Kreisverbandsausschuss macht den Weg für Vereinbarung mit der SPD frei
Der Kreisverbandsausschuss der CDU Main-Kinzig – der sogenannte kleine Kreisparteitag – ist in der Klosterberghalle Langenselbold zusammengekommen, um über den mit der SPD ausgehandelten Koalitionsvertrag für die Wahlperiode 2026 bis 2031 zu beraten. Am Ende der Aussprache stimmten die Mitglieder dem Vertragswerk einstimmig zu und machten damit den Weg für die Umsetzung frei.
Der Kreisvorsitzende Max Schad nutzte die Gelegenheit, den Gang der Koalitionsverhandlungen nachzuzeichnen. Besonders hob er die Rolle von Jannik Marquart hervor, der als künftiger Erster Kreisbeigeordneter und Vizelandrat gestärkt aus der Wahl hervorgeht.
„Wir freuen uns besonders, dass wir nach dem Sieg bei der Kommunalwahl mit Jannik Marquart künftig den Vizelandrat stellen und dadurch die Politik der CDU auf Kreisebene umso deutlicher repräsentieren können. Seine hervorragende Arbeit seit Beginn seiner Amtszeit findet damit die verdiente Anerkennung. Mein Dank gilt ebenso Heiko Kasseckert, der die Verhandlungen mit großem Geschick geführt hat – alle wesentlichen Wahlziele der CDU finden sich in diesem Vertrag wieder”, so Max Schad.
In seinem Beitrag skizzierte der Fraktionsvorsitzende Heiko Kasseckert die Grundlinien des Vertrages. Der Main-Kinzig-Kreis werde weiter stabil und pragmatisch geführt; Maßgebliche Schwerpunkte setze die Koalition in den Bereichen Wohnen, Bildung sowie Gesundheit und Pflege. Ausdrücklich lobte Kasseckert das konstruktive Verhandlungsklima zwischen den Koalitionspartnern.
„Uns war wichtig, dass der Main-Kinzig-Kreis weiter stabil geführt wird und wir pragmatische Politik für die Menschen machen können. Das ist mit diesem Vertragswerk gelungen. Gleichzeitig setzen wir klare Schwerpunkte beim Wohnen, in der Bildung sowie bei Gesundheit und Pflege”, betont Heiko Kasseckert.
Jannik Marquart umriss ebenfalls wesentliche Punkte des Vertrages und ging dabei besonders auf den Schulbereich ein. Hier sei es der CDU gelungen, den Schulbau-Turbo für die kommenden Jahre verbindlich festzuschreiben – ein Paradigmenwechsel im Schulbau. So intensiv wie nie werde in Neubau und Sanierung investiert.
„Im Schulbau werden wir in den kommenden Jahren Vollgas geben. Mit unserer Schulbauoffensive investieren wir in den kommenden Jahren 360 Millionen Euro und damit so viel wie nie zuvor in Neubau und Sanierung unserer Schulen. Besonders freut mich, dass wir mit unserem Programm „Schulnoten für Schulgebäude” künftig alle 5 Jahre eine bauliche Bestandsaufnahme unserer Schulgebäude machen. Dadurch stellen wir sicher, dass Mängel an unseren Gebäuden frühzeitig erkannt und behoben werden, wodurch wir in Zukunft den Sanierungsstau beheben wollen.”
Breiten Raum nahmen auch die Bildungsvorhaben ein, die Jannik Marquart vorstellte. Um dem steigenden Bedarf an Gymnasialplätzen vor allem im Westkreis zu begegnen, schafft die Koalition zusätzliche Kapazitäten – von der Ausschöpfung der Neunzügigkeit am Albert-Einstein-Gymnasium in Maintal bis zur Neuerrichtung einer Kooperativen Gesamtschule mit Förderstufe in Rodenbach, die einen gymnasialen Bildungsgang direkt vor Ort bringt. Als Baustein der kulturellen Bildung unterstützt der Kreis zudem den Bau eines regionalen Musikzentrums in Freigericht.
„Mit dem regionalen Musikzentrum in Freigericht geben wir unseren Musikvereinen und Chören eine feste Heimat und stärken die musikalischen Entfaltungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen”, so Jannik Marquart.
Auch im Nahverkehr sind Verbesserungen vorgesehen: Das ÖPNV-Netz soll bedarfsgerecht gestärkt und um neue Express-Linien ergänzt werden, flankiert von flexiblen On-Demand-Angeboten im ländlichen Raum.
Der Kreisvorsitzende Max Schad hob die Schwerpunkte in Gesundheit, Pflege und Soziales hervor. Für Gesundheit und Pflege stellt die Koalition bis zu 30 Millionen Euro aus dem Bundes-Sondervermögen bereit – mit Schwerpunkt auf der Stärkung der kreiseigenen Alten- und Pflegezentren (APZ). In der Sozialpolitik bekennt sich die CDU Main-Kinzig gleichzeitig zum Prinzip von Fördern und Fordern: Die Bürgergeldreform soll konsequent umgesetzt und gemeinnützige Arbeitsangebote für Hilfeempfänger auf den Weg gebracht werden.
Fraktionsvorsitzender Heiko Kasseckert stellte die Investitions- und Wohnungsbaupläne vor. Für bezahlbaren Wohnraum legt der Kreis ein eigenes Förderprogramm auf und setzt dafür bis zu 25 Millionen Euro aus dem Bundes-Sondervermögen ein. Kasseckert unterstrich, dass die Mittel gezielt in Infrastruktur fließen und nicht in kurzlebigen Konsum. Eigens verankert wird die Sanierung der kreiseigenen Sporthallen, die den Vereinen weiterhin kostenfrei zur Verfügung stehen.
Das klare Votum wertete die CDU als starkes Signal für den eingeschlagenen Weg. Nun gelte es, den Koalitionsvertrag zügig in die Umsetzung zu bringen und die kommenden Monate aktiv zu gestalten.
Quelle: CDU Main-Kinzig

