Kooperation plädiert für das Nutzungskonzept „Cateringküche”
Das Alte Rathaus in Bruchköbel: Seit fast 20 Jahren wird versucht, das „Kleinod” der Stadt wieder einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Nun rückt eine gute Lösung in greifbare Nähe: Im Bauausschuss und in der Bürgerversammlung hat das beauftragte Architekturbüro drei Ansätze als Konzeptbasis vorgestellt. Für die Kooperation aus FDP, Bündnis 90/Die Grünen und SPD ist die Entscheidung klar: Sie plädiert dafür, die Variante „Cateringküche” weiterzuverfolgen. Es sieht ein Foyer für Veranstaltungen im Erdgeschoss sowie Gasträume im Keller und im Obergeschoss vor. Ein Biergarten mit Außentheke würde die Anlage ergänzen. Ein besonderer Charme: Das ehemalige Bürgermeisterzimmer könnte als Trauzimmer eingerichtet werden. Sogar ein Außenaufzug ist denkbar. Heutzutage ein öffentliches Gebäude sanieren und keine – zumindest weitgehende – Barrierefreiheit herzustellen, ist nicht mehr vertretbar.
„Auf der Bürgerversammlung war deutlich zu spüren, wie sehr sich die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mit dem Alten Rathaus identifizieren – sie möchten das Gebäude sinnvoll genutzt sehen”, stellt die FDP-Fraktionsvorsitzende Katja Lauterbach fest.
„Gelingt jetzt der entscheidende Schritt nach vorn?” fragt Grünen-Fraktionsvorsitzender Uwe Ringel. „Unser Erster Stadtrat Oliver Blum hat sich stark für das Alte Rathaus engagiert. Das Ergebnis ist eine tolle Grundlage, die gute Realisierungschancen hat.”
Patrick Woschek, SPD-Fraktionsvorsitzender, betont das Potenzial, das ein wiederbelebtes Altes Rathaus für die gesamte Stadtentwicklung bietet: „Dem Freien Platz konnten wir schon in den letzten Jahren spürbar neues Leben einhauchen. Das Alte Rathaus mit einem Biergarten, als Ort für Veranstaltungen und zum Feiern wird unsere Innenstadt und damit unsere Orte sozialer Begegnung weiter beleben.”
Die Kooperation von SDP, Grünen und FPD hat einen Antrag für ein entsprechendes Nutzungskonzept vorbereitet und geht davon aus, dass das dieser im Herbst in der Stadtverordnetenversammlung – sicher mit großer Mehrheit – beschlossen wird, so dass zügig in die Umsetzung gegangen werden kann. Sie hatte im Jahr 2024 angeregt, noch einmal neu über die Möglichkeiten der Nutzung des Alten Rathauses nachzudenken.
Das Konzept einer Vollgastronomie, das hat das Architekturbüro erneut festgestellt, kann in dem alten Gebäude nicht sinnvoll umgesetzt werden. Die dritte Alternative, das Gebäude nur noch als „leere Hülle” zu erhalten, entspricht sicher weder den Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger noch wäre es eine nachhaltige Lösung.
Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung: FDP, Die Grünen, SPD Bruchköbel

