Dienstag, Februar 3, 2026
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Standortumfrage der IHK: Stark verbesserte Noten für die Stadt Nidderau

„Die Wahrnehmung des Wirtschaftsstandorts Nidderau hat sich insgesamt verbessert“: Das ist das Fazit der Standortumfrage 2025 der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Selina Lukas, Leiterin Kommunikation & Standort bei der IHK, und Statistikerin Kristine Martel präsentierten die Daten im Rahmen des jüngsten Unternehmerabends der Stadt Nidderau im Familienzentrum. Die Zufriedenheit der Firmen und Gewerbetreibenden mit dem Standort erhöhte sich gegenüber der Umfrage 2020 von der Note 3,6 auf 3,1.

Vor allem die Maßnahmen der Stadt in den Bereichen Standortmarketing und Wirtschaftsförderung finden Lob und Anerkennung. „Besonders hervorzuheben ist, dass alle Faktoren der Bereiche Verwaltung und Wirtschaftsförderung sich deutlich verbessert haben“, fasst die IHK die Stimmung der Unternehmer zusammen. Das Rathaus punkte mit Qualität und Kompetenz, hoher Reaktionsgeschwindigkeit, starker Kundenorientierung und einem guten Standortmarketing.

Die Umfrage lässt den Schluss zu: Die Arbeit des Fachdienstes Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing um Tanja Klähn trägt Früchte. „Wir haben den Unternehmen mit der Stadt-App und vielen weiteren Online-Angeboten Plattformen zur Verfügung gestellt, ihre Sichtbarkeit deutlich zu steigern“, nennt Bürgermeister Andreas Bär eines von vielen Beispielen. Mit zahlreichen Firmenbesuchen versucht der Verwaltungsleiter, den Kontakt zu Industrie, Handel und Handwerk zu pflegen, ein offenes Ohr für Probleme und Anliegen zu haben. „Das gute Ergebnis ist Auftrag und Verpflichtung zugleich, den eingeschlagenen positiven Weg fortzusetzen“, sagt Bär.

Die Stadt punktet in der Umfrage im Fragekomplex Infrastruktur und Marktnähe mit guten und zugleich stark verbesserten Noten bei den Punkten Erreichbarkeit der Absatzmärkte, Breitbandanbindung, Mobilfunknetz und Verfügbarkeit von Wohnraum sowie insgesamt bei der Verkehrsanbindung. Bei den emotionalen Faktoren bewerten die Befragten Familienfreundlichkeit, Sicherheit und die Bemühungen der Stadt zum Klimaschutz besonders hoch. Größter Kritikpunkt ist wie in der Umfrage 2020 die Höhe der kommunalen Abgaben und Steuern, wenngleich der Gewerbesteuerhebesatz in Nidderau sich auf ähnlichem Niveau befindet wie in den Nachbarkommunen.

Größtes Manko der IHK-Umfrage bleibt die geringe Teilnahme. Nur 20 von 218 angeschriebenen Unternehmen nahmen sich die Zeit, den Fragenkatalog zu beantworten. Bei einer Rücklaufquote von 9,17 Prozent könne man nicht von repräsentativen und aussagekräftigen Antworten, sondern „nur über erkennbare Tendenzen“ sprechen, schreibt die IHK. „Das könnte man auch dahingehend deuten, dass der Wirtschaftsstandort Nidderau tatsächlich besser ist als die vergebenen Noten. Unmut artikuliert man schneller als Zufriedenheit“, sagt Bürgermeister Bär.

Magistrat der Stadt Nidderau

Quelle: Redaktion MKK Echo

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