Donnerstag, Februar 26, 2026
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Hochwasserschutz im Main-Kinzig-Kreis endlich entschlossen voranbringen – Rückhaltung an Salz und Bracht seit Jahrzehnten überfällig

Die Liberale Bürgerliste Gelnhausen (LBGN) fordert den Main-Kinzig-Kreis auf, sich nach Jahrzehnten der Planungen nun mit deutlich höherem politischem und administrativem Nachdruck für den Ausbau des Hochwasserschutzes im Kinzigtal einzusetzen. Insbesondere Maßnahmen zur wirksamen Rückhaltung der Kinzigzuflüsse Salz und Bracht sind nach Auffassung der LBGN seit Jahrzehnten überfällig und sachlich durch unzählige Sachverständige als wirksame Maßnahmen bestätigt.

Die gerade laufenden Schneeschmelze-, Starkregen- und daraus folgenden Hochwasserereignisse haben erneut gezeigt, wie verwundbar Gelnhausen und zahlreiche weitere Kommunen entlang der Kinzig sind. Maßnahmen unmittelbar in den hochwassergefährdeten Städten und Gemeinden verschärfen häufig die Situation für die weiter flussabwärtigen Kommunen. Hochwasserschutz ist am effektivsten am Ursprung.

„Wer die Sicherheit von Menschen, deren Eigentum und der öffentlichen Infrastruktur ernst nimmt, muss endlich strukturelle Lösungen schaffen”, erklärt Hendrik Silken für die LBGN. „Die Rückhaltung an Salz und Bracht ist kein neues Thema – sie wird seit Jahrzehnten diskutiert, aber nicht umgesetzt. Diese Verzögerung ist angesichts zunehmender Extremwetterlagen nicht länger verantwortbar.”

Auch Kolja Saß unterstreicht die Dringlichkeit: „Naturschutzrechtliche Abwägungen sind wichtig und legitim. Sie dürfen jedoch nicht dazu führen, dass der Schutz von Städten und Gemeinden faktisch nachrangig behandelt wird. Es kann nicht akzeptiert werden, dass aus formalen, bürokratischen Gründen notwendige Hochwasserschutzmaßnahmen blockiert werden, während Gelnhäuser Bürger regelmäßig einem erheblichen Risiko ausgesetzt sind.”

Bereits 2019 hat der aus Gelnhausen stammende ehemalige Landrat Erich Pipa den langwierigen maßnahmenumsetzungsfeindlichen Bürokratismus der Landesbehörden scharf kritisiert. Die LBGN fordert den Main-Kinzig-Kreis daher auf, gegenüber dem Land Hessen und den zuständigen Fachbehörden aktiv auf beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren hinzuwirken, die Erstellung von Rückhaltebecken und Retentionsflächen an Salz und Bracht klar zu priorisieren, sowie aktiv die Finanzierung aus Infrastrukturmitteln von Bund und Land einzuwerben.

„Ein moderner Hochwasserschutz muss ökologische Belange und Sicherheitsinteressen gleichermaßen berücksichtigen. Ziel muss ein ausgewogenes Konzept sein, das Natur- und Artenschutz mit einem wirksamen Schutz von Wohngebieten, Gewerbestandorten und kritischer Infrastruktur verbindet”, erklärt Saß und ergänzt: „nach Jahrzehnten der Planungen sollte man erwarten können, dass die Interessen inzwischen ausreichend abgewogen wurden und entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.”

„Wir brauchen eine vorausschauende und umsetzungsstarke Hochwasserpolitik im Main-Kinzig-Kreis”, so Silken, der die Zunahme von Schäden im Immobiliensektor berufsbedingt selbst immer öfter erlebt, abschließend. „Der Schutz unserer Städte und Gemeinden, insbesondere aber der Menschen und ihres hart erarbeiteten Eigentums, darf sich nicht noch länger hinziehen.”

Quelle: Redaktion MKK Echo

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