Samstag, Juli 20, 2024
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Bürgermeisterin Sylvia Braun besucht örtliche Unternehmer

Freaksound GmbH verleiht weltweit professionelle Beschallungstechnik

Wenn im kommenden Jahr die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland stattfindet, dann trägt auch eine Bruchköbeler Firma mit zum Gelingen der sportlichen Großevents in den Stadien bei: Die Freaksound GmbH mit Sitz im Gewerbegebiet Lohfeld stattet dann deutsche Fußballstadien mit professioneller Beschallungstechnik aus. Und die Europameisterschaft ist nur eine von vielen namhaften Veranstaltungen, die von Bruchköbel aus mit Boxen und Soundsystemen bestückt wird. Bei einem Besuch in den Büro- und Lagerräumen konnte Bürgermeisterin Sylvia Braun kürzlich weitere erstaunliche Details über den international tätigen Verleiher von professioneller Beschallungstechnik erfahren. Gegründet wurde die Firma vor 39 Jahren von Andreas Ordon und Stefan Niemeyer eigentlich aus der Not heraus, berichtet Ordon beim Gang durch die große Lagerhalle.

Damals spielten sie als Jugendliche in einer Musikband und hatten für ihre Auftritte keine adäquate Beschallungstechnik, in den 1980er-Jahren eine durchaus übliche Situation. „Wir fanden es aber wichtig, einen guten Sound zu haben.“ Darum bastelten Ordon und Niemeyer sich ihre eigenen Tonsysteme zusammen. Und das so gekonnt, dass andere Bands sich ihre Tontechnik ausleihen wollten – ihre Geschäftsidee war geboren. Neben dem Studium entwickelten sie ihr Geschäftsmodell immer weiter. Heute verleihen sie Beschallungstechnik in die ganze Welt für Events aller Art: Ob für das berühmte Rockfestival in Wacken oder Rock am Ring, Olympische Spiele, Fußballweltmeisterschaften wie zuletzt in Dubai, Messen und große Firmen- und Industrieveranstaltungen. Sie vermieten ihre Tontechnik im sogenannten Dry Hire-Verfahren, das bedeutet, dass der Kunde in der Regel nur die Geräte mietet und den Auf- und Abbau, die Bedienung sowie die Anlieferung selbst übernimmt.

Vor sechseinhalb Jahren verlegten sie ihren Firmensitz vom Hanauer Alten Drahtwerk nach Bruchköbel, bauten im Germanenring rund 7500 Quadratmeter Büro- und Lagerräume, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Gewerbegebiet Galgengarten fanden sie ideale Bedingungen vor, um zu expandieren. Angedockt an die zwei großen Lagerhallen erleichtert beispielsweise eine Laderampe das Be- und Entladen der Lastwagen mit den zumeist großen technischen Geräten. Mit der benachbarten Spedition Maintaler haben sie einen Logistikpartner direkt in der Nähe. „Wir sind froh, dass wir in Bruchköbel gebaut haben, das hat uns als Firma weitergebracht“, so Andreas Ordon. Und in diesem Jahr soll der Bau einer weiteren Lagerhalle auf dem Gelände beginnen. Auch auf Nachhaltigkeit beim Bau haben sie Wert gelegt, eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage waren von Beginn an Bestandteil der Planungen. Für die Mitarbeiter sei die Lage auch vorteilhaft. „Es liegt im Grünen und ist durch die Lebensmittelhändler und das Umfeld kein reines Industriegebiet“, findet Ordon.

Insgesamt arbeiten zurzeit neun Mitarbeiter bei Freaksound, die entweder Fachkraft für Veranstaltungstechnik oder Tontechniker sind. „Das ist unsere Stärke, dass wir den Kunden bei der Beratung immer eine Fachexpertise bieten können“, sagt Geschäftsführer Ordon. Schließlich gilt es bei der geballten Technik, die vermietet wird, den Überblick zu behalten. Alleine rund 1000 Lautsprecherboxen bietet das Bruchköbeler Unternehmen an, in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Meistens werden ihre Geräte angemietet, um bei Kunden bereits vorhandene Tonsysteme für Großevents zu erweitern und zu ergänzen. Darum legt Freaksound Wert auf hochwertige Marken und gute Kompatibilität ihrer Geräte. Zudem müssen sie technische Neuerungen ständig im Blick behalten und ihren Gerätepool immer auf dem aktuellen Stand halten.

Am Tag des Besuchs der Bürgermeisterin, die sich beeindruckt von den Firmenräumlichkeiten zeigte, erwarteten die zwei Geschäftsführer noch die Ankunft eines Sattelschleppers. Der holte eine erste Freaksound-Lieferung für das Champions-League-Finale im türkischen Istanbul. Trotz der internationalen Bühnen, die Niemeyer und Ordon bestücken, bleiben sie weiterhin auch der Region treu. So beliefern sie seit vielen Jahren schon das Open-Air-Kino in Bad Vilbel, den Hanauer Kultursommer oder Veranstaltungen des Hanauer Anzeigers. Bürgermeisterin Sylvia Braun freut sich, dass Firmen wie Freaksound von Bruchköbel als Standort überzeugt sind.

Quelle: Stadt Bruchköbel

 

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