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Von TEABALLS bis Bahntechnik: Innovative Ideen aus Gründau

Am 17. August stand auf Initiative von Bürgermeister Markus Kern ein Besuch bei der Firma TEABALLS an ihrem neuen Standort in Lieblos auf dem Programm. Gründer und Inhaber Simon Schmidt aus Rothenbergen präsentierte die neuesten Produktideen und Geschmacksrichtungen der in Tablettenform gepressten Instant-Getränke. Darunter finden sich auch ausgefallene Varianten wie Em-eukal-Hustenbonbon oder Wassermelone, aber ebenso nahezu alle klassischen Teesorten.

Das noch junge und stark expandierende Unternehmen hatte sich im vergangenen Jahr mit BRITA aus Taunusstein einen starken Partner ins Boot geholt, der TEABALLS bei Vertrieb und Expansion unterstützt. Die gesamte Technologie sowie die Zusammensetzung der Getränkebällchen werden bei TEABALLS eigenständig entwickelt und im eigenen Labor getestet. Bis eine neue Geschmacksrichtung produktionsreif ist, sind viele hundert Versuche notwendig, berichtete Erfinder und Firmenchef Simon Schmidt.

In einem weiteren Bereich des neu erworbenen Firmensitzes ist das zweite Standbein der Firmengruppe Simon Schmidt, die NaKorid GmbH, angesiedelt. Dort werden Installations-Sets für die Reparatur von Isolierstößen zusammengestellt und versendet. Isolierstöße sorgen für die elektrische Trennung einzelner Gleisabschnitte und spielen damit eine wichtige Rolle bei der Erfassung von Zugbewegungen. Sind sie beschädigt, kann dies die Signalübertragung beeinträchtigen und aufwendige Reparaturmaßnahmen erforderlich machen.

Um den Wartungsprozess zu vereinfachen, haben Simon Schmidt und sein Vater Karlheinz Schmidt ein Verfahren entwickelt und perfektioniert, mit dem sich die entsprechenden Isolierungen mit vergleichsweise geringem Aufwand austauschen lassen. „Unser Verfahren ist einzigartig am Markt und wir beliefern aktuell nur einen geringen Teil der Bahnunternehmen. Das Potenzial für uns, aber auch für deutliche Kostensenkungen bei den Bahnunternehmen ist entsprechend hoch“, so Schmidt mit Blick auf die Perspektiven des Geschäftszweigs.

Doch damit sind die Ideen noch nicht ausgeschöpft. Ergänzend zur Reparatur von Isolierstößen arbeitet der Jungunternehmer bereits an einer weiteren Innovation: „Wenn alles klappt, sind wir im nächsten Jahr mit einem transportablen Schweißgerät am Markt, das weitgehend autonom Schweißarbeiten an Bahnschienen erledigt“, berichtet Schmidt. Dass der Rothenberger eng mit dem Thema Eisenbahn verbunden ist, zeigt sich auch bei seinen weiteren Plänen.

So grenzt das Firmengelände an die frühere Bahnlinie von Rothenbergen nach Gelnhausen. Dort würde Schmidt gerne eine rund 300 Meter lange Bahntrasse verlegen und einen Zug aufstellen. „Das wäre doch eine tolle Attraktion für Kinder und alle Eisenbahnbegeisterten“, so Schmidt. „Und an der Schiene würden wir dann Feldversuche durchführen und unsere Produkte präsentieren.“

Bürgermeister Markus Kern zeigte sich von dem Besuch und den Leistungen des jungen Teams beeindruckt: „Hier zeigt sich, wie gute Ideen, der nötige Ehrgeiz, Geduld bei der Entwicklung und Gewissenhaftigkeit bei der Umsetzung zum Erfolg führen. Ich wünsche Simon Schmidt und seinen vielfältigen Unternehmungen weiterhin viel Erfolg. Die Firma und die Familie Schmidt sind eine Bereicherung für den Standort Gründau.“

Quelle: Gemeinde Gründau

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