Die CDU-Fraktion in der Schönecker Gemeindevertretung setzt sich für einen wirksamen Hitzeschutz in den Kindertagesstätten ein. Dabei soll nicht nach einem einheitlichen Schema vorgegangen werden. Stattdessen will die CDU zunächst feststellen, wo in den einzelnen Einrichtungen tatsächlich die größten Belastungen bestehen und welche Maßnahmen dort jeweils sinnvoll sind.
„Hitzeschutz in unseren Kitas ist notwendig und wichtig – für die Kinder ebenso wie für die Beschäftigten“, erklärt Christopher Nocera Walg, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. „Für uns gehört aber noch ein zweiter Punkt ganz wesentlich dazu: Die Betreuung muss auch an sehr heißen Tagen so verlässlich wie möglich sichergestellt werden.“
Dieser Aspekt war für die CDU-Fraktion bei der Erarbeitung des Antrags von besonderer Bedeutung. In der Vergangenheit mussten Einrichtungen aufgrund zu hoher Temperaturen zeitweise schließen. Für Familien kann das erhebliche Auswirkungen haben. Wenn die Betreuung kurzfristig ausfällt, müssen Eltern ihre Kinder selbst betreuen und ihre Arbeits- und Tagesplanung spontan umstellen – möglicherweise in einer Wohnung, die sich an heißen Tagen ebenfalls stark aufgeheizt hat. „Eltern müssen sich auch im Hochsommer möglichst darauf verlassen können, dass ihre Kinder betreut werden“, betont Nocera Walg. „Ein guter Hitzeschutz ist deshalb nicht nur Gesundheitsvorsorge. Er schafft zugleich mehr Verlässlichkeit für Familien und hilft dabei, den Kita-Betrieb auch während längerer Hitzeperioden stabil aufrechtzuerhalten.“
Der CDU-Antrag sieht deshalb zunächst eine Bestandsaufnahme in jeder einzelnen Kindertagesstätte vor. Denn die baulichen und örtlichen Voraussetzungen unterscheiden sich teilweise erheblich. Erfasst werden sollen unter anderem die tatsächliche Hitzebelastung, vorhandene Schutzmöglichkeiten und die Erfahrungen des Kita-Personals. Erst auf dieser Grundlage soll entschieden werden, wo welcher Handlungsbedarf besteht. Maßnahmen sollen nach Dringlichkeit, Wirksamkeit, Umsetzbarkeit und Kosten priorisiert werden.
Dr. Frederik Möller, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, erläutert den Ansatz: „Wir wollen nicht mit einem pauschalen Maßnahmenpaket über alle Einrichtungen hinweggehen. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich, also müssen auch die Lösungen unterschiedlich sein. Was schnell, sinnvoll und mit überschaubaren Mitteln umgesetzt werden kann, soll zügig angegangen werden. Größere Investitionen gehören dorthin, wo sie den größten Effekt haben.“
Damit setzt die CDU bewusst einen anderen Schwerpunkt als der von den Grünen vorgeschlagene Ansatz. Aus Sicht der Christdemokraten sollte nicht bereits vor einer genauen Bestandsaufnahme festgelegt werden, welche umfangreichen Maßnahmen überall umgesetzt werden sollen. Stattdessen soll zuerst der tatsächliche Bedarf festgestellt und anschließend gezielt investiert werden. Auch Fördermöglichkeiten sollen dabei von Anfang an geprüft und soweit möglich genutzt werden. Größere Investitionen sollen nachvollziehbar priorisiert und mit den jeweiligen Kosten hinterlegt werden. „Unser Ziel ist ein Hitzeschutz, der tatsächlich wirkt und dort ansetzt, wo er gebraucht wird“, so Möller abschließend. „Das schützt Kinder und Beschäftigte, stärkt die Verlässlichkeit der Betreuung und sorgt gleichzeitig dafür, dass wir mit den finanziellen Mitteln der Gemeinde verantwortungsvoll umgehen.“

Quelle: Thorsten Weitzel

