Stadt Hanau dankt den ehrenamtlich Aktiven für fünf Fastnachts-Umzüge mit 222 Zugnummern und unzähligen Sitzungen / Friedliche Feierzeit von einem Übergriff getrübt / Stadtpolizei, Straßenreinigung, Straßenverkehrsbehörde im Dauereinsatz
Fünf Umzüge, mehrere hundert Aktive, tausende Besucherinnen und Besucher – und unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit: Die Hanauer Straßenfastnacht ist am heutigen Dienstag mit dem Umzug im Stadtteil Großauheim zu Ende gegangen.
Möglich gemacht hat die Fastnacht in der Brüder-Grimm-Stadt das enorme Engagement vieler Hanauerinnen und Hanauer: „Herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern, insbesondere den Hanauer Vereinen, den Einsatzkräften und städtischen Mitarbeitenden, welche die Umzüge in Steinheim, Klein-Auheim, Großauheim, Lamboy/Tümpelgarten und in der Innenstadt möglich gemacht haben. Was unsere Fastnachtsvereine Jahr für Jahr leisten, ist alles andere als selbstverständlich. Sie bewahren ein lebendiges Brauchtum, stärken den Zusammenhalt in den Stadtteilen und sorgen für unvergessliche Momente für Groß und Klein“, heben Oberbürgermeister Claus Kaminsy, Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Stadträtin Isabelle Hemsley hervor.
Starke Gemeinschaft vom Innenstadt-Lindwurm bis zur Laafparad
Den Auftakt machte der große Innenstadtumzug, organisiert vom Auheimer Carnevalszugverein (ACV), der sich im vergangenen Jahr neu gegründet hatte und mit großem Tatendrang Verantwortung übernommen hat. 54 Zugnummern, darunter drei Musikkapellen, sorgten für beste Stimmung zwischen Willy-Brandt-Straße und Schlossplatz. Im Anschluss feierten rund 500 Närrinnen und Narren bei der After-Zug-Party auf dem Altstädter Markt ausgelassen weiter, ein voller Erfolg. Gerade in den Stadtteilen zeigte sich eindrucksvoll, wie tief die Fastnacht in Hanau verwurzelt ist: Im Lamboy/Tümpelgarten zogen zwölf Gruppen durch die Straßen. Dort kam es zu einem Zwischenfall, der von der Polizei verfolgt wird: Unbekannte hatten mit Plastikflaschen und Glassteinen geworfen, dadurch Schäden an einem Zugfahrzeug verursacht. In Steinheim begeisterten 52 Zugnummern das Publikum, in Klein-Auheim waren es beeindruckende 60 und in Großauheim nahmen 47 Gruppen teil.
Ein besonderes Highlight war die 100. „Laafparad Klanaam“ des Karnevalszugverein Klein-Auheim e.V.. Mit 60 Zugnummern gelang dem Verein die augenzwinkernd angekündigte „Laafparad ohne Ende“ und damit der Gewinn der Jubiläumswette gegen Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Stadträtin Isabelle Hemsley. Im kommenden Jahr werden beide, die in diesem Jahr an allen Zügen teilgenommen hatten, als eigene Programmnummer Teil des närrischen Lindwurms sein. „Wir haben in diesem Jahr bei der Hanauer Fastnacht Lachfältchen, unvergessliche Momente und viele Inspirationen gewonnen“, so Bürgermeister Dr. Bieri und Stadträtin Hemsley.
Starker Einsatz hinter den Kulissen
Damit die Umzüge sicher und reibungslos verlaufen konnten, waren zahlreiche Mitarbeitende im Einsatz. Der städtische Bauhof unterstützte mit insgesamt 65 Mitarbeitenden und elf Fahrzeugen, um die Zugstrecken zu sichern. 25 Mitarbeitende begleiteten den Innenstadtumzug, 14 waren im Tümpelgarten im Einsatz, jeweils drei in Steinheim und Klein-Auheim sowie 20 in Großauheim. Die Straßenreinigung leistete an allen Tagen Enormes, um Konfetti, Verpackungen und sonstige Hinterlassenschaften schnell zu beseitigen und die Straßen wieder in einen sauberen Zustand zu versetzen. Am Samstag waren zwei Großkehrmaschinen, zwei Kleinkehrmaschinen, zwei Papierkorbwagen sowie sechs Handreiniger im Einsatz – insgesamt zwölf Mitarbeitende sorgten hier für Ordnung.
Am Sonntag, dem stärksten Umzugstag in den Stadtteilen, rückte die Straßenreinigung mit 14 Müllsammelfahrzeugen, einer Kleinkehrmaschine, einer Großkehrmaschine und fünf Handreinigern aus. Insgesamt 22 Mitarbeitende waren hier tätig. Am Montag standen zwei Großkehrmaschinen, drei Kleinkehrmaschinen sowie acht Handreiniger bereit, insgesamt 13 Personen. Am heutigen Faschingsdienstag schließlich waren zwei Kleinkehrmaschinen, eine Pritsche und fünf Handreiniger im Einsatz, getragen von einem Team aus zehn Mitarbeitenden.
Die Landespolizei und Stadtpolizei sowie die Straßenverkehrsbehörde sorgten für Sicherheit und die Verkehrslenkung. Bis auf den Vorfall beim Umzug durch Lamboy/Tümpelgarten verliefen die Umzüge friedlich. Die Stadt dankt allen Beteiligten für ihre besonnene und professionelle Arbeit.
Fastnacht verbindet
Ob „LaTü“, „Staanem“, „Klanaam“, Innenstadt und Großauheim – überall war zu spüren, wie sehr die Fastnacht das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Generationenübergreifend engagieren sich Menschen in Vereinen, bauen Wagen, nähen Kostüme, organisieren Musik und Programme. Dieses ehrenamtliche Engagement ist das Fundament der Hanauer Straßenfastnacht, die in vielen Gaststätten auch nach den Zügen weiterging. „Hanau Helau – und vor allem: Danke“, so die Stadtspitze abschließend.
Pressekontakt: Dominik Kuhn
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Quelle: Redaktion MKK Echo

