Die umfassende Sanierung des Jugendtreffs „Blauhaus” in Windecken schreitet sichtbar voran. Nach der Neugestaltung der Außenfassade wird das Gebäude nun energetisch grundlegend erneuert – mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Unabhängigkeit von fossilen Energien.
Ein zentraler Bestandteil ist die Umstellung der Wärmeversorgung auf Geothermie. Die dafür notwendige Bohrung erfolgt in unmittelbarer Nähe des Gebäudes, um die Wege zur Wärmepumpe möglichst kurz und effizient zu halten.
Bereits im Sommer 2024 wurde das Dach des Blauhauses erneuert und als Gründach mit robusten Sedum-Pflanzen ausgeführt. Gleichzeitig ging eine moderne Photovoltaikanlage mit Speicher in Betrieb: Mit einer Leistung von 15 kWp produziert das Blauhaus seitdem klimaneutral Strom für den Eigenbedarf .
„Mit der Kombination aus Erdwärme, Photovoltaik, Speicher und Gründach entsteht hier ein ganzheitliches Energiekonzept. Das Blauhaus zeigt, wie kommunale Gebäude Schritt für Schritt energieautark werden können”, erklärt Alois Müller, frisch gewählter Stadtverordneter und Fraktionsgeschäftsführer der Grünen Nidderau.
Die Grünen Nidderau stellen die Modernisierung bewusst in einen größeren historischen Kontext. Der 40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe mahnt eindringlich, die Risiken zentralisierter und gefährlicher Energieformen nicht zu vergessen.
„Tschernobyl steht bis heute für die unbeherrschbaren Risiken der Atomkraft. Die Antwort darauf sind dezentrale, sichere und erneuerbare Energiesysteme. Genau das setzen wir hier in Nidderau konkret um”, so Müller weiter. „Das Blauhaus ist damit nicht nur ein Jugendtreff, sondern auch ein Symbol für eine verantwortungsvolle Energiepolitik.”
Mit der Kombination aus Dachbegrünung, Solarstrom und nachhaltiger Wärmeversorgung wird das Blauhaus künftig nicht nur ökologisch betrieben, sondern auch resilient gegenüber steigenden Energiepreisen.
Die Grünen Nidderau sehen in dem Projekt ein Vorbild für weitere kommunale Gebäude und einen wichtigen Schritt hin zu einer klimaneutralen Stadt.
Quelle: Bündnis 90/Die Grünen, OV Nidderau

