Donnerstag, April 30, 2026
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Literatur unter freiem Himmel

Zu literarischem Abendspaziergang hatte die Kunst- und Kulturinitiative SpessArt06050 eingeladen

Biebergemünd. Der Strom literaturbegeisterter Besucher, die sich an Station 1 des Liederpfads in Biebergemünd-Roßbach einfanden, wollte nicht abbrechen. Schließlich waren es über 60 Personen, die den drei Literaten und ihren unterhaltsamen, wie nachdenklich stimmenden Geschichten den Weg entlang von drei Stationen des Pfades folgten. Die Verantwortlichen der Kunst- und Kulturinitiative SpessArt06050 waren hocherfreut über das große Interesse. In bewährter Weise führten an diesem Abend Reinhard Kildau und Christina Schmitt durch das Programm.

Den Anfang der Lesungen noch an der Station 1 machte Irmgard Schell aus Lützel. Sie dementierte vorneweg für sich die Bezeichnung „Literatin“ zu wählen, denn sie schreibe nur höchst gelegentlich und auch dann eigentlich für den privaten Bereich. Doch ihre Geschichte vom kleinen Punkt, der gerne etwas viel Größeres und Herausragenderes sein wollte, als ein schlichter Punkt, hatte Tiefgang und so mancher Zuhörer sah sicher Parallelen zu eigenem Erlebtem.

Nach dieser ersten Einstimmung in eine sehr nachvollziehbare Geschichte, kam die große Gruppe in Bewegung und folgte dem Liederpfad auf asphaltiertem Weg direkt bis zur Station 12 (Truthahn-Weide). Hier erwartete die Gruppe eine tiefgründige Erzählung der in Lettgenbrunn lebenden Angelika Döpper. Ihre Geschichte – Ausschnitt aus einem im Entstehen befindlichen Buch – ging es um das Thema vom unbeachteten Entlein zum bewundernswerten Schwan, das auf eine sehr persönliche Ebene heruntergebrochen war. Auch dies ein Thema, das bei vielen Besuchern sicher Assoziationen aus dem eigenen Leben hervorrief.

Langsam setzte sich die große Gruppe munter schwatzend in Bewegung, die leichte Anhöhe zur Station 11 (Kreuzung Fischweiher) hinauf, um einer heimatlichen Sage zu lauschen, lebendig vorgetragen von Dr. Rolf Müller aus Gelnhausen. Die Sage handelte von einer armen Frau und den beiden, überlebenswichtigen Ziegen, die ihr ein überheblicher, junger Adliger meuchelt. Doch wie es in Sagen oft der Fall ist, folgt die Strafe auf den Fuß und Adliger samt Schloss fallen einem fürchterlichen Unwetter zum Opfer.

Alle drei Geschichten wurden vom Publikum mit großem Applaus belohnt. Zurück an der Ausgangsstation im Linkegäßchen konnten sich die Teilnehmer noch an Getränken und Bretzeln erfreuen und gingen anschließend mit vielen interessanten Eindrücken nach Hause.

Quelle: Christina Schmitt

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