Fachfirmen hinterlassen ehemaliges Kaufhaus „besenrein“ – Tonnenweise Wertstoffe entsorgt
Es tut sich was „im Joh“: Das Gelnhäuser Traditionskaufhaus schloss im September 2013 nach über 250 Jahren Geschichte seine Türen. 2026 soll die Neuentwicklung der ehemaligen Joh-Immobilie als Quartier endlich in die Bauphase starten. Innerhalb von einer Woche haben die Firma Robinson Umzüge Gelnhausen und Hausmeister József Nemeth mit Unterstützung der Firma ACI Recycling aus Freigericht das tausende Quadratmeter umfassende Gebäude im Auftrag der Stadt entrümpelt und für die Übergabe an den Investor „besenrein“ hinterlassen.
Bürgermeister Christian Litzinger und Bauamtsleiter Eppo Haas machten sich persönlich ein Bild vom Ergebnis der Arbeiten. In nur einer Woche haben Ronny Wirsing, Inhaber von Robinson Umzüge, und sein Team Tonnen von Wertstoffen sortiert und über ACI Recycling entsorgt. Dabei sind etwa neun Tonnen Glas, 25 Tonnen Metall und geschätzte 12 bis 15 Tonnen Bauschutt und Restmüll zusammengekommen. Bürgermeister Litzinger sieht in der Entwicklung des Joh-Areals die Initialzündung für die Weiterentwicklung der Gelnhäuser Südstadt. „Nach langen Jahren kommt endlich der ersehnte Aufschwung für unsere Südstadt. Mit der Kinzighöfe GmbH und der dahinterstehenden KROPP-Gruppe haben wir den richtigen Investor gefunden, der unserer Südstadt mit seinem Projekt neue Impulse geben wird. Ich bin davon überzeugt, dass weitere Entwickler mit eigenen Projekten in Gelnhausen folgen werden“, ist sich der Rathauschef sicher.
Drei Baukörper mit knapp 12.500 Quadratmetern Nutzfläche sollen an der Kinzig entstehen. Wo möglich, sollen bestehende Gebäudeteile des ehemaligen Kaufhaus-Areals im Sinne der Nachhaltigkeit erhalten und weiter genutzt werden. Ein Mix aus Handel, Gewerbe und Gastronomie im Erdgeschoss sowie Wohnen in verschiedenen Facetten in den oberen Stockwerken werden entstehen.
Der Kaufvertrag zwischen dem bisherigen Eigentümer, der Stadtentwicklungsgesellschaft Gelnhausen, und dem neuen Eigentümer, der KROPP-Gruppe mit der Kinzighöfe GmbH, wurde 2025 geschlossen. Ein neuer Bebauungsplan für die Südstadt, der dem Großprojekt den benötigten städtebaulichen Rahmen geben wird, steht noch im ersten Halbjahr 2026 zur Beschlussfassung an. Aufgabe der Stadt Gelnhausen ist es zudem, im Zuge der Quartierentwicklung das Kinzigufer aufzuwerten. Dort soll der „Kinzig-Pier“ entstehen – ein Ort, der auch gastronomisch genutzt werden kann.
Quelle: Redaktion MKK Echo

