Mittwoch, Februar 4, 2026
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Viele Ideen beim Spaziergang durch Schlüchtern-West

Areal kann mit Fördergeldern entwickelt werden / Möller freut sich über Bürgerbeteiligung

Wie soll Schlüchtern in Zukunft aussehen? Was fehlt, was kann besser werden? Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, hatte die Stadt am vergangenen Wochenende zu einem Spaziergang durch das Quartier Schlüchtern-West geladen. Dieses Gebiet kann in den kommenden zehn Jahren mit Fördergeldern aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt entwickelt werden. Und da sollen möglichst viele mitreden, denn Ideen für das Gesamtkonzept darf jede und jeder einbringen.

„Wir wollen einen Plan erstellen, wie dieses Areal ganzheitlich entwickelt werden soll”, sagte Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller zu Beginn der Tour. „Wir selbst haben natürlich schon einige Ideen eingebracht, wir wollen aber möglichst viele am Prozess beteiligen. Dazu gehören die Vertreterinnen und Vertreter der Politik, aber vor allem auch die Menschen, die dieses Quartier nutzen und Menschen, die hier leben.”

Das Areal umfasst unter anderem den Bahnhof, das Acis-Gelände und die Lieserhöhe, das Vogt-Areal mit der Kinzig-Aue, das Gelände der Beruflichen Schulen, der Bergwinkel-Grundschule, der Max-Wolf-Schule sowie der Stadtschule, außerdem das Hallen- sowie das Freibad und die Tennisplätze, aber noch einiges mehr.

Worum es genau geht, erläuterten Tobias Orth und Thomas Rau von der Stadtverwaltung: „Wohnen, Freiflächen, Wegeverbindungen, Stellplätze, Aktivitäten – es darf alles mitgedacht werden, alles ist möglich.” Gemeinsam mit Mario Gans und Piera Welker vom Planungsbüro NH Projektstadt leiteten sie den Spaziergang durch Schlüchtern-West.

Halt wurde beispielsweise am Fliegenden Künstlerzimmer gemacht, das derzeit auf dem Schulhof der Stadtschule residiert. „Dies wollen wir am liebsten dauerhaft in Schlüchtern verorten”, sagte Thomas Rau.

Natürlich haben die Verantwortlichen der Stadt sowie die Beteiligten aus der Politik schon einige Ideen in das Handlungskonzept einfließen lassen. Kerstin Baier-Hildebrand von der Stadtverwaltung erklärte, dass auch die Online-Umfrage für Schülerinnen und Schüler eine Rolle spielen soll. Mehr als 500 junge Menschen hatten teilgenommen – ein äußerst starker Wert. Auch die Ergebnisse aus der Kooperation mit der Hochschule Fulda, bei dem es um eine stärkere Beteiligung Kinder und Jugendlicher an der Stadtentwicklung gehe, sollen im Handlungskonzept berücksichtigt werden, ergänzte der Schlüchterner Günther Koch. Er ist beim Kreis in der Jugendhilfeplanung tätig.

Matthias Möller sagte abschließend: „Mit unserer Tour durch das Quartier hört die Beteiligung natürlich nicht auf. Das Förderprogramm geht insgesamt über zehn Jahre. Wir wollen die Menschen bis zum letzten Tag mit einbinden. Dafür sind noch viele weitere Formate vorgesehen. Wir freuen uns auf den Prozess.”

Zum Beispiel ist eine Beteiligung jederzeit online über die Plattform Your Voice unter https://schluechtern-west.yourvoice-projektstadt.de/ möglich.

Quelle: Redaktion MKK Echo

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