Mittwoch, Februar 4, 2026
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Nägel mit Köpfen machen – SPD schlägt konkrete Drittelfinanzierung für Musikzentrum Freigericht vor

Main-Kinzig-Kreis, Land Hessen und Gemeinde sollen gemeinsam Verantwortung übernehmen

Vor dem Hintergrund der erneut aufgekommenen Diskussion um ein Musikzentrum in Freigericht sprechen sich die SPD Main-Kinzig und die SPD-Freigericht dafür aus, das Projekt nun entschlossen voranzubringen und klare nächste Schritte einzuleiten. Mit einem konkreten Finanzierungsvorschlag wollen sie „Nägel mit Köpfen machen“ und die Grundlage für eine zügige Realisierung schaffen. „Wir schlagen ganz konkret eine Drittelfinanzierung durch den Main-Kinzig-Kreis, das Land Hessen und die Gemeinde Freigericht vor. Das wäre die zentrale Grundlage für die Realisierung des Projekts“, erklären der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Klaus Schejna, und der Vorsitzende der SPD-Freigericht, Marvin Jung, in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Runder Tisch soll Projekt beschleunigen
Um den Prozess strukturiert und verbindlich voranzubringen, wird die SPD in der Gemeindevertretung nach der Kommunalwahl im März einen Antrag einbringen. Ziel ist es, den Gemeindevorstand zu beauftragen, einen runden Tisch mit allen relevanten Projekt- und Finanzierungspartnern einzuberufen. Dieser soll zeitnah die Investitionsaufteilung klären und absichern sowie – unter Federführung des Gemeindevorstands – gemeinsam mit dem engagierten Förderverein ein tragfähiges und zukunftssicheres Betreiberkonzept entwickeln. Dabei versteht sich von selbst, dass die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Freigericht und des Main-Kinzig-Kreises berücksichtigt werden müssen.

Die SPD sieht gute Voraussetzungen dafür, dass das Projekt nun gemeinsam vorangebracht werden kann. Nachdem sich der Bürgermeister der Gemeinde Freigericht, der heimische Landtagsabgeordnete sowie der Zweite Kreisbeigeordnete öffentlich für das Musikzentrum positioniert haben, bestehe eine realistische Chance, Finanzierung und Umsetzung in einem gemeinsamen Kraftakt zu sichern – und zwar parteiübergreifend.

Verbindlichkeit statt bloßer Absichtserklärungen
„Das klare Bekenntnis der CDU-Verantwortungsträger von der Gemeinde über den Kreis bis hin zum Land Hessen ist absolut zu begrüßen“, betont Marvin Jung. Jetzt komme es aber darauf an, aus grundsätzlicher Zustimmung konkrete Verbindlichkeit zu machen.

In einem persönlichen Gespräch mit Landrat Thorsten Stolz habe dieser signalisiert, dass sich der Main-Kinzig-Kreis eine finanzielle Förderung vorstellen könne. „Landrat Thorsten Stolz hat mir gegenüber deutlich gemacht, dass eine Drittelfinanzierung realistisch ist, wenn Gemeinde und Land ebenfalls Verantwortung übernehmen und sich angemessen engagieren. Diese Bereitschaft ist jetzt durch die jüngsten Veröffentlichungen erkennbar“, so Marvin Jung weiter. Besonders erfreulich sei dabei die Offenheit des Landrats, der zugleich Kultur- und Finanzdezernent des Kreises ist. Ergänzend könnten mögliche Fördermittel von Bund und EU das Projekt zusätzlich stärken.

Musikzentrum als kultureller Leuchtturm
Die kulturpolitische Bedeutung eines Musikzentrums hebt die SPD-Kreistagsabgeordnete Susanne Friske hervor: „Ein solches Musikzentrum ist weit mehr als ein Gebäude. Es ist ein Ort der Bildung, der Begegnung und der kulturellen Identität. Kulturelle Infrastruktur gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen brauchen wir Orte, die Menschen zusammenbringen, Talente fördern und Gemeinschaft stärken.“ Klaus Schejna und Marvin Jung unterstreichen: „Wer den langfristigen Wert dieses Projekts erkennt, muss auch bereit sein, Verantwortung gemeinsam zu tragen. Deshalb ist eine faire und breit aufgestellte Finanzierung entscheidend.“

Einbindung der Kulturschaffenden als Schlüssel
Die SPD erinnert daran, dass der Main-Kinzig-Kreis seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner der Kulturschaffenden ist. Durch die kontinuierliche Förderung von Musik- und Gesangvereinen, Chören und Musikschulen stellt der Kreis jährlich rund 70.000 Euro an laufenden Fördermitteln zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt im Landkreis.

Für die SPD ist daher klar: An einem runden Tisch müssen neben Politik und Verwaltung auch Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Musikvereine, Gesangvereine, Chöre und Musikschulen beteiligt werden. „Ein solches Projekt braucht nicht nur breite finanzielle, sondern auch ideelle Unterstützung. Die Akteure der regionalen Musik- und Chorlandschaft gehören zwingend mit an den Tisch“, betonen Schejna und Jung.

Chance für Bildung, Gemeinschaft und Region
Aus Sicht der SPD bietet das Musikzentrum die Chance, einen kulturellen Leuchtturm für Freigericht und den Main-Kinzig-Kreis zu entwickeln. Es könne zu einem zentralen Baustein der musikalischen Bildung werden und Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unabhängig von sozialer Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten Raum zum Lernen, Proben und Erleben von Kultur bieten.

Gerade im ländlichen Raum sei ein solches Angebot von unschätzbarem Wert: Musikalische Bildung fördere Kreativität, soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung, stärke Ehrenamt und Vereinsleben und trage wesentlich zur Lebensqualität in der Region bei.

„Wenn ein Angebot regional genutzt wird, dann muss es auch regional getragen werden“, so das gemeinsame Fazit der SPD. „Eine Drittelfinanzierung durch Gemeinde, Kreis und Land ist sachgerecht, fair und zukunftsfähig. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und dieses wichtige Projekt auf ein solides Fundament zu stellen. Freigericht und der Main-Kinzig-Kreis profitieren davon – kulturell, sozial und gesellschaftlich“, so Marvin Jung und Klaus Schejna.

Quelle: Redaktion MKK Echo

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