Der Rodenbacher Coelze-Club (RCC) veranstaltete die erste von drei Vorstellungen der 46. traditionellen Faschingssitzung in der ausverkauften Jonathan-von-Coelze-Halle (Rodenbachhalle) in Niederrodenbach.
Den Auftakt der Sitzung bildeten traditionell die „Wehtbachraben“, die zunächst über viele lokale Themen sangen und berichteten. Die 1000-Jahr-Feier in Niederrodenbach, der neue Ortssherrif, neue Wanderwege, die medizinische Versorgung sowie die traurige Situation um das Strandbad. Nirgendwo auf der Welt ist es aber so schön wie an Fassenacht in Niederrodenbach erklang zum Abschluss des ersten Gesangsauftritts,
Merlin Schmidt, der als „Doc Brown“ zurück aus der Zukunft ins Jahr 2026 zurückkehrte, berichtete davon, wie es in Rodenbach einmal aussehen wird. Als Moderator führte er gekonnt und souverän durch den Abend.
Verteidigungsminister Pistorius und ein Soldat (Daniel Noll und Felix Wolter) betraten anschließend die Bühne, um Nachwuchs für die Truppe zu rekrutieren.
Die Showtanzgruppe aus Lieblos verzauberte das Publikum zwischen den Auftritten der Sänger und Büttenredner mit einem „Wassertanz – alles, was lebt“ und einem „Puppentanz“.
Der zweite Auftritt der „Wehtbachraben“ war als Zeitreise durch die Steinzeit, die Eiszeit, das Mittelalter die Gegenwart und die Zukunft gestaltet. Dabei wurden Monster gesichtet, Ritter an der Barbarossaquelle sowie Eis- und Seifenverkäufer. Dass Rentner immer länger arbeiten und die deutsche Wirtschaft am Laufen halten, ist ein Thema der Gegenwart. Aus der Zukunft reiste die Enterprise Crew unter Führung von Jean Luc Picard, dargestellt durch den 1. Vorsitzenden Bernd Protzmann an und präsentierte den Clubtanz: „Bist Du einmal traurig, dann tanz den RCC“. „Verdammt lang her“ sind viele schöne Zeiten in Rodenbach. Am Ende wurde lauthals mitgesungen, was man niemals werden will.
Als Zeitgeist präsentierte Martin Scharlau Themen, bei denen sich Einiges radikal veränderte hat, z.B. in Amerika, beim Thema Bildung, beim Reisen und auch beim Bezahlen an der Kasse. Er gab zwar eine Bewertung ab, aber jeder kann am Ende selbst entscheiden, ob früher wirklich immer „alles besser war“.
Frank Schmitt, Michael Röder und Björn Röder traten als Batman, Spiderman und Hulk auf und versetzten das Publikum in die Welt der Science-Fiction. Sie strapazieren dabei mit ihren Witzen die Lachmuskeln des begeisterten Publikums.
Im dritten Gesangsauftritt standen dann die Besten ihrer Zeit auf der Bühne, die Mumie aus Tirol, der Jahrhundertmaler Vincent van Gogh, der Erfinder der Glühlampe James Edison, Nils Armstrong, der als Erster den Mond betrat und die größten Fußballer aller Zeiten: Franz Beckenbauer, Pele und Diego Maradona.
Die Jungs vom Männerballett des Rodenbacher Coelze-Clubs glänzten in diesem Jahr passend zum Motto mit dem „Time Warp“. Die akrobatischen Einlagen sorgten für ein weiteres Highlight und brachten den Saal zum Kochen.
Mit dem großen Finale schlossen die Sänger der Wehtbachraben die Sitzung ab. Das Publikum stand – wie auch in den vergangenen Jahren – längst auf den Bänken, sang und feierte bei den bekannten Melodien ausgelassen mit.
Wieder einmal einzigartig war die Kostümierung der Akteure. Carmen Protzmann und Birgit Ramb haben über viele Wochen in mühsamer Kleinarbeit tolle Kostüme gezaubert. Das ist ein absolutes Markenzeichen der Sitzungen des Rodenbacher Coelze-Clubs.
Zum ersten Mal wurde für das Bühnenbild eine LED-Leinwand eingesetzt, die zu den jeweiligen Aufritten das passende Bild- und Videomaterial lieferte. Im Anschluss an das kurzweilige Programm heizte DJ Patrick Schilling bei der After-Show-Party bis in die frühen Morgenstunden noch kräftig ein.
Noch an zwei Abende öffnet sich das Portal in der Jonathan-von-Coelze-Halle. Am Freitag, den 13.02. und am Samstag, den 14.02. zum großen Finale.
Text: Martin Scharlau & Bernd Protzmann Fotos: Anton Hofmann


Quelle: Anton Hofmann

