SPD-Kreistagsfraktion besucht gemeinsam Vertretern der SPD-Schlüchtern die Stadtschule in Schlüchtern, eine Haupt- und Realschule in Trägerschaft des Main-Kinzig-Kreises
Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion statteten im Januar der Stadtschule in Schlüchtern gemeinsam mit Vertretern der SPD-Schlüchtern einen Besuch ab, um sich mit der Schulleitung über die aktuelle pädagogische Entwicklung sowie den Baufortschritt der kurz vor dem Abschluss stehenden Sanierungsmaßnahmen auszutauschen. Nach den hessischen Osterferien soll der Schulbetrieb in den seit 2025 mit über 3,5 Millionen Euro sanierten Räumlichkeiten aufgenommen werden können.
Schulleiter Andreas Leibold und seine Leitungskolleginnen und -kollegen Carolin Herber, Sandra Simon und Lukas Bachmann (stellvertretender Schulleiter) gaben den Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten einen Überblick. Die Stadtschule ist eine selbstständige allgemeinbildende Schule mit dem Schwerpunkt Musik und arbeitet im Ganztagsprofil II. Seit 2025 trägt die Haupt- und Realschule den Titel „Kulturschule Hessen“. 790 Schülerinnen und Schüler lernen an der Einrichtung in 24 Realschulklassen, 9 Hauptschulklassen und 2 Intensivklassen.
„Unsere Schüler sind talentiert, fleißig und voller guter Ideen. Wir ermutigen und befähigen sie, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Praktische Erfahrungen und Gelegenheiten, das Gelernte direkt anzuwenden, stehen bei uns im Mittelpunkt“, erläutert Schulleiter Leibold den Leitsatz der Stadtschule. In den Klassen 5 und 6 der Realschule haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich für eine Themenklasse zu entscheiden. Zur Wahl stehen: Musik, Kunst oder Sport. In den übrigen Realschulklassen wird das Konzept der Freien Selbständigen Arbeit durchgeführt. Mit Begeisterung berichtete das Schulleitungsteam vom „Fliegenden Künstlerzimmer“ – ein Gemeinschaftsprojekt der Frankfurter Crespo Foundation, des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) sowie des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB), das sich auf dem Schulgelände befindet. Das außergewöhnliche Projekt bringe zwei Künstlerinnen aus Berlin direkt an die Schule und eröffne den Schülerinnen und Schülern einzigartige Möglichkeiten, Kunst hautnah zu erleben und selbst kreativ zu werden.
Besonders interessiert waren die Bildungspolitikerinnen und -politiker an der geänderten Rhythmisierung der Unterrichtsgestaltung. „Unsere Klassen 5-7 beginnen den Schultag mit einer 45-minütigen Lernzeit gefolgt von 75-Minuten-Blöcken. Ab Jahrgangsstufe 8 wird mit einem 75-Minuten-Block gestartet, der dann in eine 45-minütige Lernzeit mündet und im Anschluss daran geht es weiter im 75-Minuten-Rhythmus“, erklärt Andreas Leibold. So werde einerseits das selbstständige Arbeiten geübt, Projektarbeit durchgeführt und mit weniger Zeitdruck und somit entspannter in den jeweiligen Fächern gelernt.
Auf dem gemeinsamen Rundgang durch das Schulgebäude, konnten sich die Besucherinnen und Besucher der SPD einen Eindruck über den Baufortschritt verschaffen. An manchen Stellen sahen sie allerdings auch, dass Anregungen aus der Praxis eines Schulalltags nicht immer in die Baumaßnahmen eingebunden wurden. „Teilweise sind Materialien verbaut, die der Beanspruchung durch den Schulbetrieb unser Ansicht nach nicht lange standhalten werden. Das Büro der Verwaltungsangestellten erscheint uns deutlich zu klein und auf Nachfrage haben wir vernommen, dass in der Planung keine strukturierte Einbindung der Schulgemeinde stattgefunden hat. Dies haben wir im Rahmen unserer Schulbesuche auch in anderen Bildungseinrichtungen festgestellt. Hier werden wir in Zukunft ein Auge draufhaben und uns dafür einsetzen, dass bei Baumaßnahmen an Schulen Steuergruppen zwischen Schulleitungen und Bauamt des Kreises eingerichtet werden – ähnlich wie das beispielsweise im IT-Bereich der Fall ist und gut funktioniert – damit Theorie und Praxis besser verzahnt sind und die Schulgemeinden von den investierten Geldern langfristig und nachhaltig profitieren“, so die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, Uta Böckel.
Quelle: SPD Main-Kinzig

