Frieren beim Training, improvisierte Lösungen und ständige Sorgen um ausgefallene Trainingseinheiten – die Aascher Schnooke Nidderau, ein überregional erfolgreicher Karnevals- und Tanzsportverein mit großer Kinder- und Jugendabteilung, schlagen Alarm: Seit Jahren kämpft der Verein mit einem gravierenden Mangel an geeigneten Trainingsmöglichkeiten in Nidderau.
Die Aascher Schnooke haben sich in den vergangenen Jahren längst nicht mehr nur als Karnevalsverein, sondern auch als feste Größe im Tanzsport etabliert. Mit einer großen und erfolgreichen Tanzsportabteilung, zahlreichen Garden und Tanzgruppen aller Altersklassen wächst der Verein stetig weiter. Besonders erfreulich ist dabei das große Interesse junger Tänzerinnen und Tänzer, die mit Begeisterung Teil der Gemeinschaft werden möchten.
Die vorhandenen Trainingskapazitäten reichen schon lange nicht mehr aus, um allen Gruppen optimale Bedingungen zu bieten. Immer wieder fallen Trainingszeiten aus, weil die Räumlichkeiten in der Nidderhalle anderweitig genutzt werden. Gleichzeitig erschwert der Sanierungsstau der Turnhalle in Eichen einen geregelten Trainingsbetrieb zusätzlich.
„Unsere Tanzsportabteilung entwickelt sich hervorragend und wir sind stolz auf die vielen engagierten Tänzerinnen und Tänzer sowie auf die sportlichen Erfolge unserer Gruppen. Umso schwieriger ist es, wenn uns passende Trainingsmöglichkeiten fehlen“, erklärt das Trainerteam der Aascher Schnooke.
Gerade mit Blick auf die stetig steigenden Mitgliederzahlen und die hohen Anforderungen im Tanzsport wird deutlich, wie wichtig verlässliche und moderne Trainingsstätten für die Zukunft des Vereins sind.
Nach den Sommerferien starten wieder alle 17 Tanzgruppen plus Solo- u. Paartänzer:innen mir ihrem wöchentlichen Training und bereiten sich auf die kommende Kampagne und die Verbands- u. Freundschaftsturniere vor.
Besonders in den Wintermonaten wird das Training schnell zu einer ungemütlichen Angelegenheit. „Kinder tanzen in Jacken, Jugendliche bringen Decken mit, um sich aufwärmen zu können – das kann auf Dauer niemandem zugemutet werden“, schildert der Vereinsvorstand. Zwar gab es eine provisorische Reparatur der Heizung, jedoch wurde als Übergangslösung ein lautes Gebläse verbaut, das die Konzentration beim Training stört. Dabei gehe es längst nicht nur um Komfort, sondern um sportliche Leistungsfähigkeit und Sicherheit. „Wie sollen wir unseren Nachwuchs fördern, wenn grundlegende Trainingsbedingungen nicht stimmen?“, so der Vorstand.
Die Bühne der Turnhalle Eichen kann nicht mehr separat genutzt werden, weil die Trennwand wohl aus Kostengründen nicht mehr repariert wird. Obwohl diese Räumlichkeit gerade für kleinere Gruppen gut genutzt werden könnte.
Die Vereinsverantwortlichen appellieren deshalb an die Stadt Nidderau und die zuständigen Behörden, die Problematik endlich ernst zu nehmen. „Wir brauchen Lösungen, nicht nur Vertröstungen. Tanzsport ist Leistungssport, Karneval ist Brauchtumspflege – und unsere Kinder und Jugendlichen verdienen faire Bedingungen.“
Am Ende bleibt eine Frage offen, die viele Vereinsmitglieder bewegt: „Wann müssen wir die ersten Gruppen einstellen, weil uns die verlässlichen Trainingsräume fehlen?“
Quelle: KTCV Aascher Schnooke Nidderau

