Donnerstag, Februar 5, 2026
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Gute Bildung braucht gute Räume – SPD-Kreistagsfraktion unterstützt Ausbaupläne für die Adolf-Reichwein-Schule in Rodenbach

Gemeinsam mit Landrat Thorsten Stolz, Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna und Vertretern der SPD-Rodenbach besuchten Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion die Adolf-Reichwein-Schule.

Die Adolf-Reichwein-Schule in Rodenbach ist eine Grund-, Haupt- und Realschule und eine der wenigen Schulen im Main-Kinzig-Kreis, die noch eine Förderstufe anbieten. Seit diesem Schuljahr ist sie außerdem Teil des Start-Chancen Programmes des Landes Hessen. Gemeinsam mit Landrat Thorsten Stolz, Rodenbachs Bürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Schejna und Vertretern der SPD-Rodenbach, besuchten Bildungspolitiker der SPD-Kreistagsfraktion die Schule, um sich vor Ort über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Empfangen wurden sie von Schulleiterin Nicole Haselhuhn, die die Besucher auf den neuesten Stand brachte. 779 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule zurzeit, rund 450 davon im Grundschulbereich. 90 Kinder werden inklusiv beschult. „Es gibt verschiedene Förderschwerpunkte bei der inklusiven Beschulung“, informiert Nicole Haselhuhn. „Die meisten inklusiv beschulten Kinder an unserer Schule haben die Förderschwerpunkte Lernen, geistige oder sozial-emotionale Entwicklung. Außerdem befinden sich viele Kinder in vorbeugenden Maßnahmen zu den Förderschwerpunkten“. Unterstützt werden die Lehrkräfte und die betroffenen Schülerinnen und Schüler durch Förderschullehrkräfte, die jedoch nur stundenweise am Unterricht teilnehmen. Den Rest der Zeit sind die Klassen- und Fachlehrer auf sich allein gestellt. „Grundsätzlich sehen wir, dass die Kinder von der gemeinsamen Beschulung profitieren“, macht Nicole Haselhuhn deutlich. Dies würde auch von den Förderschulkräften betont. Dabei gehe es nicht nur ausschließlich um die Vermittlung der schulischen Inhalte. „Die Kinder lernen viel auf persönlicher Ebene, wie das Verhalten im Klassenverband, im sozialen Miteinander sowie der Bewältigung vieler Alltagssituationen“. Der Anspruch der Schulleitung und des Kollegiums ist grundsätzlich, alle Schülerinnen und Schüler fit für das Leben zu machen. Darauf zielt auch das Start-Chancen Programm des Landes Hessen ab, an dem die Schule seit diesem Schuljahr teilnimmt. Der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg soll geschwächt werden. Finanzielle Mittel für z.B. zusätzliche Lernstoffe und eine barrierefreie und lernförderliche Infrastruktur können beantragt werden. „Die Notwendigkeit des Programmes verdeutlicht, das Schulen längst nicht mehr nur für die Vermittlung von Lerninhalten verantwortlich sind. Sie werden immer mehr zu Lernorten die Inhalte vermitteln, die früher im Elternhaus und Familienverband erlernt wurden“, so Julia Czech, Vorsitzende des Arbeitskreises Bildung der SPD-Main-Kinzig. Dabei gehe es nicht nur um soziale Kompetenz, auch ganz praktische Dinge, wie das Essen mit Messer und Gabel müssten teilweise vermittelt werden, ergänzt Nicole Haselhuhn. Eine wachsende Herausforderung für das Lehrerkollegium und die Betreuungspersonen.

Auch für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielen die Schulen eine immer größere Rolle. Die Adolf-Reichwein-Schule bietet eine Ganztagsbetreuung von 7.00–17.00 Uhr, die aktuell von 195 Kindern in Anspruch genommen wird. Perspektivisch wird die Schule weiterwachsen. „In Rodenbach entsteht gerade ein Neubaugebiet, dadurch werden die Schülerzahlen steigen“, teilt Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna mit. Auch sonst sei in Rodenbach viel in Bewegung, junge Familien ziehen vermehrt zu. Sukzessive werde die Schule auf bis zu 1.000 Schüler wachsen. Gemeinde und Schule prägt ein gutes Verhältnis, man unterstützt sich, wo immer möglich, betonen Schulleiterin und Bürgermeister. „Die Adolf-Reichwein-Schule ist wichtig für unsere Gemeinde Rodenbach und sie muss jetzt fit gemacht werden, um den steigenden Schülerzahlen Rechnung tragen zu können“, macht Schejna deutlich. „Schon jetzt fehlen der Schule Ausweichflächen für inklusive Schüler, die auch immer wieder Rückzugsorte und eine ruhige Umgebung brauchen“, ergänzt Nicole Haselhuhn. „Die Mensa ist zu klein, die Schüler Essen nacheinander in zwei Tranchen, da nicht alle gleichzeitig versorgt werden können.“

Abhilfe sollen der Anbau von zwei Klassenräumen im aktuellen Grundschulbereich und ein L-förmiger Erweiterungsbau um ein bestehendes Gebäude des Haupt- und Realschulzweiges schaffen. Ein Planungsbüro wurde bereits beauftragt. „Zwanzig Millionen Euro investiert der Main-Kinzig-Kreis in den Ausbau und die Sanierung der bestehenden Gebäude in den nächsten Jahren“, hält Landrat Stolz fest und verdeutlicht damit den enormen Investitionsbedarf in die Schulen, der viele Schulträger immer wieder vor Herausforderungen stellt. „Wir wollen unsere Schulen im Main-Kinzig-Kreis zukunftsfähig aufstellen. Bildung ist die zentrale Voraussetzung für ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben und wir möchten den Schülerinnen und Schülern dafür möglichst gute Rahmenbedingungen schaffen“, so der Landrat weiter. Eine enorme Aufgabe bei über 100 Schulen in Trägerschaft des Kreises.

„Wichtig ist der Einbezug der jeweiligen Schulleitungen in die Planungen für Erweiterungen oder Neubauten“, unterstreicht Uta Böckel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion. „Die Schulen wissen in der Regel selbst am besten was gebraucht wird und welche Materialien geeignet sind und welche nicht. Die SPDKreistagsfraktion wird die weiteren Schritte eng begleiten und sich weiterhin dafür einsetzen, dass alle Schulen im MainKinzigKreis die Bedingungen erhalten, die sie für gute Bildung benötigen“.

Quelle: Redaktion MKK Echo

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