Die derzeitige finanzielle und personelle Situation im „Eine-Welt-Laden“ schildert die Vorsitzende Andrea Hainer vom Verein – der überkonfessionell arbeitet – als dramatisch. Am 1. November würde der Verein gerne sein 30-jähriges Jubiläum in den Räumlichkeiten in der Gelnhäuser Straße 3a in Niederrodenbach feiern, aber derzeit ist den 23 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen danach nicht zu Mute. Allein die zu Beginn des Jahres um 40 % gestiegenen Mietkosten übersteigen bereits die derzeitigen Einnahmen. Dazu kommen noch die ebenfalls gestiegenen Energiekosten für Strom und Heizung. Die insgesamt 44 Vereinsmitglieder und die 23 freiwilligen Helfer*innen machen sich große Sorgen und waren bereits auf der Suche nach einem alternativen Standort in Rodenbach. „Eine Lösung sehen wir derzeit leider nicht und befürchten die Schließung“ bedauert die Vorsitzende bei einem unüberhörbaren Hilferuf an die alte und neue Kundschaft.
Mit dem Verkauf von Produkten aus dem FAIREN HANDEL werden Entwicklungsländer unterstützt. Zu den Angeboten gehören Kaffee, Tee, Süßigkeiten, Schokolade, Gewürze, Obst und immer frische Bananen.
Die ehrenamtlichen Helfer*innen leisten in der Regel monatlich eine Vor- oder Nach-mittagsschicht am Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 12:30 Uhr oder 15:00 bis 18:00 Uhr sowie am Samstag von 10:00 bis 12:30 Uhr Dienst im „Eine-Welt-Laden“. Eine Verstärkung durch lebensjüngere Helfer*innen würde dem Verein gegen die Überalterung helfen. Gerne können sich Interessenten*innen im Laden melden und ihre Mithilfe anbieten. Gleiches gilt für Ladenbesitzer mit leerstehenden Räumlichkeiten.
Der „Eine-Welt-Laden“ befand sich von 1996 bis 2008 direkt gegenüber der Ev. Kirche wo früher die Metzgerei Maisch war und ist seit 2028 in der Gelnhäuser Straße 3a. Jedes Jahr werden auch die Gelegenheiten sich bei Veranstaltungen wie z.B. beim Weihnachtsmarkt oder bei Anlässen der Evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie im Medientreff der Gemeinde genutzt, um die oft landestypischen Produkte meist ferner Länder zu präsentieren und für die Unterstützung der Erzeuger zu werben. An Geschenkideen mangelt es ebenfalls nicht, denn Spielzeug ohne Kinderarbeit oder fair gehandelter Silberschmuck aus Mexiko gehören zu den Angeboten.
Nach übereinstimmender Meinung der Vereinsmitglieder hat sich seit den Neueröffnungen der REWE- und TEGUT-Filialen der Preiskampf verschärft und das Käuferverhalten verändert.


Quelle: Anton Hofmann

