Gemeinsam mit Vertretern der CDU Rodenbach hat der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig, der auch stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss ist, die Diakoniestation Rodenbach besucht. Im Mittelpunkt des intensiven Austauschs mit Geschäftsführer Dr. Stephan Wiegand, Pflegedienstleiterin Regina Hüttig und Sonja Driebold vom Landesverband Diakonie Hessen standen die Bedeutung der ambulanten Pflege vor Ort sowie die Anforderungen an eine zukunftsfeste Pflegereform.
Die Diakoniestation Rodenbach leistet seit mehr als 100 Jahren häusliche Krankenpflege. Ihr Versorgungsgebiet umfasst Rodenbach, Erlensee und Langenselbold. Mit 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt die Station rund 300 Menschen und führt jährlich etwa 800 Pflegeberatungsgespräche durch. Zum Leistungsspektrum zählen neben der Pflege unter anderem hauswirtschaftliche Unterstützung, Betreuungsangebote und Pflegeberatung.
Im Gespräch wurde deutlich, welche zentrale Rolle ambulante Pflegedienste für die Versorgung der Menschen in der Region spielen. Sie ermöglichen es pflegebedürftigen Menschen, möglichst lange in ihrem vertrauten Zuhause zu bleiben, entlasten Angehörige und tragen dazu bei, Krankenhausaufenthalte zu verkürzen oder zu vermeiden. Zugleich unterstützen sie Arztpraxen und Krankenhäuser in einer zunehmend angespannten Versorgungslage.
Besonders kritisch wurden die vorgesehenen Veränderungen bei der Pflegeberatung und die Finanzierung der ambulanten Pflege diskutiert. Die Diakoniestation wies darauf hin, dass tarifliche Kostensteigerungen verlässlich refinanziert werden müssen. Ebenso müssten ambulante Pflegedienste mit ihrer langjährigen fachlichen Erfahrung verbindlich in die Pflegebegleitung einbezogen werden. Darüber seien professionelle Unterstützungsangebote, Tagespflege und präventive Angebote so auszugestalten, dass pflegende Angehörige wirksam entlastet werden.
„Die ambulante Pflege ist ein unverzichtbarer Baustein unserer Gesundheits- und Pflegeversorgung. Sie sorgt dafür, dass Menschen auch bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können“, betonte Pascal Reddig. „Wer die Pflege reformieren will, muss die Erfahrungen der ambulanten Dienste ernst nehmen und für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen. Dazu gehören eine auskömmliche Finanzierung, weniger bürokratische Hürden und eine echte Entlastung für pflegende Angehörige.“
Reddig dankte den Verantwortlichen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diakoniestation für den offenen Austausch und ihren täglichen Einsatz. Die Hinweise aus dem Gespräch mit Stephan Wiegand, Regina Hüttig und Sonja Driebold will er mit in die politische Debatte nach Berlin nehmen. Dort beginnen im Herbst die parlamentarischen Beratungen zur Pflegereform. „Die Mitarbeitenden leisten für viele Menschen und Familien in unserer Region eine außerordentlich wichtige Arbeit. Dieses Engagement verdient Anerkennung und politische Unterstützung.“
Quelle: Team Reddig

