Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Landrat Thorsten Stolz: „Unsere Bildungsregion endet nicht an Verwaltungsgrenzen“
Die Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis bekennen sich klar zur Fortsetzung ihrer bewährten Zusammenarbeit im Schulbereich über das Jahr 2028 hinaus. Ziel ist es, die gewachsene Schul- und Bildungslandschaft im Stadtgebiet von Hanau sowie im westlichen Main-Kinzig-Kreis zu erhalten, zu stärken und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die derzeitige Kooperationsvereinbarung zur gegenseitigen Aufnahme von Schülerinnen und Schülern läuft noch bis zum Sommer 2028. Bereits jetzt sprechen sich Hanaus Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri sowie Landrat Thorsten Stolz dafür aus, die Vereinbarung frühzeitig zu verlängern. Gespräche zwischen den beiden Schulträgern sollen noch im Jahr 2026 aufgenommen werden. Damit wollen beide Seiten frühzeitig Planungssicherheit für Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Schulen schaffen. Das haben jetzt Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri bei einem gemeinsamen Treffen in Hanau vereinbart. Beide waren sich einig, dass die Option zur Verlängerung der Kooperationsvereinbarung genutzt werden solle.
„Die Realität unserer Bildungsregion endet nicht an Verwaltungsgrenzen. Viele Familien aus dem Main-Kinzig-Kreis entscheiden sich bewusst für einen Schulplatz in Hanau. Das soll weiterhin verlässlich möglich sein. Auch wenn Hanau jetzt kreisfrei ist, werden wir in Zukunft Schülerinnen und Schüler des Kreises aufnehmen“, betont Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. Landrat Thorsten Stolz ergänzt: „Gleichzeitig werden wir Hanauer Schülerinnen und Schüler an unseren Schulen aufnehmen, beispielsweise an der Heinrich-Böll-Schule oder dem Lichtenberg-Oberstufengymnasium. Wir wollen, dass die gewachsene Schul- und Bildungslandschaft erhalten bleibt.“
Bewährte Zusammenarbeit seit 2007
Seit 2007 arbeiten die beiden eigenständigen Schulträger eng zusammen, um ein bedarfsgerechtes und ausgewogenes gymnasiales Angebot in der Region sicherzustellen. Die Kooperation hat sich über viele Jahre als tragfähig, fair und im Sinne der Schülerinnen und Schüler bewährt. Sie gewährleistet Planungssicherheit und ermöglicht eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung der vorhandenen Kapazitäten.
Durchschnittlich pendeln pro Schuljahr rund 2.375 Schülerinnen und Schüler aus dem Main-Kinzig-Kreis an die beiden Gymnasien in Trägerschaft der Stadt Hanau sowie an den Gymnasialzweig der Otto-Hahn-Schule. Umgekehrt ist unter anderem die integrierte Gesamtschule Heinrich-Böll-Schule ein wichtiger Anlaufpunkt für über 370 Hanauer Schülerinnen und Schüler.
Mit Blick auf steigende Schülerzahlen gewinnt die frühzeitige Verständigung zusätzlich an Bedeutung. „Uns eint der klare Wille, auch über 2028 hinaus gemeinsam Verantwortung für eine starke Bildungslandschaft zu übernehmen. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet die Fortsetzung dieser Kooperation ein Mehr an Wahlfreiheit und eine weitere starke Säule für die gymnasiale Schulausbildung im Westkreis“, so Landrat Thorsten Stolz.
Dr. Maximilian Bieri ergänzt: „Eine frühzeitige Verständigung schafft Vertrauen und gibt allen Beteiligten Orientierung. Das ist gerade angesichts wachsender Schülerzahlen von großer Bedeutung.“ Zugleich sei es für die Stadt Hanau wichtig, dass Hanauer Schülerinnen und Schüler weiterhin integrierte Gesamtschulen an den Standorten Bruchköbel und Erlensee besuchen können.
Drei Säulen für den Ausbau des Gymnasialangebots
Der Main-Kinzig-Kreis setzt beim Ausbau des Gymnasialbereichs auf drei zentrale Bausteine: den Aufbau einer Oberstufe an der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau, den Ausbau des Albert-Einstein-Gymnasiums in Maintal sowie die Fortsetzung der Schulkooperation mit der Stadt Hanau.
Parallel erfolgt in Hanau die Weiterentwicklung der heutigen Haupt- und Realschule Schulzentrum Hessen-Homburg in eine Kooperative Gesamtschule (KGS) mit insgesamt neun Jahrgangszügen und gymnasialer Oberstufe. Davon allein vier Parallelklassen in der Mittelstufe im zukünftigen Gymnasialzweig der Schule. Darüber hinaus wird die Lindenauschule als Integrierte Gesamtschule von derzeit sechs auf acht Jahrgangszüge in der Mittelstufe erweitert.
Mit diesen Ausbaumaßnahmen und dem klaren Bekenntnis zur Fortsetzung der Zusammenarbeit unterstreichen Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Landrat Thorsten Stolz ihren gemeinsamen Anspruch, Bildung über Verwaltungsgrenzen hinweg zu denken – zum Wohle der gesamten Region. „Eine gute Kooperation bedeutet Gewinn für beide Seiten – und vor allem Gewinn für die jungen Menschen. Ganz gleich ob aus Hanau, Maintal oder Erlensee: Sie können sich frei entwickeln und den Bildungsabschluss anstreben, der zu ihnen passt.“
Diese Meldung im Browser anzeigen
Quelle: Redaktion MKK Echo

