitert hat. Kürzlich besuchte Bürgermeisterin Sylvia Braun das Traditionsunternehmen und ließ sich von Geschäftsführer Kai Pemsel über das weitläufige Gelände führen. Auch Firmengründer Ernst Pemsel ließ es sich nicht nehmen, die Bürgermeisterin zu begrüßen und ihr einige Geräte vorzuführen.
70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei dem Spezialisten für Elektroanlagen beschäftigt. Besonders großen Wert wird auf die Ausbildung junger Nachwuchskräfte gelegt. Auch viele Praktikanten erhalten jedes Jahr die Chance, in den zukunftsträchtigen Beruf des Elektronikers für Gebäudetechnik reinzuschnuppern. Die EPS fertigt Schaltkomponenten unter anderem für die erneuerbare Energiegewinnung oder für Maschinen zur Entwicklung von Elektromotoren. „Elektromobilität ist der Trend, die Branche hat viel Zukunft“, ist sich Wirtschafts-Ingenieur Kai Pemsel sicher. Für alle Kunden, zu denen beispielweise Branchengrößen wie Heraeus zählen, bietet EPS maßgeschneiderte Lösungen an. Ihre individuellen Schaltschränke werden aus Bruchköbel weltweit ausgeliefert, nach China, in die USA, Indien oder Italien. Auch Antriebskomponenten für die Elektroindustrie werden in der Fliederstraße gefertigt. Aber auch für Lichtgeräte, mit denen Jogurt-Becher sterilisiert werden, stellt EPS die Elektronik her.
Zum Unternehmen gehört auch die EPA GmbH, die sich mit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von elektrischen Antriebskomponenten beschäftigt. EPA-Geschäftsführer ist Thorsten Pemsel, der Elektro-Ingenieur komplettiert das Familienunternehmen.
Bürgermeisterin Braun zeigte sich beeindruckt von den Spezialisierungen des Niederissigheimer Unternehmens und dem Engagement der Geschäftsführung. Beispielsweise haben sie vor Jahren einen futuristisch anmutenden Messraum, eine so genannte Absorber-Kabine, günstig gekauft, abgebaut und die unzähligen Einzelteile eigenhändig in der Fliederstraße wieder aufgebaut. Abschließend bedankte sich Sylvia Braun für die Einblicke in dieses spannende Unternehmen und erhielt von Kai Pemsel zum Abschied noch ein Firmenmaskottchen.
Quelle: Redaktion MKK Echo