Heidelberg I Darmstadt – Die Schwimmerinnen und Schwimmer des SV Gelnhausen (SVG) sind mit zwei gegensätzlichen, aber gleichermaßen wichtigen Wettkämpfen in die Langbahnsaison gestartet. Während die 1. Mannschaft in Heidelberg um wichtige Qualifikationspunkte kämpfte, glänzte der gesamte Nachwuchs beim TSG Schwimmfest in Darmstadt.
Nikar Cup Heidelberg: Fokus auf die „Road to DJM“
Vom 06. bis 08. März trat die 1. Mannschaft beim hochkarätigen Nikar Cup in Heidelberg an. Am dortigen Olympiastützpunkt ging es für die Athleten um entscheidende Punkte für die Qualifikation zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM). Diese Zielsetzung bedeutete einen enormen mentalen Druck für die Schwimmer, da jede Sekunde über die Teilnahme an den nationalen Titelkämpfen entscheiden kann.
Die professionelle Atmosphäre vor Ort unterstrich den Stellenwert des Wettkampfs: Die Live-Übertragung inklusive Unterwasserkameras sorgte für ein beeindruckendes Erlebnis und verdeutlichte den Sportlern, auf welch hohem Niveau sie hier agieren. Obwohl der Wettkampf voll aus dem harten Training heraus bestritten wurde, zeigte sich Trainerin Heike Heeger zufrieden mit den Leistungen. Die gewonnenen Erkenntnisse über die Belastbarkeit unter Druck machen das mentale Training nun zu einem noch wichtigeren Fokus der kommenden Trainingsarbeit.
29. TSG Schwimmfest Darmstadt: Ein starkes Team-Statement
Am 21. und 22. März folgte der Auftritt in Darmstadt. Mit 26 Aktiven aus drei Leistungsmannschaften stellte sich der SVG der Konkurrenz von 46 Vereinen. Trotz der langen Tage (Start um 7:15 Uhr) und einiger angeschlagener Schwimmer sicherte sich der Verein einen hervorragenden 4. Platz im Medaillenspiegel. Mit insgesamt 15 Gold-, 15 Silber- und 14 Bronzemedaillen bewies der SVG, dass er auch gegen personell deutlich stärkere Großvereine bestehen kann.
Die Schwimmer der 1. Mannschaft nutzten den Wettkampf zur Standortbestimmung:
Milena Wegele (2012): Erste Bestzeiten über 100m und 200m Rücken.
Felix Morlang (2011): Überzeugte besonders auf den 200m-Strecken.
Tom Hock (2014): Stellte seine Ausdauer über 400m Freistil unter Beweis.
Mylow Birkenbach (2010): Erreichte die Pflichtzeit für die Süddeutschen Meisterschaften über 50m Brust.
Jan Auhl (2014): Zeigte stabile Leistungen mit neuen Bestzeiten und Podestplätzen.
Die 2. Mannschaft sammelte fleißig Qualifikationen für die Hessischen Meisterschaften:
Elin Heeger (2016): Qualifizierte sich gleich fünfmal für die Landesmeisterschaften.
Ida Kaminski (2016): Sicherte sich trotz Erkältung Pflichtzeiten auf acht Einzelstrecken.
Lara Faust (2015): Erfüllte die Pflichtzeiten über 100m und 200m Brust.
Mathilda Schulz (2013): Starke Leistungen auf den langen Strecken, besonders 200m Brust.
Julia Häfner (2015): Sammelte wertvolle Erfahrungen, bevor sie krankheitsbedingt pausieren musste.
Clara Morlang (2013), Maryna Savelieva (2012), Jada Bevacqua (2013) und Wiktoria Kin (2014): Überzeugten durch Kampfgeist im großen Teilnehmerfeld.
Besonders beeindruckend präsentierte sich aus der 3. Mannschaft der Jahrgang 2017, der in Hessen zur absoluten Spitze gehört:
Anna Hock (2017): Dominierte ihre Altersgenossen mit sehr guter Technik und starkem Beinschlag in Rücken und Freistil.
Levin Kroll (2017): Erzielte einen riesigen Entwicklungssprung, besonders in Rücken und als Brustspezialist.
Leonard Neumann (2017): Sehr ehrgeizig mit großartigen Bestzeiten als Rückenspezialist.
Lenn Martin (2017): Ein echtes Kraftpaket, das nach einer Disqualifikation vom Team getröstet wurde und in der Staffel erneut alles gab.
Theo Heeger (2017): Der „alte Hase“ und Kraulspezialist ist in Hessen ganz vorne mit dabei.
Amelie Rank (2015) & Eva Appel (2015): Beide sind noch nicht lange im Team, aber bereichern es durch ihre Freude am Schwimmen und zeigten durch hohen Trainingsfleiß enorme Verbesserungen.
Teamgeist in den Staffeln
Dass beim SVG die Gemeinschaft mindestens so viel zählt wie die Einzelleistung, bewiesen die emotionalen Höhepunkte in den Staffelwettbewerben. Die 4x50m-Lagenstaffel der Mädchen (Elin Heeger, Mathilda Schulz, Lara Faust, Jada Bevacqua) schrammte mit einem hervorragenden vierten Platz nur haarscharf am Podest vorbei. Besonders lautstark wurde es am Beckenrand, als die Jungen der 3. Mannschaft ins Wasser sprangen: Als jüngstes Quartett des gesamten Wettbewerbs kämpften sich Theo Heeger, Levin Kroll, Lenn Martin und Leonard Neumann auf einen beachtlichen 7. Platz und bewiesen, dass man auch gegen deutlich ältere Konkurrenz mit Herz und Technik bestehen kann.
Mit diesen Ergebnissen und dem wachsenden Fokus auf Technik und mentale Stärke blickt der SVG optimistisch auf die kommenden Aufgaben der Langbahnsaison.
Quelle: Melanie Brilka & Andrea Hock

