Junge Union Biebergemünd fordert flexible und kostengünstige Lösung
Die Junge Union (JU) Biebergemünd rückt eine ihrer zentralen Forderungen zur Kommunalwahl am 15. März erneut in den Fokus: Bauwägen als flexible Treffpunkte für Jugendliche in den Ortsteilen.
Hintergrund ist die seit Jahren angespannte Situation bei Jugendräumen und der momentan unbesetzten Stelle des Jugendarbeiters. Bestehende gemeindeeigene Räume für Jugendliche sind rar, frühere Angebote wurden nicht dauerhaft genutzt oder stehen nicht mehr zur Verfügung. Gleichzeitig zeigt sich immer wieder: Die Jugendlichen in Biebergemünd wollen sich treffen, austauschen und Zeit miteinander verbringen – aber eben nicht dauerhaft „bei Mama und Papa im Wohnzimmer“, wie die jungen Christdemokraten in einer Pressemitteilung mitteilen.
„Als Jugendliche wollen wir uns einbringen, Jugendliche wollen sich austauschen und treffen – und hier ist für Biebergemünd noch Luft nach oben. Aber dafür braucht es auch passende Räume“, betont der JU-Vorsitzende Yannick Besser. „Wir wollen keine millionenschweren Neubauten, sondern eine pragmatische Lösung, die funktioniert.“ Aus diesem Grund hat die Junge Union sich dafür ausgesprochen, Bauwägen als kleine, flexible und kostengünstige Alternativen zu prüfen.
Als einzige politische Jugendorganisation Biebergemünds, die als einziges mit der CDU junge Perspektiven im Kommunalwahlkampf thematisiert und junge Kandidaten präsentiert, habe man schon in der Vergangenheit mit dem beschlossenen Skate- und Calisthenicspark gezeigt, dass sich junges politisches Engagement lohne.
Konkret schlagen die Nachwuchspolitiker vor, zunächst jeweils einen Bauwagen für Bieber mit Roßbach, Lanzingen mit Breitenborn und Lützel sowie Kassel mit Wirtheim zu prüfen. Die Bauwägen sollen bewusst außerhalb der Dorfkerne stehen, flexibel umsetzbar sein und keine aufwendigen Baugenehmigungen erfordern. Gleichzeitig sei für die JU klar: Einfache Erreichbarkeit und sanitäre Möglichkeiten müssen gewährleistet sein.
„Es geht nicht darum, rechtsfreie Räume für Vandalismus zu schaffen“, erklärt Alexander Weigand, Gemeindevertreter aus Roßbach und JU-Spitzenkandidat zur Kommunalwahl. „Wir schlagen ein klares Anmeldeverfahren vor. Wer den Bauwagen für ein Treffen mit Freunden nutzen möchte, meldet dies bei der Gemeindeverwaltung an, erhält eine Einweisung in Rechte und Pflichten und hinterlegt eine kleine, für Jugendliche aufbringbare Kaution oder die Hinterlegung des Personalausweises. So schaffen wir Verantwortung statt Anonymität.“ Damit solle Vandalismus vorgebeugt und ein respektvoller Umgang mit dem Inventar sichergestellt werden.
Für die JU steht fest: Wer möchte, dass Jugendliche Verantwortung übernehmen, muss ihnen auch Vertrauen schenken und Verantwortung übergeben. „Wir hören immer wieder, dass Jugendliche angeblich nur zuhause am Handy sitzen. Das stimmt so nicht“, sagt Lena Hauck, stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union. „Wenn wir ihnen attraktive Treffpunkte bieten, werden sie diese auch nutzen. Bauwägen sind kein Luxusprojekt, sondern ein Signal: Wir nehmen junge Menschen ernst und bieten ihnen hierfür Räumlichkeiten.“
Die Junge Union sieht darin nicht nur ein Freizeitangebot, sondern auch einen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in den Ortsteilen. Gemeinsame Treffpunkte stärkten den Austausch unter Gleichaltrigen und förderten Eigenverantwortung.
Mit der Forderung nach Bauwägen unterstreicht die Junge Union Biebergemünd ihren Anspruch, junge Perspektiven aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen. „Kommunalpolitik darf trotz des demografischen Wandelns nicht nur für die Generation 50+ gemacht werden“, so Besser abschließend. „Wir wollen, dass junge Menschen in Biebergemünd bleiben – und dafür brauchen sie auch ihren eigenen Raum.“
Über den Verband sowie weitere Initiativen und Projekte der Jugendorganisation können sich Interessierte auf der Webseite (www.ju-biebergemuend.de) und Instagram (@ju_biebergemuend) informieren.
Quelle: Alexander Weigand | JU Pressesprecher

