Standard-Wahlsprüche statt Verbesserungsvorschläge, das Ausblenden von Fakten und eine erstaunliche Unkenntnis über die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes attestiert die SPD Nidderau der CDU. Anlass ist die Pressemitteilung der Union zur IHK-Standortumfrage 2025. Die Studie hatte der Stadt eine deutlich verbesserte Gesamtnote attestiert, basiert aber nur auf den Angaben von 20 von 218 angeschriebenen Unternehmen. Es handele sich um eine „Selbstlob-Kampagne“, Bürgermeister Bär verkaufe gemeinsam mit SPD und Grünen „Mini-Verbesserungen oder Stagnationen als großen Wurf und ignoriere die anhaltenden Schwächen“: So lauten der Vorwürfe der CDU.
„Die Wahrnehmung des Wirtschaftsstandortes Nidderau hat sich insgesamt verbessert“, bilanziert die IHK. „Wenn die Wirtschaftsexperten der CDU der Meinung sind, dass sie es besser wissen als die IHK, hätten sie vorher zumindest die Zahlen studieren können“, erklärt der Partei- und Fraktionsvorsitzende Vinzenz Bailey mit Verweis auf zwei eindeutige Parameter: Die Einnahmen an Gewerbesteuer sind von 5,1 (2022) auf 15,4 Millionen Euro (2024) gestiegen; die Zahl der Arbeitsplätze in Nidderau hat sich von 2.960 (2015) auf 3.445 (2024) erhöht.
Beschleunigte Genehmigungsverfahren, leistungsfähige Infrastruktur, spürbare Entlastung bei Abgaben und bezahlbare Gewerbeflächen: „Der Kanon der schönen Wünsche, den die CDU hier aufzählt, hat definitiv nichts mit der Realität vor Ort zu tun“, entgegnet Kreistagskandidat Maximilian Kreuscher. Baugenehmigungen sind Sache des Main-Kinzig-Kreises. Die Infrastruktur von der Anbindung an das überörtliche Verkehrsnetz über schnelles Internet bis hin zur guten ÖPNV-Struktur wird von Gewerbetreibenden immer wieder als großes Plus der Stadt bezeichnet. Der Hebesatz der Gewerbesteuer ist seit 2019 mit 390 Prozentpunkten unverändert und liegt auf ähnlichem Niveau wie in den umliegenden Kommunen.
Bezahlbare Gewerbeflächen würde auch die SPD gerne anbieten. Doch auch die CDU wisse, dass alle städtischen Grundstücke veräußert sind. Erst der neue Regionale Flächennutzungsplan beschert neue Möglichkeiten. Und hier haben SPD und Grüne bewusst auf die am besten gelegenen und am leichtesten zu entwickelnden Flächen gesetzt. Die CDU hat dagegen mit Vehemenz versucht, ihren „Sprung über die B521“, ein Mischgebiet in Eichen durchzusetzen, obwohl dies gerade mit Blick auf die Kosten der Entwicklung schwierig zu realisieren sei. „Damit hat die CDU eindrucksvoll bewiesen, dass es ihr mehr um ihr Klientel in Eichen als um den Gesamtstandort Nidderau geht“, erinnert die SPD. Nach der vergeblichen Eigennutz-Kampagne startet die CDU mit dem Vorwurf der „Selbstlob-Kampagne“ nun eine Schmutzkampagne gegen Bürgermeister Bär.
Quelle: SPD Nidderau

