Freitag, Februar 13, 2026
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Bildungschancen für Bruchköbel sichern

Für die Grünen steht die „Böll“ als integrierte Gesamtschule nicht zur Debatte

Es ist Kommunalwahlkampf – und da kommt, stellen die Grünen fest, regelmäßiger als die Jahreszeiten wieder die (Schein-) Debatte um die Zukunft der Heinrich-Böll-Schule (HBS) in Bruchköbel auf. Sie berührt, so die Grünen, den Kern ihrer lokalen Bildungspolitik. Die Partei teilt mit, dass sie sich gemeinsam mit Eltern, Schülerinnen und Schülern unmissverständlich dafür einsetzt, dass die HBS als Integrierte Gesamtschule (IGS) erhalten bleibt. Eine Umwandlung in eine kooperative Gesamtschule sei ein Rückschritt, der Potenziale verschenke, indem er Kinder zu früh trennt. Die Forderung der CDU Main-Kinzig einer Umwandlung in eine dreigliedrige kooperative Gesamtschule erteilen die Grünen eine deutliche Absage.

Oliver Blum, grüner Erster Stadtrat in Bruchköbel und selbst ehemaliger Böll-Schüler, setzt sich für den Erhalt als Integrierte Gesamtschule ein, weil sie für Chancengerechtigkeit und echten Zusammenhalt steht. „‚Gemeinsam länger lernen bedeutet, Kindern mehr Zeit für ihre Entwicklung zu geben und ihre Stärken zu fördern.“

Pädagogische Chancen des gemeinsamen Lernens: Die IGS ist ein zentraler Baustein für Bildungsgerechtigkeit. Das Konzept des längeren gemeinsamen Lernens ermöglicht es, soziale Selektion zu vermeiden und individuelle Stärken gezielt zu fördern. Dieses Modell hat, wie Christian Kraus von der Hessischen Lehrkräfteakademie ausführt, beispielsweise in Skandinavien Tradition und führt dort zu deutlich besseren Bildungserfolgen als das dreigliedrige System in Deutschland.

An der Heinrich-Böll-Schule lernen Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft oder Begabung miteinander statt gegeneinander. Dass dieses Konzept aufgeht, zeigt die Praxis: Die Heinrich-Böll-Schule führt jedes Jahr viele Schülerinnen und Schüler erfolgreich in die gymnasiale Oberstufe, wie der ehemalige Schulleiter Ernst Münz bestätigt und der die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Oberstufengymnasium daher zu Recht als vorbildlich beschreibt.

Die Grünen begrüßen auch das klare Bekenntnis zur Integrierten Gesamtschule in Bruchköbel von Landrat Thorsten Stolz, der feststellt: „Ich werde mich ganz klar für den Erhalt der Heinrich-Böll-Schule als Integrierte Gesamtschule stark machen.“ An seiner Ankündigung, nun endlich auch in zeitgemäße Räume und eine entsprechende Ausstattung zu investieren, werden die Grünen ihn messen.

Vor diesem Hintergrund unterstützen die Grünen die Petition der SPD Main-Kinzig für den Erhalt der Heinrich-Böll-Schule als integrierte Gesamtschule (https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-der-heinrich-boell-schule-bruchkoebel-als-igs) mit den darin formulierten Forderungen ausdrücklich:

Erhalt der Heinrich-Böll-Schule als Integrierte Gesamtschule (IGS)

Umfassende bauliche Modernisierung und Weiterentwicklung des Schulstandorts

Rücknahme der Lehrerstundenkürzungen an den Integrierten Gesamtschulen

Denn für die Grünen zeige die HBS als Erfolgsmodell für Bruchköbel und den Kreis, dass Vielfalt und gemeinsames Lernen gelebte Praxis sind. Das müsse eine Zukunft haben.

„Wenn die CDU, die im Kreis gemeinsam mit der SPD regiert, bereit ist, im großem Umfang Mittel für die Modernisierung der Heinrich-Böll-Schule zu stecken – im Wahlprogramm wird sogar von einem Neubau gesprochen – so können diese Mittel durch die Gelnhäuser Koalition gerne für die Integrierte Gesamtschule Heinrich Böll verwendet werden“, erklärt Uwe Ringel, Ortsverbandvorsitzender der Bruchköbeler Grünen.

Quelle: Redaktion MKK Echo

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