Die CDU-Fraktionen und CDU-Parteiverbände in Nidderau, Neuberg, Ronneburg und Hammersbach haben mit der gemeinsamen sogenannten Hammersbacher Erklärung eine Erklärung zur Zukunft der Mobilität im ländlichen Raum veröffentlicht. Unter dem Titel „Mobilität verbindet“ setzen die Beteiligten damit ein klares Zeichen für eine neue Qualität der interkommunalen Zusammenarbeit.
Mit der Erklärung bekennen sich die beteiligten CDU-Verbände und CDU-Fraktionen dazu, Mobilität als zentrale Voraussetzung sozialer Teilhabe künftig gemeinsam und über Gemeindegrenzen hinweg weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Mobilität nicht länger isoliert in einzelnen Kommunen zu betrachten, sondern als gemeinsames Handlungsfeld in einem zusammenhängenden Lebens- und Bewegungsraum.
Die vier Kommunen liegen unmittelbar nebeneinander und bilden bereits heute einen gemeinsamen Alltags- und Bewegungsraum. Viele Wege – etwa zu Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten, Behörden oder sozialen Angeboten – verlaufen längst über kommunale Grenzen hinweg. Vor diesem Hintergrund sehen die Unterzeichnenden die Notwendigkeit, Mobilität interkommunal neu zu denken und strukturell weiterzuentwickeln.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, bestehende Angebote in Frage zu stellen. Vielmehr knüpft die Erklärung an vorhandene Ansätze an und entwickelt sie weiter. Die Beteiligten sind sich zugleich bewusst, dass die Herausforderungen im ländlichen Raum von den Kommunen allein nicht gelöst werden können. Ziel ist es daher, gemeinsam mit Kreis, Land und Bund gemeindeübergreifend an einem tragfähigen Lösungsmodell zu arbeiten, das unterschiedliche Mobilitätsansätze bündelt und dauerhaft weiterentwickelt.
Als Beispiele für bereits bestehende Ansätze verweisen die Beteiligten auf unterschiedliche Modelle, die im ländlichen Raum erprobt werden und wertvolle Erfahrungen liefern. On-Demand-Angebote im Main-Kinzig-Kreis, etwa CARLOS, zeigen ebenso wie ehrenamtlich organisierte Bürgerbus-Modelle, dass es verschiedene Wege gibt, Mobilität flexibel, bedarfsgerecht und nah an den Bedürfnissen der Menschen zu gestalten.
Neu ist der gemeinsame politische Wille und Anspruch der beteiligten Kommunen, diese unterschiedlichen Ansätze nicht isoliert nebeneinander bestehen zu lassen, sondern sie in einem größeren ländlichen Raum zusammenzuführen, vergleichend weiterzuentwickeln und in einen übergeordneten politischen und organisatorischen Rahmen einzubetten. Ziel ist es, auf dieser Grundlage passgenaue Lösungen für unterschiedliche örtliche Anforderungen zu entwickeln und die Region gemeinsam als Modellraum für zukunftsfähige Mobilität im ländlichen Raum weiterzuentwickeln.
Der Erklärung ging ein intensiver gemeinsamer Abstimmungsprozess voraus, in dem bis zuletzt an Formulierungen und Zielsetzungen gearbeitet wurde, um den unterschiedlichen kommunalen Ausgangslagen gerecht zu werden und eine klare, tragfähige Perspektive für die kommenden Jahre zu entwickeln.
Die Unterzeichnung der Erklärung fand im Beisein von mehr als 35 Mitgliedern, Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern sowie Unterstützerinnen und Unterstützern der CDU aus allen vier Kommunen statt. Die große Beteiligung sowie die Wortmeldungen im Anschluss machten deutlich, dass der eingeschlagene Weg auf breite Zustimmung stößt. Die Atmosphäre war von Ernsthaftigkeit und Aufbruch geprägt – verbunden mit dem gemeinsamen Bewusstsein, dass es sich nicht um eine formale Erklärung, sondern um einen bewusst gesetzten politischen Arbeitsauftrag handelt.
Die Erklärung ist als gemeinsame politische Verständigung für die kommende Wahlperiode angelegt. Die beteiligten CDU-Fraktionen haben vereinbart, die darin formulierten Ziele frühzeitig in etwaige Koalitionsverhandlungen einzubringen und auf dieser Grundlage in den kommunalen Gremien entsprechende Beschlüsse anzustoßen, um die Verwaltungen mit der weiteren Ausarbeitung und Umsetzung zu beauftragen.
Auch auf übergeordneter Ebene findet der eingeschlagene Weg Unterstützung. Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig, der direkt gewählte Landtagsabgeordnete Max Schad sowie der Beigeordnete des Main-Kinzig-Kreises Jannik Marquart begleiten den Ansatz und unterstützen die Weiterentwicklung konstruktiv. Sie unterzeichnen die Erklärung, weil der interkommunale Ansatz zeigt, wie kommunale Verantwortung, politischer Wille und übergeordnete Rahmenbedingungen sinnvoll zusammengeführt werden können, um neue Antworten auf zentrale Herausforderungen im ländlichen Raum zu entwickeln.
Mit der gemeinsamen Erklärung „Mobilität verbindet“ senden die Unterzeichnenden ein klares Signal: Der ländliche Raum ist bereit, Verantwortung zu übernehmen, neue Wege gemeinsam zu erproben und Mobilität aktiv weiterzuentwickeln – realistisch, partnerschaftlich und mit Blick auf die Menschen vor Ort.
Quelle: Presseerklärung CDU-Hammersbach / Jürgen W. Niehoff

