Donnerstag, April 30, 2026
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Nachhaltige Technologien „Made in Rodenbach“

Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Klaus Schejna besuchen De Nora Deutschland, das für den Weltmarkt Elektroden und Beschichtungen herstellt

Main-Kinzig-Kreis. – Einen Besuch beim Weltmarktführer De Nora Deutschland GmbH in Rodenbach statteten Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Klaus Schejna dem Unternehmen ab. De Nora, dessen Mutterkonzern in Mailand sitzt, gilt als Weltmarktführer in der Herstellung und im Vertrieb von Elektroden und Beschichtungen, die in elektrochemischen Prozessen eingesetzt werden. Dabei handelt es sich unter anderem um nachhaltige Technologien für eine „grüne Wirtschaft“, die sich auf Elektrochemie spezialisiert hat. Gemeinsam mit dem größten Kooperationspartner thyssenkrupp nucera fertigt De Nora Elektrolyseure für die Gewinnung von Wasserstoff im Gigabereich. Geschäftsführer Pierre Haller und Cornelius Funk, der die operative Leitung innehat, informierten die Besucher über die Geschäftsfelder von De Nora. Später besichtigen Thorsten Stolz und Klaus Schejna auch die verschiedenen Produktionsabteilungen. Ziel sei es, Energielösungen mit geringen oder gar keinen Emissionen zu entwickeln und den Energieverbrauch zu senken und damit auch den Kohlendioxid-Fußabdruck zu verkleinern. „Ein wichtiges Standbein besteht darin, dass wir Elektroden, die ihren Lebenszyklus beenden, wieder reaktivieren, indem wir sie mit einer neuerlichen Beschichtung ausstatten. Damit leisten wir direkt einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit“, stellte Cornelius Funk fest. De Nora ist in den vergangenen fünf Jahren besonders im Bereich Wasserstoff stark gewachsen.

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Präzision und Sachkunde hier in Rodenbach Werkteile gefertigt werden, die in die ganze Welt verschickt werden“, stellte Landrat Thorsten Stolz fest. In den Fertigungshallen in Rodenbach werden Elektroden aus Nickel und Titan entwickelt, gefertigt und für den Versand verpackt. De Nora ist nach eigenen Angaben seit mehr als 20 Jahren Marktführer im Bereich der Elektrodenherstellung, was die Komponentenherstellung betrifft. In Hanau verfügt De Nora noch über ein Distributionszentrum für Fertigware. Die hergestellten Produkte kommen zum Beispiel in der chemischen Industrie, aber auch bei Trinkwasser- und Abwasseranlagen zum Einsatz.

Gegründet wurde das Familienunternehmen vor mehr als hundert Jahren von Oronzio de Nora in Italien. Die heutige De Nora Deutschland GmbH wiederum wurde in Deutschland im Jahr 1970 als Heraeus Elektrochemie GmbH gegründet. Seit 1999 hat das Unternehmen seinen Sitz in Rodenbach. Weltweit beschäftigt Industrie De Nora Industries etwa 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Deutschland sind es 300. Das Unternehmen besitzt 23 Niederlassungen in zehn Ländern und betreibt fünf Forschungs- und Entwicklungszentren. De Nora Deutschland setzt trotz seiner globalen wirtschaftlichen Verflechtungen auch stark auf Regionalität und arbeitet etwa beim Maschinenbau mit Partnern aus der Region zusammen. „Das hat sich stets bewährt, da wir im Falle eines Falles schnell Kontakt herstellen und Probleme lösen können“, so Cornelius Funk. De Nora beschäftigt in Rodenbach neben den Fachkräften im Bereich Schweißen auch gut geschulte Quereinsteiger, um den Fachkräftebedarf zu decken. In bestimmten Bereichen wird in Handarbeit gefertigt, in anderen mit Unterstützung von Maschinen. Das Unternehmen benötigt viel Energie für die einzelnen Herstellungsprozesse und setzt daher auf eine eigene Stromerzeugung via Photovoltaikanlage. „De Nora ist für Rodenbach ein wichtiges Unternehmen, da es hunderten Menschen einen sicheren Arbeitsplatz bietet“, erklärte Bürgermeister Klaus Schejna. Der Landrat wünschte dem Unternehmen bei seinem Wachstumskurs weiterhin viel Erfolg.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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