Sinntal/Sinngrund/Aschaffenburg. Nach 59 Jahren trafen sich die Eisenbahner-Lehrlinge vom Jahrgang 1967 im Bahnbetriebswerk Würzburg (7 Maschinenschlosser und 10 Starkstromelektriker) im „Bayrischen Nizza – Aschaffenburg“. Einige von ihnen pendelten täglich aus dem Landkreis Main-Spessart (Rieneck, Burgsinn, Obersinn, Karlstadt, Karlburg und Himmelstadt) und aus Sinntal-Jossa sowie aus dem Schweinfurter Umland nach Würzburg. Nach dem Mittagessen in der Traditionsgastwirtschaft „Schlappeseppel“ hatte ihr ehemaliger Jugendvertreter, Anton „Toni“ Hofmann einen Besichtigungstermin und Führung durch die „Villa Pompejanum“ organisiert. Nur wenige Besucher kannten die ganz besondere Sehenswürdigkeit in Aschaffenburg.
In Aschaffenburg weht ein Hauch von Pompeji. Die Villa Pompejanum, das stattliche Gebäude steht im Schlossgarten und wurde im Auftrag von König Ludwig I. in den 1840ern errichtet. Es stellt eine originalgetreue Nachbildung einer römischen Villa dar, genau genommen einem Wohnhaus aus Pompeji. Die ehemaligen Lehrlinge waren von der Innenausstattung sehr begeistert!
Sowohl in der Gaststätte als auch beim anschließenden Kaffee und Kuchen in der Aschaffenburger Fußgängerzone nutzten sie die Gelegenheit sich über die letzten Berufsjahre und die persönlichen Veränderungen in Rente/Ruhestand zu unterhalten. Einige brachten es auf 50 Dienstjahre bei der Deutschen Bahn AG und waren zum Teil Tages-Pendler nach Nürnberg. Jetzt befinden sich alle ehemaligen Lehrlinge im wohlverdienten Ruhestand.
Nur drei von den 17 Lehrlingen wechselten den Arbeitgeber in die private oder öffentliche Wirtschaft oder machten sich Selbstständig. 14 Lehrlinge blieben ihrem Arbeitgeber von der Lehre bis zum Arbeitsende treue Arbeitnehmer. Leider sind in den letzten Jahren bereits zwei Kollegen viel zu früh verstorben.
„Der Kontakt untereinander ist nie abgerissen und deshalb erfolgt im kommenden Jahr die Fortsetzung vom Lehrlings-Treffen aus >Anlass: Ausbildungsbeginn vor 60 Jahren< in Würzburg“ kündigte der Organisator Anton Hofmann (ehemals Obersinn) bei der Verabschiedung an. „Voraussetzung ist eine stabile Gesundheit und weiterhin Freude an den Zusammenkünften!“ darin waren sich alle einig!
Quelle: Anton Hofmann

