Freitag, September 18, 2026
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Erstmals in dieser Saison vor Blauen Block

Staffelfavorit HSG Krefeld Niederrhein zu Gast in der Main-Kinzig-Halle

Das erste Heimspiel der Saison steht an – und es hat es gleich in sich: Am Sonntag empfangen die Grimmstädter den Tabellenführer der 3. Liga Süd-West, die HSG Krefeld Niederrhein, um 17:00 Uhr in der Main-Kinzig-Halle. Die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim geht nach zwei Niederlagen und null Punkten aus den ersten zwei Begegnungen in diese Partie, während die Gäste vom Niederrhein mit drei überzeugenden Siegen und als einziges ungeschlagenes Team der Staffel nach Hanau reisen. Die Mannschaft von Trainer Axel Spandau bereitet sich intensiv vor, um ihre bestmögliche Leistung gegen den Zweitliga-Absteiger abrufen zu können.

Lange musste der Blaue Block nach der 1. DHB-Pokalrunde auf den ersten Heimauftritt ihrer HSG in dieser Saison warten. Am Sonntag, 20.09.2026 um 17 Uhr ist es nun soweit und die Blau-Weißen bestreiten ihr erstes Heimspiel. Dass der Start bisher nicht geglückt ist, wollen Kleemann, Schiefer und Co. gemeinsam mit dem Blauen Block in ihrem Wohnzimmer Main-Kinzig-Halle ändern. Das dieses Unterfangen gegen den nächsten Gegner schwierig ist, ist allen bewusst, umso mehr setzt die Mannschaft auf die Unterstützung ihres siebten Manns dem Blauen Block.

Zweitliga-Absteiger mit enormer Qualität

Trainer Axel Spandau hat die Qualitäten des Gegners bereits klar umrissen und lässt dabei keinen Zweifel an der Einschätzung aufkommen: „Das sind absolute Hochgeschwindigkeitshandballer mit drei deutlichen Siegen. Zum Auftakt haben sie ihre Ambitionen natürlich unterstrichen”, sagt der HSG-Coach, der in Krefeld einen Zweitliga-Absteiger mit entsprechendem Anspruch sieht — und ergänzt: „Das ist eine richtige Aufgabe, ein richtiges Brett, was wir da zu bohren haben.” Gleichzeitig macht Spandau deutlich, wo er den Maßstab für die eigene Leistung ansetzt: an der zweiten Halbzeit des Auswärtsspiels in Münster.

Genau dort, in Münster, liegt der Anknüpfungspunkt: Eine Aufholjagd in der zweiten Hälfte, die Hanau zwischenzeitlich die 20:19 Führung brachte, belegte das vorhandene Potenzial. Die vergebenen Chancen, Zeitstrafen und technischen Fehler im Spielaufbau im Anschluss an die Führung markierten zugleich die Aufgaben, die im Training diese Woche bearbeitet wurden. Spandau hatte bereits nach der Auftaktniederlage in Ratingen eine Reaktion gefordert: Die Mannschaft lieferte sie über weite Strecken, verspielte das Ergebnis aber selbst. Nun soll im Heimspiel eine weitere Steigerung her.

Die HSG Krefeld Niederrhein reist als Zweitliga-Absteiger mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein an die Main: Trainer Mark Schmetz lässt sein Team in einem kompakten 6:0-Deckungssystem agieren, das den Rückraumspielern der Gegner wenig Platz lässt und auf schnelle Gegenstöße nach Ballgewinn ausgerichtet ist. Gefährlichster Mann ist Sommerneuzugang Maciej Dawid Papina auf Rückraum Mitte — 21 Tore in drei Spielen, davon zwölf per Siebenmeter, machen ihn zum Topscorer der Krefelder. Der Kader der Eagles, wie die HSG Krefeld Niederrhein sich selbstnennt, ist weitestgehend gleichgeblieben. Neben Cedric Marquardt der nun für die Grimmstädter aufläuft, haben auch Christopher Klasmann, Mike Schulz, Pau Guitart, Falk Kolodziej und Robert Krass die Krefelder verlassen.

Doch die Hauptprotagonisten im Rückraum mit Jörn Persson, Lucas Schneider und Julius Rose sind geblieben. Gemeinsam mit dem Kreisläufer Duo Ingenpaß/Jagieniak und Torwart Finn Rüspeler bilden sie den Kern der Gäste. Die Gelb-Schwarzen haben mit ihrem Kader daher das Ziel direkter Wiederaufstieg ausgerufen. Die Rollen beim Spiel in Hanau sind also klar verteilt. Krefeld will mit einem Auswärtssieg ihren ersten Tabellenplatz weiter behaupten.

Chancenverwertung verbessern

Die Hausaufgaben für die Grimmstädter in dieser Woche sind klar benannt, damit sie am Sonntag dem Favoriten ein Beinstellen können. A und O ist eine bessere Chancenverwertung als in den ersten beiden Spielen. Denn das Potenzial im Angriff da ist, haben die Gastgeber immer wieder in Ratingen und Münster aufblitzen lassen. Gegen die Krefelder-Deckung gilt es mit Tiefe entsprechende Räume zu kreieren, um selber den Durchbruch zu suchen oder mit einer hohen Passgeschwindigkeit und -genauigkeit die Mitspieler in Szene zu setzen. Gerade bei der Aufholjagd in Münster brachten die Blau-Weißen ihren bekannten Spielfluss auf die Platte und konnten das Spiel drehen. Für die Abwehr ist das Hauptaugenmerk erst einmal der Rückzug, um Krefeld in das gebundene Spiel zu zwingen. Dort geht es dann darum die Wirkungskreise der Rückraumakteuer einzudämmen, damit sie ihre gewohnte Power nicht zur Entfaltung bringen können.

„Nächste Woche wollen wir die Chancenverwertung verbessern und guten Mutes gegen die Topmannschaft Krefeld unser erstes Heimspiel bestreiten”, sagte Trainer Spandau nach dem Abpfiff in Kelkheim — und formulierte damit gleichzeitig: „Mit der Unterstützung der Zuschauer und des Blauen Blocks wollen wir dem Tabellenführer einen richtigen Fight bieten.“ Spandau lädt den Blauen Block, der in Münster lautstark dabei war, ein, nun erstmals ihre Farben in dieser Saison in der Main-Kinzig-Halle lautstark zu unterstützen.

Personell bleibt die Lage für Sonntag offen, einzige Klarheit besteht: Julian Fulda wird nicht mit von der Partie sein. Ob Jan-Philipp Winkler, Cedric Marquart und Benedikt Müller in den Kader zurückkehren entscheidet sich kurzfristig.

Tickets gibt es online sowie an der Vorverkaufsstelle im Service- und Ticketcenter der Hanau Marketing GmbH im Stadthof Hanau und an der Abendkasse.

Quelle: HSG Hanau

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