Dienstag, Februar 3, 2026
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Museum Großkrotzenburg

Museum und Babbelstubb am Sonntag geöffnet

Am kommenden Sonntag, den 8. Februar 2026, lädt der Geschichtsverein herzlich in die gemütliche Babbelstubb und zu einem Rundgang durch den Museumskeller ein.

Hier gibt es eine Vielzahl alter Handwerksstätten zu sehen, die heute selten sind oder sich stark gewandelt haben durch die Modernisierung und den technischen Fortschritt.

In den Mittelpunkt soll diesmal der Beruf des Diamantschleifers gestellt werden. In der Museumswerkstatt befindet sich der Originalarbeitsplatz mit allen Werkzeugen und Geräten, die er für sein Kunsthandwerk vor ca 100 Jahren gebrauchte.

Mit den Flamen und Wallonen kam im 17. Jahrhundert das Gold-und Edelsteingewerbe nach Deutschland

und wurde besonders im Raum Hanau heimisch.

Auch in Großkrotzenburg beschäftigte um 1900 die Gold-und Silberschmiede Neumann in der Wilhelmstraße etwa 90 Arbeiter als Edelmetallschmiede, Ziseleure, Graveure, Fasser und Diamantschleifer. Ein Diamant ist für die Ewigkeit bestimmt.

Zuerst sortiert der Diamantschleifer die geeigneten Rohdiamanten nach Größe, Farbe, Reinheit und Form. Er prüft mit bloßem Auge oder einer Lupe und entscheidet anhand der Kristallstruktur, ob der Diamant zu einem Schmuckstück oder für den industriellen Bereich weiterverarbeitet wird. Durch den Schliff verleiht der Diamantschleifer dem Rohling sein Funkeln, sein Farbenspiel und veredelt ihn zu einem wertvollen Juwel. Um einen Rohdiamanten zu einem Schmuckdiamanten zu verwandeln, spaltet der Diamantschleifer den Stein und sägt ihn in die gewünschte Größe. Anschließend schleift er die Facetten manuell an rotierenden Schleifscheiben und poliert den Stein. Jetzt entsteht das das sogenannte Feuer, das diesen Edelstein so einzigartig macht. Der geschliffene Diamant hat mindestens 32 Facetten im Oberteil und mindestens 24 Facetten im Unterteil. Das Polieren wurde oft auch von Frauen den sogenannten Poliseusen ausgeführt, die ebenfalls in der Gold-und Silberschmiede Neumann während der Hochkonjunktur Ende des 19 Jahrhunderts Arbeit fanden. Vorstand und Mitglieder des Heimat-und Geschichtsverein freuen sich auf zahlreiche kleine und große Besucher. Das Museum ist von 14-17 Uhr geöffnet. Herzlich willkommen.

Quelle: Redaktion MKK Echo

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