Freitag, Februar 13, 2026
StartRegion 2HanauMehr Trauungen denn je: Rekordjahr für das Hanauer Standesamt

Mehr Trauungen denn je: Rekordjahr für das Hanauer Standesamt

Online-Traukalender und neues Namensrecht sorgen für steigende Fallzahlen

Das Jahr 2025 geht als das arbeitsreichste Jahr in die Geschichte des Hanauer Standesamts ein. Mit insgesamt 1.350 Eheschließungen wurde ein Rekord aufgestellt. Das sind rund 250 Trauungen mehr als im Jahr 2024. Maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen hat der digitale Traukalender, über den Trautermine inzwischen rund um die Uhr online gebucht werden können.

„Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie gut das Angebot angenommen wird. Die Möglichkeit, Trautermine flexibel und unkompliziert online zu buchen, trifft den Nerv der Zeit“, sagt Stadträtin Isabelle Hemsley, zuständig für das Standesamt. „Dass wir damit einen Rekord erreicht haben, bestätigt uns in diesem modernen und serviceorientierten Weg.“

Von den 1.350 Eheschließungen fanden 348 zu den regulären Trauzeiten statt, 1.002 Paare nutzten die sogenannten Sonderservicezeiten. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main wurden im vergangenen Jahr rund 2.500 Ehen geschlossen, in Darmstadt etwa 900.

Auch bei den Geburten verzeichnete das Standesamt im Jahr 2025 hohe Fallzahlen. Insgesamt wurden 2.074 Geburten beurkundet, davon 1.073 männliche und 1.001 weibliche Neugeborene. Die Zahl der Sterbefälle lag bei 1.738, etwa die Hälfte der Verstorbenen hatte ihren Wohnsitz in Hanau.

Ein deutlicher Arbeitszuwachs zeigte sich zudem im Bereich des Namensrechts. Zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember 2025 wurden 244 Namensänderungen registriert. Hintergrund ist das zum 1. Mai vergangenen Jahres in Kraft getretene neue Namensrecht. Durch dieses haben unter anderem Familien nun die Möglichkeit, einen echten Doppelnamen zu wählen, Volljährige können ihren Geburtsnamen einmalig neu bestimmen und Stief- und Scheidungskindern wird es in bestimmten Fällen erleichtert, ihren Namen zu ändern.

„Um den gestiegenen Beratungs- und Bearbeitungsbedarf aufzufangen, haben wir eine eigene Stelle mit einer zentralen Ansprechperson für alle nachträglichen Namenserklärungen geschaffen“, erläutert Isabelle Hemsley. Die Zahl der Anträge auf behördliche Vornamensänderungen hat sich im Vergleich zu den Jahren 2023 und 2024 verdoppelt: 26 Anträge wurden 2025 gestellt (2023: 11; 2024: 12).

Mit dem Eintritt der Kreisfreiheit ist die Stadt Hanau nun auch für behördliche Familiennamensänderungen zuständig. Diese werden, ebenso wie die behördlichen Vornamensänderungen, beim Standesamt bearbeitet.

„Das Standesamt ist ein sensibler und zugleich sehr lebensnaher Bereich der Verwaltung. Hier begleiten wir die Menschen bei den wichtigsten Stationen ihres Lebens“, sagt Stadträtin Isabelle Hemsley. „Mein Dank gilt den Mitarbeitenden, die dieses Rekordjahr mit großem Engagement, Fachkompetenz und hoher Serviceorientierung gemeistert haben und dabei an über tausend Sonderterminen im Dienst waren.“

Pressekontakt: Julia Oppenländer

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Quelle: Redaktion MKK Echo

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