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FDP Nidderau und FREIE WÄHLER unterstützen Phil Studebaker

Breite Unterstützung für seine Kandidatur in einer entscheidenden Phase für Nidderau

Nidderau. Wenige Wochen vor der Bürgermeisterwahl am 15. November erhält Phil Studebaker Unterstützung aus weiteren Teilen der Nidderauer Kommunalpolitik. Sowohl die FDP Nidderau als auch die FREIE WÄHLER Nidderau unterstützen seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt.

Die Unterstützung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem in Nidderau weitreichende Entscheidungen über die künftige finanzielle Ausrichtung der Stadt anstehen.

Nach den Beratungen des Haupt und Finanzausschusses liegt ein umfangreiches Konsolidierungspaket auf dem Tisch. Trotz der vorgesehenen Einsparungen verbleibt nach Angaben der Stadt eine Finanzierungslücke von gut fünf Millionen Euro.

Nach aktuellem Stand müsste die Grundsteuer B deshalb zum 1. Januar 2027 auf 1.400 Prozentpunkte steigen. Weitere Einsparungen könnten diesen Wert noch reduzieren. Über das Maßnahmenpaket soll die Stadtverordnetenversammlung am 1. Oktober entscheiden.

Gleichzeitig sollen die Auswirkungen des Sparkurses in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens spürbar werden: Die musikalische Früherziehung in den Kindertagesstätten soll eingestellt werden, die Musikschule muss mit geringeren Zuschüssen auskommen. Kulturbeirat und Stadtbücherei sollen ab 2027 mit um 20 Prozent reduzierten Etats arbeiten. Auch die Seniorenweihnachtsfeier soll entfallen.

Die Richtlinien zur Vereinsförderung sollen ebenfalls überarbeitet werden. Nach der aktuell veröffentlichten Darstellung der Stadt sollen die Zuschüsse zur Jugendarbeit jedoch unangetastet bleiben.

Für Thorsten Hein, Vorsitzender und Pressesprecher der FREIE WÄHLER Nidderau, zeigen diese Entwicklungen, wie wichtig die kommenden Jahre für Nidderau werden.

„Wir haben uns als FREIE WÄHLER sehr darüber gefreut, dass Phil uns zu einem persönlichen Gespräch eingeladen hat, um sich und sein Programm vorzustellen. Für uns war es wichtig, nicht nur Schlagworte zu hören, sondern konkret darüber zu sprechen, wie er Nidderau in den kommenden Jahren entwickeln möchte und welche Vorstellungen er für die großen Herausforderungen unserer Stadt hat.

Wir erleben gerade Entscheidungen, die viele Menschen unmittelbar treffen. Kinder, Familien, Vereine, Kulturschaffende und Senioren merken, was es bedeutet, wenn einer Stadt finanziell immer weniger Spielraum bleibt. Gerade deshalb brauchen wir jetzt jemanden an der Spitze des Rathauses, der zuhört, Prioritäten setzt und bereit ist, auch unbequeme Fragen zu stellen.

In unserer Nachbargemeinde Karben erleben wir seit Jahren, wie man unter vergleichbaren Rahmenbedingungen vieles besser machen kann. Ich kenne Phil als jemanden, der nicht nur darüber spricht, was sich verändern müsste, sondern anpackt. Und er weiß bessere Maßnahmen einzuleiten als die bloße Anhebung von Abgaben. Er ist bei den Menschen und weiß, was Vereine, Familien und Ehrenamt für unsere Stadt bedeuten.

Deshalb unterstützen wir als FREIE WÄHLER ihn und sind überzeugt, dass er unser Nidderau in eine bessere Zukunft führen kann.“

Auch Dieter Tien, Vorsitzender der FDP Nidderau, sieht die finanzielle Entwicklung als eine der zentralen Aufgaben der kommenden Wahlperiode.

„Die aktuelle Haushaltslage zeigt, dass Nidderau klare finanzpolitische Prioritäten benötigt. Einnahmeerhöhungen allein können aus unserer Sicht keine dauerhafte Strategie ersetzen. Notwendig sind eine konsequente Überprüfung der Ausgaben, Investitionen und Verwaltungsstrukturen sowie nachvollziehbare Entscheidungen. Phil Studebaker steht für einen pragmatischen und wirtschaftlich orientierten Ansatz. Deshalb unterstützen wir seine Kandidatur.“

Auch innerhalb der CDU wird gefordert, den Blick nicht ausschließlich auf vergleichsweise kleinere Einsparpositionen zu richten.

Markus Neumann, Fraktionsvorsitzender der CDU Nidderau, erklärt:

„Wenn wir über kleinere Beträge sprechen, große Investitionen aber nicht anfassen, dann passt das für mich nicht zusammen. Wer von Bürgerinnen und Bürgern zusätzliche Belastungen verlangt, muss auch bereit sein, auf der Ausgabenseite konsequent alle Bereiche zu überprüfen.“

„Phil bringt aus meiner Sicht Eigenschaften mit, die in der aktuellen Situation besonders wichtig sind: wirtschaftliches Denken, kommunalpolitische Erfahrung und die Bereitschaft, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen. Er hört zu, spricht Probleme offen an und sucht nach Lösungen. Gerade angesichts der Herausforderungen, vor denen Nidderau jetzt steht, halte ich diesen Ansatz für wichtig.“

Studebaker selbst betont, dass er angesichts der finanziellen Situation eine Erhöhung der Grundsteuer nicht grundsätzlich aus der Diskussion ausblenden könne. Den aktuell genannten Hebesatz von 1.400 Punkten hält er jedoch für verfrüht, solange weitere Einsparpotenziale und größere Investitionen nicht umfassend überprüft wurden.

Phil Studebaker:

„Wenn wir bei Kindern, Jugendlichen, Senioren, Vereinen und Kultur jeden Euro umdrehen, müssen wir gleichzeitig bereit sein, auch große Ausgaben kritisch zu hinterfragen. Ich bin nicht bereit, zuerst bei den Menschen zu kürzen und anschließend die Grundsteuer auf 1.400 Punkte zu erhöhen, ohne vorher transparent aufgezeigt zu bekommen, welche Einsparungen in Verwaltung, Strukturen und bei geplanten Investitionen tatsächlich noch möglich sind.“

Studebaker sieht die aktuelle Situation dabei nicht als Argument gegen notwendige Konsolidierungsmaßnahmen.

„Wir müssen den Haushalt stabilisieren. Darüber gibt es für mich keine Diskussion. Aber die Reihenfolge ist entscheidend: Erst müssen wir selbst konsequent prüfen, priorisieren und sparen. Dann müssen wir offenlegen, welche Lücke tatsächlich noch übrig bleibt. Und erst auf dieser Grundlage kann verantwortungsvoll darüber entschieden werden, welche Belastung den Bürgerinnen und Bürgern zugemutet werden muss.“

Für Studebaker ist die Unterstützung durch FDP und FREIE WÄHLER deshalb auch ein Signal für eine Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg.

„Dieses Vertrauen bedeutet mir viel. Gerade die aktuelle Situation zeigt, dass wir uns in Nidderau nicht in Parteidenken verlieren dürfen. Eine gute Idee wird nicht besser oder schlechter, weil sie von CDU, FDP, FREIE WÄHLER, SPD oder Grünen kommt. Als Bürgermeister möchte ich die Menschen zusammenbringen, unterschiedliche Positionen anhören und anschließend Entscheidungen treffen, die nachvollziehbar und finanzierbar sind.“

Für die Unterstützer Studebakers steht damit insbesondere die Frage im Mittelpunkt, welche Prioritäten Nidderau in den kommenden Jahren setzen will: Wie lassen sich die Finanzen stabilisieren, ohne Strukturen zu beschädigen, die für Familien, Ehrenamt, Kultur und das gesellschaftliche Leben wichtig sind?

Studebaker fasst seinen Ansatz zusammen:

„Sparen ist notwendig. Aber Sparen bedeutet für mich nicht, einfach überall zu streichen oder die Rechnung an die Bürger weiterzugeben. Es bedeutet, Prioritäten zu setzen und jeden Euro dort einzusetzen, wo er für Nidderau den größten Nutzen bringt.“

Quelle: Redaktion MKK Echo

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