Im Rahmen des von der EU geförderten Erasmus+ Programms reisten zehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Kopernikusschule Freigericht für eine Woche nach Stockholm. Ziel des internationalen Austauschs war das Projekt mit dem Titel „Remembrance – Der Gebrauch von Geschichte in Stockholm“, das sich mit der Frage beschäftigte, wie Geschichte erinnert, dargestellt und genutzt wird.
Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Marie-Luise Campen-Schreiner, Helena Ziegler und Sebastian Ullrich. Neben der Kopernikusschule Freigericht nahmen das Södra Latins Gymnasium in Stockholm sowie Les Iris aus Bordeaux an dem Projekt teil. Die Unterbringung erfolgte in schwedischen Gastfamilien, wodurch die Jugendlichen einen intensiven Einblick in den Alltag vor Ort gewinnen konnten – trotz eisiger Temperaturen, die Stockholm während der Projektwoche fest im Griff hatten.
Gearbeitet wurde ausschließlich auf Englisch in gemischten internationalen Gruppen, was nicht nur die Sprachkompetenz der Teilnehmenden förderte, sondern auch den interkulturellen Austausch stärkte. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten verschiedene Stadtteile der schwedischen Hauptstadt auf den Gebrauch von Geschichte vor Ort und präsentierten ihre Ergebnisse. Zu diesem Zwecke standen zahlreiche Exkursionen, die das Thema Erinnerungskultur aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten, an. So nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer geführten Tour durch Östermalm teil, die sich mit der Spionage in Stockholm während des Zweiten Weltkriegs beschäftigte. Weitere Programmpunkte waren Besuche im Armeemuseum, im Holocaust-Museum, im Living History Forum sowie in der Europe Experience im Kulturhaus Stockholm, wo europäische Geschichte und Politik interaktiv vermittelt werden.
Ein weiterer Höhepunkt war die Führung durch das Stockholmer Rathaus, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Abgerundet wurde die Woche durch ein gemeinsames Abendessen, bei dem Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern zusammenkamen und traditionelle schwedische Spezialitäten genießen konnten.
Das Erasmus+ Projekt bot den Teilnehmenden nicht nur die Möglichkeit, historische Themen außerhalb des Klassenzimmers zu erleben, sondern auch neue Freundschaften zu knüpfen und den eigenen Blick auf Geschichte und Erinnerung im europäischen Kontext zu erweitern. Die Woche in Stockholm wird den Beteiligten daher sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Im März wird die Kopernikusschule dann die Partnerschulen aus Bordeaux und Stockholm in Freigericht begrüßen.

Quelle: Thorsten Weitzel

