Wie sieht der Alltag in einer stationären Pflegeeinrichtung aus? Welche Themen liegen den Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch den Pflegekräften auf dem Herzen? Was läuft gut und wo kann die Politik für bessere Rahmenbedingungen sorgen? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Besuchs des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Pascal Reddig und der Hanauer CDU-Oberbürgermeisterkandidatin und Stadträtin Isabelle Hemsley bei der Martin Luther Stiftung Hanau. Ziel des Besuchs war es auch, die enorme gesellschaftliche Bedeutung des Pflegeberufs stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Gemäß dem Motto „Grau ist alle Theorie“ beschränkte sich der Austausch aber nicht nur auf ein Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Thorsten Hitzel und weiteren Führungskräften; stattdessen lernten Reddig und Hemsley den Pflegealltag im Rahmen einer mehrstündigen Hospitation aus nächster Nähe kennen.
Nach einer Einführung durch Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung ging es – ausgestattet mit grünen Pflegekitteln – direkt in die Praxis. Im Wichernhaus und im Katharinenstift begleiteten Reddig und Hemsley die Mitarbeitenden bei ihrer täglichen Arbeit: Bewohnerinnen und Bewohner aus der Mittagsruhe wecken, Unterstützung bei der Versorgung, Betten machen, Kaffee verteilen und vor allem Zeit für persönliche Gespräche. Dabei zeigte sich besonders eindrucksvoll, wie einfühlsam die Pflegekräfte trotz der hohen Belastungen ihres Berufs auf jeden einzelnen Bewohner eingehen. Menschlichkeit und Nähe – trotz der oftmals wenigen Zeit, die für den Einzelnen verbleibt – vermitteln Bewohnerinnen und Bewohnern ein Gefühl von „Zuhause“.
„Pflege bedeutet weit mehr als körperliche Unterstützung – sie lebt von Zuwendung, Verantwortung und großem Engagement“, betonte Isabelle Hemsley. „Die Professionalität und Menschlichkeit der Pflegekräfte verdienen unseren höchsten Respekt und mehr gesellschaftliche Anerkennung.“ Die Arbeit der Pflegekräfte sei ebenso unverzichtbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sei wie die von Erzieherinnen und Erziehern, da sie Menschen ein Altern in Würde ermögliche. Auch Pascal Reddig zeigte sich beeindruckt: „Was hier täglich geleistet wird, ist unverzichtbar für unser Gemeinwesen. Diese Arbeit muss sich auch in besseren politischen Rahmenbedingungen widerspiegeln.“ Er hob zudem hervor, wie beeindruckend es sei, mit welcher Herzlichkeit und Empathie die Pflegekräfte trotz der anspruchsvollen Arbeitsbedingungen auf die Bewohnerinnen und Bewohner eingehen.
Im anschließenden Erfahrungsaustausch mit der Stiftungsleitung und Mitarbeitenden ging es um konkrete Verbesserungspotenziale: Entlastung durch Entbürokratisierung, konsequente Tariftreue, stärkere Unterstützung bei der Digitalisierung sowie bessere Fortbildungsbedingungen für Pflegekräfte. Die Martin-Luther-Stiftung arbeitet bereits mit digitaler Pflegedokumentation – ein wichtiger erster Schritt, der zeigt, wie moderne Technik zur Entlastung beitragen kann. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es eine politische Aufgabe bleibt, Pflegeeinrichtungen von unnötiger und zeitaufwendiger Dokumentation zu befreien, damit mehr Zeit für die Menschen bleibt. Auch die Stärkung des Images des Pflegeberufs und die Nachwuchsgewinnung wurden als zentrale Zukunftsaufgaben benannt. All diese Themen wollen Pascal Reddig und Isabelle Hemsley, die sich sehr herzlich für die Einblicke aus erster Hand bedankten, mit in die politische Debatte nehmen.
Quelle: Team Reddig

