Die Zukunft der Rente stand im Mittelpunkt eines „Berliner Abends“, zu dem der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig nach Rodenbach eingeladen hatte. Christian Schmidt begrüßte im Namen der CDU Rodenbach im vollbesetzten Bürgerhaus in Niederrodenbach trotz heißer Temperaturen zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer, die viele Fragen rund um die Rentenreform mitgebracht hatten.
Pascal Reddig umriss zunächst die Arbeit der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission, in der er als stellvertretender Vorsitzender mitgearbeitet hat, und stellte einige zentrale Punkte der insgesamt 33 Reformvorschläge vor. Dazu gehörten das spätere Renteneintrittsalter, das künftig an die Lebenserwartung gekoppelt sein soll, die Abschaffung der Rente mit 63, die Einführung einer verpflichtenden kapitalgedeckten Altersvorsorge nach schwedischem Vorbild sowie gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut.
Zugleich gewährte er den Gästen seltene Einblicke in das Innenleben der Kommission, die sich aus zwei Vorsitzenden, acht Wissenschaftlern und drei Bundestagsabgeordneten zusammengesetzt hatte. Ziel sei es gewesen, tragfähige Antworten auf eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu entwickeln. Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik habe sich dabei als großer Gewinn erwiesen. „Jeder musste bereit sein, eigene Positionen zu hinterfragen. Gerade dadurch ist es gelungen, ein schlüssiges Gesamtkonzept zu erarbeiten und sich nicht nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen und das anschließend als großen Wurf zu verkaufen, wie es in der Vergangenheit leider zu oft der Fall gewesen ist.“
Im Anschluss entwickelte sich eine intensive Diskussion. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen – unter anderem zur möglichen Einbeziehung von Beamtinnen und Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung, zu den geplanten Änderungen bei Minijobs sowie zur künftigen Altersvorsorge von Selbstständigen. Reddig nahm sich Zeit, die unterschiedlichen Aspekte einzuordnen, und machte deutlich, dass die Empfehlungen der Kommission nun die Grundlage für die parlamentarischen Beratungen bildeten.
„Es handelt sich um Empfehlungen. Im Deutschen Bundestag werden einzelne Punkte selbstverständlich noch präzisiert werden müssen“, so Reddig. Das gelte etwa für den Vertrauensschutz bei der Abschaffung der Rente mit 63 oder für die konkrete Ausgestaltung der geplanten Änderungen im Bereich der Minijobs.
Zugleich machte er deutlich, dass die Empfehlungen der Rentenkommission nur als Gesamtpaket funktionieren könnten. „Wir dürfen jetzt keine Rosinenpickerei betreiben. Die einzelnen Maßnahmen greifen ineinander und entfalten ihre Wirkung nur im Zusammenspiel“, betonte der Bundestagsabgeordnete.
Zum Abschluss warb Reddig für eine sachliche Debatte über die Reform. Die politische Mitte könne nun beweisen, dass sie aus eigener Kraft in der Lage sei, auch große Herausforderungen gemeinsam zu lösen. Das sei das beste Gegenmittel gegen populistische Versprechen von rechts und links. „Diese Reform kann eine Trendwende sein. Aber wir müssen sie jetzt auch umsetzen.“

Quelle: Team Reddig

