Bad Orb – Im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen rund um das geplante Windparkprojekt am Horstberg bekräftigt Bad Orbs Bürgermeister Tobias Weisbecker seinen Kurs des kontinuierlichen Dialogs mit allen Beteiligten.
Nach Medienberichten über den eingereichten Vorbescheidsantrag durch den Projektentwickler sowie vor dem Hintergrund eines bevorstehenden Eigentümerwechsels beim Unternehmen Ørsted sieht Weisbecker die Notwendigkeit, den Austausch fortzusetzen und neu auszurichten.
„Wir haben mit dem Bürgerentscheid im März 2026 ein klares und demokratisch legitimiertes Votum der Bürgerschaft“, so Weisbecker. Die Bürgerinnen und Bürger von Bad Orb hätten sich eindeutig positioniert – ein Ergebnis, das auch überregional große Aufmerksamkeit erfahren habe.
Gleichzeitig betont der Bürgermeister, dass sich die Rahmenbedingungen für Windkraftprojekte aktuell deutlich verändert hätten. Nach Einschätzung zahlreicher Experten sei die wirtschaftliche Tragfähigkeit vieler Vorhaben derzeit nicht mehr gegeben. In der Branche sei daher zu beobachten, dass Projektentwickler verstärkt bestehende Verträge überprüfen und nachverhandeln.
„Gerade diese Situation eröffnet aus meiner Sicht auch Chancen“, erklärt Weisbecker. „Wenn sich Rahmenbedingungen ändern, entstehen neue Spielräume. Unser Ziel muss es sein, eine Lösung zu finden, die den Willen der Bürgerschaft respektiert und zugleich für alle Beteiligten tragfähig ist. Eine entsprechende Lösung ist uns etwas wert.“
Vor diesem Hintergrund kündigt der Bürgermeister an, auch mit den neuen Eigentümern des Projekts frühzeitig das Gespräch zu suchen. Der Dialog mit der Landesregierung, dem Projektentwickler sowie künftigen Investoren bleibe ein zentraler Bestandteil seiner Arbeit.
„Ich sehe es weiterhin als meine Aufgabe, Brücken zu bauen und Gespräche zu ermöglichen. Dass ich dabei auch klar die Positionen der Bürgerschaft vertrete, ist meine Aufgabe. Dennoch: Nur im Austausch können wir zu einer Lösung kommen, von der am Ende alle Seiten profitieren“, so Weisbecker abschließend.
Quelle: Stadt Bad Orb

