Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann wirbt für „inklusiven Tag der Mobilität“
Main-Kinzig-Kreis. – Wer eine Behinderung hat, muss nicht auf den Führerschein oder ein eigenes Auto verzichten. Und doch gibt es viele Menschen mit Unterstützungsbedarf, die noch nie hinter dem Lenkrad eines Fahrzeugs saßen, um es selbst zu steuern. Das will die Veranstaltung i-Mobil ändern, die am 29. August zum sechsten Mal stattfindet – und zwar auf dem Gelände der Honda-Akademie in Erlensee und den angrenzenden Parkflächen des Logistikdienstleisters Dachser GmbH und Co. KG. Schirmherr und Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann warb kürzlich gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Lebenshilfe Hanau e. V. und Oliver Gassner, Leiter der Honda-Akademie, sowie weiteren Aktiven für den „inklusiven Tag der Mobilität“.
„Das ’i‘ in i-Mobil steht für Inklusion. Sie ist dann erreicht, wenn niemand ausgeschlossen wird. Genau das leistet diese Veranstaltung. Sie richtet sich an Menschen mit Behinderung und an Menschen ohne Behinderung. Ein ‚Das geht leider nicht, das hätte vorher angemeldet werden müssen‘ wird ein Mensch im Rollstuhl an diesem Tag nicht hören“, so Schirmherr Andreas Hofmann. Bei diesem Event können Menschen mit und ohne Führerschein unter der Anleitung von Fahrlehrinnen und Fahrlehrern ein Fahrzeug steuern. Das sei nicht nur für Menschen mit Unterstützungsbedarf interessant. „Wer hat schon im Alltag Gelegenheit, einen Reisebus oder einen 15-Tonner zu fahren?“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete und dankte allen Beteiligten für die Idee, das Engagement und die Umsetzung.
Bei Gerald Zipf und Helmut Piehler von der Lebenshilfe Hanau laufen die Fäden für die Organisation zusammen. Wie Helmut Piehler berichtete, nehmen in diesem Jahr 50 Fahrschulautos, acht Fahrschul-Lkw und zwei Reisebusse an der Veranstaltung teil. Als besondere Attraktion warten ein Bagger und ein Rasentraktor auf die Gäste. Als Mitfahrende können die Gäste mit einem Porsche Platz nehmen. Möglich machen dies Mitglieder des Porsche-Clubs Rhein-Main. Zudem informieren das DRK Erlensee und das Technische Hilfswerk (THW) sowie die Hanauer Feuerwehr über ihre Einsatzfahrzeuge, die bei dieser Gelegenheit auch besichtigt werden können.
Gerald Zipf informierte über die Entstehung der Veranstaltung: Entstanden sei sie aus dem „LebMal-Club“ in Gelnhausen, einem Angebot für Menschen mit Behinderung. „Wir haben die Mitglieder gefragt, welche Angebote sie sich wünschen. Die Antwort lautete immer wieder: ‚Wir wollen Auto fahren.‘“ Zunächst sei der Wunsch als unmöglich abgetan worden, aber es sei Kontakt zu einer Fahrschule zustande gekommen, die es einfach mal probiert habe – zunächst auf dem Parkplatz der Sport- und Kulturhalle in Meerholz. Später sei Kontakt zur Honda-Akademie geknüpft worden und nun finde i-Mobil bereits zum sechsten Mal auf dem Gelände der Akademie statt, in Kooperation mit der Akademie, der Stadt Erlensee, der Hanauer Lebenshilfe und den Kreiswerken Main-Kinzig GmbH statt.
Er ergänzte: „Es freut mich, dass es uns gelungen ist, mehr als zwei Dutzend Fahrschulen von unserem Konzept und unserer Idee zu überzeugen.“
Alle Aktionen sind kostenfrei und werden von vielen Engagierten begleitet. „i-Mobil. Der inklusive Tag der Mobilität“ findet am Samstag, 29. August, von 10 bis 17 Uhr auf dem Gelände der Honda Akademie in der Marie-Curie-Straße 8-10 in Erlensee statt.
Weitere Informationen gibt Gerald Zipf unter der E-Mail-Adresse gerald.zipf@lebenshilfe-hanau.de.
Quelle: Main-Kinzig-Kreis

