Landrat Thorsten Stolz besucht „AfterWork“ in Biebergemünd
Gut besucht war die Veranstaltung „AfterWork“ auf dem Rathausplatz in Biebergemünd. Viele Gäste informierten sich am gemeinsamen Stand der Fairtrade-Gemeinde Biebergemünd und des Fairtrade-Landkreises Main-Kinzig über gerechten Welthandel. Dabei ging es auch um die Frage, welchen Unterschied bewusste Kaufentscheidungen machen können. Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Matthias Schmitt kamen mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch und warben für fairen Handel und bewussten Konsum.
Unter dem Motto „Fairtrade – Fairkosten“ konnten Besucherinnen und Besucher fair gehandelte Aufstriche und Weine probieren sowie Produkte des Weltladens entdecken. Von Kaffee über Taschen und Tücher bis hin zu Socken reichte das Angebot.
„Fairtrade macht deutlich, dass unser Konsum unmittelbare Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in anderen Teilen der Welt hat. Wer sich bewusst für fair gehandelte Produkte entscheidet, setzt ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit und unterstützt Familien dabei, von ihrer Arbeit leben zu können. Solche Veranstaltungen bringen dieses wichtige Thema mitten unter die Leute“, sagte Landrat Thorsten Stolz.
Auch Bürgermeister Matthias Schmitt zeigte sich zufrieden mit der Resonanz auf die Veranstaltung: „‚AfterWork‘ ist längst mehr als ein Markt. Er ist ein Ort der Begegnung, an dem Menschen das Miteinander in unserer Gemeinde erleben. Dass wir diese entspannte Atmosphäre zugleich nutzen können, um auf globale Zusammenhänge aufmerksam zu machen, ist ein großer Gewinn.“
Ein Schwerpunkt des Fairtrade-Standes war diesmal die Herstellung von Sportbällen. Passend zur Fußball-Weltmeisterschaft informierten die Aktiven darüber, unter welchen Bedingungen viele Bälle noch immer produziert werden. Niedrige Löhne, unsichere Arbeitsverhältnisse und teilweise Kinderarbeit gehören in Teilen der Branche nach wie vor zur Realität. Fairtrade setzt sich gemeinsam mit Produzenten und Handelspartnern dafür ein, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Weitere Ziele sind die Stärkung der Kinderrechte und die Förderung existenzsichernder Einkommen. Wie Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrem Einkauf zu besseren Arbeitsbedingungen beitragen können, erläuterten die Frauen um Hilde Delhey und Annette Riesbeck direkt am Stand.
Der Main-Kinzig-Kreis ist seit 2021 als Fairtrade-Landkreis zertifiziert, die Gemeinde Biebergemünd trägt den Titel Fairtrade-Gemeinde seit 2024. Beide wollen den fairen Handel vor Ort stärker ins Bewusstsein rücken und unter dem Leitgedanken „Global denken, lokal handeln“ für globale Verantwortung sensibilisieren. „AfterWork“ auf dem Rathausplatz bietet dafür eine gute Gelegenheit.
Quelle: Main-Kinzig-Kreis

