Donnerstag, Juli 9, 2026
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Niedrigwasser: RP weist auf Umgang mit Munitionsfunden hin

Niedrige Wasserstände legen aktuell wieder Kampfmittel in Flüssen und Seen frei

Angesichts niedriger Gewässer-Pegel warnt der beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt angesiedelte Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen davor, freigelegte Objekte an oder aus Flüssen zu berühren oder zu bewegen. Bei diesen kann es sich um Weltkriegsmunition handeln, die häufig durchaus noch gefährlich ist. Immer wieder gibt es Funde an Gewässern, zu denen der Dienst ausrücken muss.

Der hessenweit zuständige Kampfmittelräumdienst beim RP Darmstadt bittet die Bevölkerung um Vorsicht rund um Gewässer mit niedrigem Wasserspiegel: „Durch den jahrzehntelangen Einfluss der Witterung auf die Munition ist sie unberechenbar“, sagt Alexander Majunke, der den Dienst leitet, und appelliert: „Verdächtige Gegenstände niemals bewegen, berühren oder aufheben.“ Den tatsächlichen Zustand könnten nur er und seine Kollegen vom RP Darmstadt verlässlich beurteilen. Wenn mutmaßliche Kampfmittel oder Munitionsreste gefunden oder sichtbar werden, muss sofort der Kampfmittelräumdienst beim RP Darmstadt verständigt werden

Die Wasserstände in vielen Flüssen und Seen sind landesweit niedrig. Dadurch können in den Gewässern Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg zum Vorschein kommen. Die Gewässer wurden bei Kriegsende teilweise zur Entsorgung von Munition genutzt. Dabei sind die Objekte und deren Gefahren durch Laien kaum einschätzbar – im Zweifelsfall also immer die Fachleute des Kampfmittelräumdiensts aus Darmstadt hinzuziehen.

Den Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen beim RP Darmstadt erreichen die Bürgerinnen und Bürger über die Ordnungsbehörde bei der jeweiligen Kommune, also der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, oder den Polizei-Notruf 110. Der Kampfmittelräumdienst identifiziert dann die Fundobjekte schnellstmöglich, entschärft diese gegebenenfalls direkt vor Ort und entsorgt die unliebsamen Hinterlassenschaften aus den Weltkriegen.

Hintergrund

Der Kampfmittelräumdienst (KMRD) des Landes Hessen ist beim RP Darmstadt angesiedelt. Das heißt: Wenn irgendwo in Hessen eine Bombe oder andere Kampfmittel unschädlich gemacht werden müssen, rückt der KMRD aus Darmstadt an. Auch die zuständigen Gefahrenabwehr-Behörden (Polizei/Kommune) werden dann sofort verständigt und das betroffene Gebiet in Absprache mit dem KMRD evakuiert. Den nötigen Radius legt der KMRD fest – er richtet sich nach Art und Lage der Kampfmittel. Unter Umständen müssen auch Straßen, Schienen oder der Luftraum vorübergehend gesperrt werden. Der KMRD übernimmt die Entschärfung, den sicheren Abtransport sowie gegebenenfalls die Vernichtung der Kampfmittel.

Link: https://rp-darmstadt.hessen.de/sicherheit-und-kommunales/gefahrenabwehr/kampfmittelraeumdienst

Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt

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