Donnerstag, März 12, 2026
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„Die Hanauer Innenstadt gewinnt durch den neuen Johanneskirchplatz”

Neugestaltung fast beendet / AJOKI wird Ort der Begegnung

„Der neue Johanneskirchplatz wird ein Schmuckstück”, sind sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Stadträtin Isabelle Hemsley einig.

Gemeinsam mit Elias M. Kolbe von AJOKI, Kerstin Schröder und Knut Rothmann von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde sowie Georgina Glaser vom Kulturzentrum Pumpstation e. V. und Dr. Judith Lechner vom Grundbildungszentrum der Volkshochschule Hanau, haben sie sowohl die Neugestaltung des Innenstadtplatzes als auch die Pläne für die AJOKI als Ort der Begegnung vorgestellt.

Die umfassende Neugestaltung des Johanneskirchplatzes in der Hanauer Altstadt geht in die Schlussphase. Nach rund einem Jahr Bauzeit stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss. Parallel dazu wird auch die Zukunft der Alten Johanneskirche und des dort ansässigen Kultur- und Bildungsortes AJOKI neu aufgestellt: Als gemeinnützige Organisation soll das Angebot künftig weiter ausgebaut werden und den neugestalteten Platz als lebendigen Treffpunkt der Stadtgesellschaft ergänzen.

„Das Ende der Bauarbeiten am Johanneskirchplatz ist der Start für die Attraktivität an diesem Innenstadtplatz. Die Aufenthaltsqualität nimmt enorm zu, Placemaking ist das neue Zauberwort in der Stadtentwicklung, das hier sehr gut umgesetzt worden ist“, so Oberbürgermeister Kaminsky. „Ja, wir sind im Schicksalsjahrzehnt unserer Innenstadt und Ja, wir haben mit unserer urbanen Agenda einen klaren Kompass, was man am Beispiel Altstadt wunderbar erkennen kann“, so der OB weiter. In den vergangenen Jahren ist das Gebiet zum „echten Lieblingsort“ mit neuen Komplizen und langjährigen Partnern wie der IGHA, Interessegemeinschaft Hanauer Altstadt geworden. Der Erweiterungsbau der Karl-Rehbein-Schule ermöglicht neue Chancen für den Schlossplatz, den Schlussstein des Wettbewerblichen Dialogs. „Wir entwickeln den Fronhof und die Alte Kanzlei mit überschaubarem finanziellem Aufwand zu einem Ort, der von allen Generationen für quasi alles genutzt werden kann – ob Bingo, Techno, Flohmarkt, Jazzkonzert und Kinoabend und nun kommt mit dem Biergarten am Congress Park Hanau, dem CPH, der nächste Baustein hinzu“, so Kaminsky. Die „Gartenwirtschaft“ eröffnet voraussichtlich im Mai und soll Impulse für eine Neubelebung des Schlossgartens setzen. „Ob Abendgold, Lamboyfest und Wintergold, viele neue Gastronomiebetriebe, die Altstadt ist ein beliebter Ausgehort geworden, der unserer kreisfreien Großstadt sehr, sehr gut zu Gesicht steht“, so Oberbürgermeister Kaminsky: „Hier reiht sich der neue Johanneskirchplatz wie ein neues buntes Puzzleteil sehr gut ein.“

Schlussstein des Wettbewerblichen Dialogs

Im Rahmen des Wettbewerblichen Dialogs wurde die Platzfolge von Wallonisch-Niederländischer Kirche über Marktplatz, Freiheitsplatz, Altstädter Markt bis zum Schlossplatz als die städtebauliche DNA der Stadt Hanau in den Fokus gerückt. „Aus der Abfolge der Plätze ergibt sich ein nahezu lehrbuchhafte Abfolge von Stadtplätzen und diese verbindende Wegeräumen“ heißt es in der dem Wettbewerblichen Dialog zugrunde liegenden Projektbeschreibung. „Stadtentwicklung endet nie. So haben wir in der Logik des Wettbewerblichen Dialogs den Blick um die Platzgestaltung des Johanniskirchplatzes erweitert“, erläutert Oberbürgermeister Kaminsky, der verschiedene Aspekte einer „gedeihlichen Stadtentwicklung“ zusammenführt: Anspruchsvolle Gestaltung mit dem Fokus auf alltagstaugliche Aufenthaltsqualität, Fassung eines Gebäudes mit besonderer städtebaulicher Bedeutung und Transformation einer Kirche zu einem lebendigen und offenem Kultur- und Bildungsraum. „Hier wird Stadt nahbar gemacht, hier ist ein Ort entstanden, der das Beziehungssystem stärkt“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Wir sehen hier einen weiteren Meilenstein des Stadtumbaus realisiert und damit den Stadtumbau nach fast 18 Jahren auf der Zielgeraden“, fasst Oberbürgermeister Claus Kaminsky zusammen.

Mit der Umgestaltung des Johanneskirchplatzes verfolgt die Stadt Hanau mehrere Ziele, so die zuständige Stadträtin und Baudezernentin Isabelle Hemsley: „Der Bereich wird verkehrstechnisch beruhigt, klimatisch aufgewertet und als öffentlicher Raum attraktiver gestaltet sein. Mit der Neugestaltung des Johanneskirchplatzes setzen wir den erfolgreichen Innenstadtumbau fort und schaffen gleichzeitig mehr Aufenthaltsqualität in der Altstadt, die direkt an die Innenstadt grenzt.“

Die Bauarbeiten am Johanneskirchplatz begannen am 3. Februar des vergangenen Jahres und werden im Aprilabgeschlossen sein. Ursprünglich war eine Fertigstellung für Ende Februar vorgesehen, doch archäologische Funde im Untergrund sowie witterungsbedingte Verzögerungen führten zu einer Verlängerung der Bauzeit um rund acht Wochen. Während der Arbeiten wurden unter anderem Mauerstrukturen der ehemaligen Lutherischen Kirche und angrenzender Wohngebäude freigelegt, ebenso historische Pflasterflächen, Kellergewölbe und Treppenanlagen. Auch ein Fluchttunnel, der einst Wohnhäuser mit einem Gebäude der Karl-Rehbein-Schule verband, wurde entdeckt und dokumentiert.

Die Umgestaltung erfolgt unter Federführung des städtischen Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS) mit einem Investitionsvolumen von rund 2,85 Millionen Euro. Die Ausführungsplanung und Bauleitung verantworten die Büros IMB-Plan GmbH sowie GTL Landschaftsarchitektur aus Kassel. Die Bauarbeiten werden von der Firma Dillmann Garten- und Landschaftsbau aus Nidderau ausgeführt. Insgesamt wurden rund 2.450 Quadratmeter Natursteinpflaster neu verlegt und etwa 800 Quadratmeter Asphaltflächen überarbeitet. Neue Rinnen aus Großpflaster, Natursteinbordsteine aus Granit sowie umfangreiche Schotter- und Asphaltarbeiten sorgen für eine langlebige und hochwertige Gestaltung der Verkehrsflächen. Auch unterirdisch wurde umfangreich gearbeitet: Leitungsgräben wurden ausgehoben, Anschlussleitungen verlegt und Versorgungsleitungen erneuert. Parallel dazu führte die Hanau Netz GmbH Arbeiten an Strom-, Gas- und Wasserleitungen sowie an der Straßenbeleuchtung durch.

Ein wichtiger Bestandteil der Neugestaltung ist laut Stadträtin Hemsley auch die Begrünung des Platzes. Insgesamt wurden 23 Baumstandorte neu angelegt und unter anderem mit Winterlinden, Spitzahornen, Ginkgos, Purpurerlen und Magnolien bepflanzt. Ergänzt wird die Gestaltung durch neue Sitzmöglichkeiten mit naturbelassenen Holzauflagen und Betonelementen sowie durch Einfassungen aus Cortenstahl.

„Die enge, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit den Menschen, die hier leben und arbeiten, ist vorbildlich. Insbesondere ohne die Kooperation mit den Mitarbeitenden der Hanauer Tafel und der AJOKI wären zahlreiche Abstimmungen während der Bauphase deutlich schwieriger gewesen“, so Stadträtin Isabelle Hemsley.

Begleitet wurden die Bauarbeiten von archäologischen Untersuchungen. Neben der Stadtarchäologie der Hanauer Museen und dem Landesamt für Denkmalpflege waren auch spezialisierte Fachbüros vor Ort, um mögliche Funde zu dokumentieren und wissenschaftlich einzuordnen.

Langfristige Planung für das AJOKI mit Campus-Konzept

„Parallel zur baulichen Fertigstellung des Platzes wird auch die Zukunft der AJOKI als wichtigen Ort für Bildung, Kultur und Begegnung unserer Stadtgesellschaft neugestaltet“, sagt Bürgermeister und Sozialdezernent Dr. Maximilian Bieri. In Gesprächen zwischen der Stadt, der Evangelischen Stadtkirchengemeinde und der neu gegründeten gemeinnützigen Trägergesellschaft AJOKI wurde eine langfristige Perspektive für das Kultur- und Bildungszentrum in der Alten Johanneskirche vereinbart.

Mit der neuen gemeinnützigen Struktur soll die Einrichtung ihre Rolle als sogenannter „Dritter Ort“ weiter ausbauen, also als Raum, der neben Arbeit und Zuhause Begegnung, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten ermöglicht. Die Angebote reichen von Kulturveranstaltungen und Bildungsformaten bis zu sozialen und interkulturellen Projekten.

Die AJOKI hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2018 aus einem Kulturcafé zu einem vielseitigen Kultur- und Bildungszentrum entwickelt. In den Räumen der umfassend sanierten Alten Johanneskirche finden Konzerte, Lesungen, Theaterveranstaltungen, Workshops und Bildungsangebote statt. Darüber hinaus arbeiten verschiedene Partnerinstitutionen vor Ort zusammen, darunter die Volkshochschule mit ihrem Grundbildungszentrum, Vereine, Initiativen sowie kirchliche Einrichtungen.

Mit der Fertigstellung des Johanneskirchplatzes soll auch das Außengelände stärker in die Nutzung einbezogen werden. Geplant ist unter anderem ein neues „Campus“-Konzept: Von Mai bis September soll die Terrasse der Alten Johanneskirche werktags als offener Lern- und Begegnungsort dienen, insbesondere für Schülerinnen und Schüler sowie andere Lernende. Das Angebot ist bewusst niedrigschwellig und konsumfrei angelegt.

Die Evangelische Stadtkirchengemeinde Hanau als Eigentümerin der Alten Johanneskirche, sieht in der Entwicklung ebenfalls ein zukunftsweisendes Modell: „Die Kirche steht heute vor vielfältigen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Orte zu schaffen, die Menschen zusammenbringen und neue Formen kirchlichen Engagements zeigen. Die Alte Johanneskirche und die AJOKI sind in den letzten Jahren zu einem solchen Leuchtturm geworden: ein innovatives Modell für Gemeinwesenarbeit, das kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen im Wortsinn Raum gibt und damit weit über unsere Gemeinde hinaus Strahlkraft entfaltet“, führt die Geschäftsführende Pfarrerin der Ev. Stadtkirchengemeinde Kerstin Schröder aus.

An den Wochenenden bleibt die AJOKI weiterhin Bühne für kulturelle Veranstaltungen. Die Räumlichkeiten der Alten Johanneskirche bieten Platz für Konzerte mit bis zu 300 Besucherinnen und Besuchern sowie für Veranstaltungen, Feiern oder kulturelle Formate mit bis zu 120 Gästen.

“Durch die Umwandlung in eine gemeinnützige Trägerschaft, die Unterstützung und die vertiefte Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Mitwirkenden können wir die AJOKI als gemeinwohlorientierten dritten Ort für die Hanauer Stadtgesellschaft fortführen und weiterentwickeln“, fasst Elias Kolbe, Initiator und geschäftsführender Gesellschafter der AJOKI, zusammen.

„Mit der Kombination aus neugestaltetem Platz und weiterentwickeltem Kulturort entsteht im Herzen der Altstadt ein neuer Schwerpunkt für Begegnung, Bildung und Kultur. Als Stadt Hanau sehen wir hier einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt und zur Stärkung des öffentlichen Raums für alle Hanauerinnen und Hanauer“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Stadträtin Isabelle Hemsley.

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Dominik Kuhn

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bei der vorstellung des neugestalteten johanneskirchplatz in der hanauer innenstadt v. l. kerstin schröder und knut rothmann von der evangelischen stadtkirchengemeinde, markus henrich (betriebsleiter des städtischen eigenbetriebs hanau infrastruktur service, his), bürgermeister dr. maximilian bieri, stadträtin isabelle hemsley, oberbürgermeister claus kaminsky, elias m. kolbe (ajoki), georgina glaser vom kulturzentrum pumpstation e. v. und dr. judith lechner vom grundbildungszentrum der volkshochschule hanau.
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bei der vorstellung des neugestalteten johanneskirchplatz in der hanauer innenstadt.

Quelle: Stadt Hanau

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