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Bauausschusssitzung: Aus der Traum für Penny-Markt in Ostheim

Nidderau. Es hätte eine interessante Ergänzung des Neubaugebietes „Mühlweide II“ am Rande von Ostheim werden können, das im Bereich des Mischgebietes von dem Einzelhandelskonzern Penny geplante neue Einkaufszentrum. Sogar ein erster Entwurf lag der Stadtverwaltung bereits vor. Und die war dem Konzept wohlwollend zugeneigt, wie Bürgermeister Andreas Bär auf der 3.Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Infrastruktur und Klimaschutz am Montagabend im Sitzungssaal des Rathauses mitteilte. Doch dann ist das Vorhaben an den unterschiedlichen Kaufpreisvorstellungen in letzter Sekunde doch noch gescheitert, obwohl Penny seinen jetzigen Standort in Heldenbergen hinter einer Tankstelle baldmöglichst aufgeben möchte. Da Eigentümer des Grundstückes im Ostheimer Neubaugebiet jedoch nicht die Stadt Nidderau, sondern die Hessische Landgesellschaft (HLG) ist, hat die Stadt auf die eigentlichen Verkaufsverhandlungen keinen Einfluss. Ganz vom Tisch scheint das Vorhaben aber denn noch nicht zu sein, denn nach den Äußerungen des Bürgermeisters nach zu urteilen „liege das Projekt bis auf weiteres auf Eis“.

Einen entscheidenden Schritt vorangekommen scheint man inzwischen jedoch bei den verkehrlichen Rahmenbedingungen für Neubaugebiet zu sein. Bisher hatte Hessen Mobil eine direkte Zufahrt zu denen an der Wonnecker Straße (Landstraße L 3009) gelegenen Grundstücken nicht zugelassen. Davon hat die Straßenverkehrsbehörde inzwischen aber offensichtlich Abstand genommen, sodass eine Zufahrt zu diesen Grundstücken nun unmittelbar von der Landesstraße aus erfolgen kann. Diese neue Sachlage hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die innere Erschließungskonzeption des Quartiers. Die innenliegende Straßenführung konnte so entsprechend angepasst und der Umfang der dort erforderlichen Verkehrsflächen reduziert werden. Als positiver Effekt dieser Anpassung steht im überarbeiteten Konzept ein größerer Flächenanteil für die Wohnbebauung zur Verfügung, nämlich rund 3.500 Quadratmeter, ohne dass die verkehrliche Erschließung der Grundstücke beeinträchtigt wird.

Weitestgehend unverändert bleiben die im ursprünglichen Konzept vorgesehenen Frei- und Grünflächen. Weil das überarbeitete städtebauliche Konzept nunmehr als aktualisierte Grundlage für die weitere Bauleitplanung dienen soll, forderte Beate Kanzler (Grüne) eine Ausweitung der Grünflächen. Diese Forderung stieß aber auf heftigen Widerstand, denn eine Ausweitung der Grünflächen würde auch Mehrarbeit für den städtischen Bauhof bei den Pflegearbeiten bedeuten. Obwohl die Vorlage zunächst nur als Vorberatung eingestuft wurde, stimmten nur drei der 7 Ausschussmitglieder mit Ja. Die restlichen 4 enthielten sich ihrer Stimme.

Mit einer kleinen Abänderung des Antrages in Sachen Dorfentwicklung in Nidderau, außer Frau Sophia Reul als Vertreterin der Stadtverwaltung und zuständige Sachbearbeiterin der Dorfentwicklung, wird auch deren Vertretung im Amt eine Vollmacht erteilt, um im Rahmen des Hessischen Dorfentwicklungsprogramms in Nidderau Förderanträge bei der zuständigen DE-Fachbehörde des Main-Kinzig-Kreises stellen zu dürfen. Diesem Antrag wurde einstimmig zugstimmt.

Diskutiert wurde zum Schluss auch noch über den gemeinsamen Antrag von SPD und den Grünen vom Februar dieses Jahres hinsichtlich Erlasses einer Leerstandssatzung für Nidderau. Die Verwaltung hatte dieses Anliegen wegen zu hohen bürokratischen Aufwands und nur geringen Handlungsvollmachten abgelehnt. Darauf stellten die Grünen den Änderungsantrag, den Antrag in einem Jahr doch noch einmal behandeln zu sollen. „Vielleicht hat sich bis dahin auf Gesetzesebene ja vielleicht noch etwas getan“, so das Grünen-ausschussmitglied Beate Kanzler. Diesem Änderungsantrag wurde mit 6 Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme entsprochen.

Jürgen W. Niehoff

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2. so sollte das gebäude für die neue penny-filiale in ostheim aussehen
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3. das neue verkehrskonzept für das neubaugebiet „mühlweide ii“ in ostheim

Quelle: Jürgen W. Niehoff

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