Die SPD Gelnhausen begrüßt ausdrücklich die von der Kreiskoalition angekündigte Schulbauoffensive im Main-Kinzig-Kreis. Zugleich mahnt sie aber an, dass der Schulstandort der Philipp-Reis-Schule (PRS) in den jüngsten öffentlichen Äußerungen des Kreisbeigeordneten Jannik Marquart kaum berücksichtigt wurde, und fordert eine klare, verlässliche Perspektive für alle Schulformen der Philipp-Reis-Schule.
Während Schuldezernent Marquart kreisweit von einem „Schulbauturbo” spricht und Versäumnisse der Vergangenheit betont, erinnert die SPD daran, dass die Verantwortung für den Schulbau im Main-Kinzig-Kreis in den vergangenen acht Jahren bei der CDU lag. Die aktuelle Darstellung erweckt ein Bild, das mit den tatsächlichen Zuständigkeiten nicht übereinstimme. Zudem entsteht durch die Zuspitzung seiner Aussagen der Eindruck, Unterricht habe vielerorts unter provisorischen Bedingungen „auf dem Schulhof” stattgefunden – eine Darstellung, die nach Einschätzung der SPD der Realität nicht gerecht wird.
Victoria Schmidt, Ortsvorsteherin von Gelnhausen, erklärt: „Wenn öffentlich von verlorenen Jahren im Schulbau gesprochen wird, gehört zur Ehrlichkeit auch, wer in dieser Zeit die politische Verantwortung getragen hat. Das darf man nicht ausblenden.”
Besonders irritiert zeigt sich die SPD über Marquarts Aussage, in Gelnhausen sei „baulich nichts mehr möglich”. Gleichzeitig habe er angekündigt, dass Gelnhäuser Schülerinnen und Schüler ab einer bestimmten Klassenstufe künftig nach Rothenbergen an die Anton-Calaminus-Schule wechseln sollen. Für die SPD Gelnhausen ist diese Position erklärungsbedürftig, da sie den Schulstandort der Barbarossastadt unmittelbar betrifft.
Markus Kolb, Mitglied des SPD-Vorstands Gelnhausen, betont: „Wir haben frühzeitig einen Masterplan für die Philipp-Reis-Schule vorgeschlagen – inklusive der Prüfung von Straßenführungen, angrenzenden Grundstücken sowie der Option eines teilweisen oder vollständigen Neubaus. Bevor man den Standort schwächt, müssen alle realistischen Möglichkeiten für den Grund- wie auch den Hauptschulzweig ausgeschöpft werden.”
Die SPD Gelnhausen bekräftigt ihre Unterstützung für den Schulbaukompromiss der Kreiskoalition, einschließlich der geplanten Verbindung zur Anton-Calaminus-Schule in Rothenbergen. Zugleich erwartet sie, dass der Standort Gelnhausen nicht durch pauschale Aussagen oder politische Vorfestlegungen benachteiligt wird.
Ortsvorsteherin Victoria Schmidt stellt dazu klar: „Wir nehmen zunächst einmal zur Kenntnis, dass Dezernent Marquart erklärt, in Gelnhausen sei baulich nichts mehr möglich und Schülerinnen und Schüler müssten künftig nach Rothenbergen wechseln. Genau deshalb bleibt unsere Position unverändert: Bevor der Schulstandort Gelnhausen geschwächt oder ausgedünnt wird, müssen alle baulichen, planerischen und flächenbezogenen Optionen am bestehenden Standort vollständig und ohne politische Vorfestlegung geprüft werden.”
Text: SPD Gelnhausen
Quelle: Redaktion MKK Echo

