Grundsteinlegung markiert wichtigen Meilenstein im Baufortschritt des Neubaus
Maintal. Das sommerliche Wetter war ideal für einen Schwimmbadbesuch. Doch aktuell ist der noch etwas staubig: Nach dem Abbruch des alten Bads und der aufwändigen Vorbereitung des Baugrunds mit 700 Betonsäulen im Boden feierte die Stadt Maintal mit der symbolischen Grundsteinlegung einen wichtigen Meilenstein für den Neubau des Maintalbads. Ab jetzt wird die Schwimmstätte in Maintals Mitte in die Höhe wachsen. Damit nehmen die Entwürfe sichtbar Gestalt an.
Bürgermeisterin Monika Böttcher konnte an dem heißen Frühsommertag zahlreiche Vertreter*innen aus Bund, Land, Kreis und Stadt auf der Baustelle willkommen heißen, um den offiziellen Beginn des Hochbaus zu feiern. Denn die Grundsteinlegung markiert eine wichtige Wegmarke für das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte der Stadt Maintal.
Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, betonte, wie wichtige moderne öffentliche Einrichtungen wie kommunale Bäder für das Gemeinwohl seien. „Der mit finanzieller Unterstützung des Bundes errichtete Ersatzneubau des Maintalbads wird das Angebot für das Sport-, Freizeit- und Vereinsschwimmen in der Region langfristig sichern und qualitativ verbessern“, ist er überzeugt und dankte dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Lennard Oehl, der sich in Berlin für das Projekt und seine Förderung mit Bundesmitteln eingesetzt hatte. Sechs Millionen Euro – und damit die höchstmögliche Fördersumme – erhält Maintal aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ sowie eine Million Euro aus dem hessischen Förderprogramm SWIM.
Ebenfalls zur feierlichen Grundsteinlegung gekommen waren der Geschäftsführer des Landessportbundes Hessen, Andreas Klages, Mitglieder des Schwimmbadbeirats sowie Vertreter*innen jener Vereine, die das Bad nutzen werden – die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Reha-Sport Maintal. Das Engagement für das Bauprojekt und die vielfältigen Perspektiven auf das alte und neue Schwimmbad standen im Mittelpunkt einer moderierten Talkrunde.
Die Gesprächsteilnehmer machten deutlich, dass solche Vorhaben nur im Zusammenspiel von Kommune, Land und Bund realisiert werden können. Daher war der Tag der Grundsteinlegung für Bürgermeisterin Böttcher vor allem ein „Moment der Dankbarkeit an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir heute hier stehen. Das ist eine Teamleistung“, würdigte sie das Engagement der politischen Gremien und aller Projektbeteiligten. So hat der zuständige Ausschuss für Kommunale Investitionsprojekte in nur wenigen Sitzungen die wichtigsten Entscheidungen getroffen. Dies zeige, dass man fraktionsübergreifend trotz unterschiedlicher Positionen konstruktiv zusammenarbeite, so der Ausschussvorsitzende Sebastian Maier.
Thematisiert wurde auch die Bedeutung kommunaler Schwimmbäder für Bildung, Gesundheit, Sport und gesellschaftliches Leben ebenso wie die Herausforderungen, die Planung, Bau und Betrieb eines Bades mit sich bringen. Deutlich wurde dabei die schwierige finanzielle Situation vieler Kommunen und die Frage, wie kommunale Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung künftig verlässlich finanziert und betrieben werden können.
„Ein Schwimmbad ist nicht nur eine Sport-, sondern auch eine Freizeit-, Vereins- und Gesundheitsstätte“, unterstrich Landrat Stolz. Daher bekenne sich der Kreis zu seiner Verantwortung und habe die Eintrittsgelder für Schulklassen erhöht, um Kommunen, die ein Bad betreiben, zu unterstützen. Denn Tatsache ist, wie Sören Bartol berichtete, dass es bei zahlreichen Schwimm- und Sportstätten einen erheblichen Sanierungsstau gebe. Hier helfe der Bund in Zeiten angespannter Haushaltslagen gezielt mit Fördergeldern zur Verbesserung des sozialen Zusammenhalts. Angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen lobte Klages aus Sicht des Landessportbundes die Entscheidung für den Ersatzneubau des Maintalbads – gerade angesichts der sozialen Wirkung eines Schwimmbads.
Im Anschluss an die Gesprächsrunde erfolgte die symbolische Grundsteinlegung. Gemeinsam wurde eine Zeitkapsel versenkt, die Erinnerungsstücke und Dokumente vom Tag der Grundsteinlegung, aber auch Elemente aus dem alten Maintalbad enthält. Die Zeitkapsel wird in der Bodenplatte versenkt. Eine Gedenkfliese wird künftig im Eingangsbereich des neuen Schwimmbads sichtbar bleiben und dauerhaft an diesen besonderen Tag erinnern.
Mit dem Neubau entsteht ein modernes Hallen- und Freibad, das künftig einen wichtigen Beitrag für Schwimmausbildung, Vereins- und Freizeitsport sowie die Lebensqualität in der Region leisten wird. Nach der Grundsteinlegung wird nun das Fundament fertiggestellt. Anschließend entsteht der Rohbau, dessen Richtfest bereits Ende dieses Jahres gefeiert werden soll. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen. Dann sollen die Badegäste selbst die Vorzüge des neuen Maintalbads erleben dürfen und eine Atmosphäre vorfinden, „die an Urlaub erinnert“, wünschen sich Schwimmbadleiter Roland Allmannsdörfer und sein Team.
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Quelle: Stadt Maintal

