Montag, Februar 2, 2026
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Erhalt und bauliche Weiterentwicklung der Heinrich-Böll-Schule als Integrierte Gesamtschule. SPD: Vielfalt der Schullandschaft ist Aushängeschild des Main-Kinzig-Kreises

Die SPD-Kreistagsfraktion des Main-Kinzig-Kreises und die SPD Bruchköbel sprechen sich unmissverständlich für den Erhalt der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel als Integrierte Gesamtschule (IGS) aus. Damit erteilen sie der jüngst von der CDU Main-Kinzig erhobenen Forderung nach einer Umwandlung der Schule in eine dreigliedrige kooperative Gesamtschule eine klare Absage.

„Die Heinrich-Böll-Schule leistet seit Jahrzehnten als Integrierte Gesamtschule eine herausragende inhaltliche und pädagogische Arbeit und ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer vielfältigen Bildungslandschaft im westlichen Teil des Main-Kinzig-Kreises. Eine Veränderung der Schulform, wie sie jetzt von der CDU unabgestimmt gefordert wird, kommt für uns nicht infrage“, erklären Uta Böckel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion des Main-Kinzig-Kreises, und Gina Mahlke, stellvertretende Vorsitzende der SPD Bruchköbel.

Statt einer Schulformänderung brauche es für die Heinrich-Böll-Schule eine umfassende bauliche Sanierung sowie eine Stärkung und Weiterentwicklung des Schulstandorts. „Hier müssen über den Kreishaushalt in den kommenden Jahren die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden“, so Gina Mahlke und Uta Böckel weiter.

Julia Czech, Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD Main-Kinzig, betont: „Mit der SPD Main-Kinzig wird es keine Umwandlung einer Integrierten Gesamtschule in eine dreigliedrige kooperative Gesamtschule geben. Jede Schule und jede Schulform im Main-Kinzig-Kreis hat ihre Berechtigung, wird gebraucht, leistet Großartiges für junge Menschen und muss von uns gestärkt statt infrage gestellt werden.“

Im Main-Kinzig-Kreis bestehen derzeit sechs Integrierte Gesamtschulen mit regem Zulauf und steigenden Schülerzahlen. Dies zeige deutlich, dass diese Schulform Zukunft habe und hervorragende Arbeit leiste. Herausragende Gütesiegel, Meilensteine in der Hochbegabtenförderung sowie Nominierungen für den Deutschen Schulpreis seien durch das Engagement der Lehrkräfte gemeinsam mit den Schulgemeinden der heimischen IGSen erreicht worden.

„Die Integrierte Gesamtschule vereint als einzige Schulform die Bildungsgänge von Gymnasium, Realschule und Hauptschule nach dem Prinzip des längeren gemeinsamen Lernens“, erläutert Julia Czech weiter. Durch das Kurssystem könnten unterschiedliche Leistungsniveaus flexibel abgebildet werden. Schülerinnen und Schüler hätten so die Möglichkeit, je nach Fach auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus zu lernen. „Diese individuelle Förderung ist in einem dreigliedrigen Schulsystem nicht möglich. Die Möglichkeit, unterschiedliche Kursniveaus bis zum Schulabschluss zu besuchen, gibt es ausschließlich an einer Integrierten Gesamtschule.“

Gina Mahlke und Uta Böckel ergänzen: „Die Stärkung und Weiterentwicklung bestehender Schulstandorte und Schulformen haben Vorrang vor unausgegorenen Umwandlungsplänen und Neubaufantasien, die weder mit dem Schulträger noch mit dem Staatlichen Schulamt abgestimmt sind. Das wertet bestehende Schulstandorte auf, schont finanzielle und personelle Ressourcen und erhält die gewachsene, vielfältige Bildungslandschaft, für die der Main-Kinzig-Kreis bekannt ist.“

Beide unterstreichen ausdrücklich, dass sich die SPD klar und unmissverständlich für den Erhalt aller sechs IGS-Standorte im Main-Kinzig-Kreis einsetzen werde. Dazu gehörten auch umfangreiche Investitionen in den Schulstandort Bruchköbel mit der Heinrich-Böll-Schule. „Genau dafür werden wir uns einsetzen. Hier muss ordentlich Geld in die Hand genommen werden“, so Böckel und Mahlke.

Abschließend verweist Julia Czech auf die positive Entwicklung der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau: „Die Erweiterung um eine gymnasiale Oberstufe hat dort – forciert und unterstützt durch die politischen Gremien des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Nidderau – einen attraktiven gymnasialen Bildungsweg innerhalb einer Integrierten Gesamtschule geschaffen. Seit dieser Entscheidung steigen die Schülerzahlen rasant.“

Auch die Heinrich-Böll-Schule Bruchköbel sei stark nachgefragt. „Der Anschluss an die gymnasiale Oberstufe ist durch das benachbarte Lichtenberg-Oberstufengymnasium gesichert. Aktuell reichen jedoch die räumlichen Kapazitäten nicht mehr aus, zudem besteht Modernisierungsbedarf bei der Ausstattung. Deshalb haben wir diesen Schulstandort fest im Blick und begleiten seine Weiterentwicklung aktiv“, so Czech abschließend.

Quelle: SPD-Main-Kinzig / Jürgen W. Niehoff

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